Studienlage / Onkologie/Palliativ / Übelkeit

Übelkeit

48 kuratierte Studien · 3 Schlüsselstudien · mechoulam.de

Gegen chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen gilt die Wirksamkeit von Cannabinoiden wie Nabilon und Dronabinol durch zahlreiche, überwiegend ältere kontrollierte Studien als gut dokumentiert, mit einer Wirkung mindestens auf dem Niveau klassischer Antiemetika.

Bewertungsschema

Der Buchstabe bewertet die Qualität einer Studie, unabhängig vom Typ. Jeder Studientyp kann jede Note bekommen: auch ein Review kann B oder C sein, wenn er klein oder schwach ist, und ein RCT kann S sein. Die Note ist eine Synthese aus Studiendesign, Journal-Autorität und klinischer Verbindlichkeit:

S
Höchste Evidenz, große, methodisch erstklassige Studien oder S3-Leitlinien
A
Starke Evidenz, solide, aussagekräftige Studien mit klarem Ergebnis
B
Mittlere Evidenz, kleinere oder methodisch eingeschränkte Studien
C
Schwache Evidenz, vorläufige, indirekte oder widersprüchliche Befunde
D
Geringste Evidenz, explorative Hinweise, Einzelfälle oder Expertenmeinung

Qualitätsprofil je Studie

Links neben jeder Studie steht ein Profil aus vier Merkmalen, es zeigt die Unterschiede innerhalb einer Buchstaben-Klasse.

Größe
Teilnehmerzahl (RCT) bzw. eingeschlossene Studien (Review).
Verblindung
Doppelblind, einfachblind oder offen.
Effektstärke
Klarer Nutzen, gemischt, kein Nutzen oder Schaden.
Zitate / Jahr
Altersbereinigte Zitationshäufigkeit.

Schlüsselstudien

3
  1. 01
    S
    Cannabinoids for Medical Use
    Whiting et al. ·2015 ·JAMA
    Lesen
  2. 02
    S
    Cannabinoids for control of chemotherapy induced nausea and vomiting: quantitative systematic review
    Tramèr et al. ·2001 ·BMJ
    Lesen
  3. 03
    S
    Cannabinoids for nausea and vomiting in adults with cancer receiving chemotherapy
    Smith et al. ·2015 ·Cochrane Database of Systematic Reviews
    Lesen

Leitlinien und Konsensus-Empfehlungen

Empfehlungen aus Fachgesellschaften und Expertengremien, direkt verordnungsrelevant.

1
B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Dalzell et al. ·1986

Nabilone: an alternative antiemetic for cancer chemotherapy.

Design
Stichprobe
n = 18
Zusammenfassung

Prospektive randomisierte doppelblinde Cross-over-Studie an Kindern (10 Monate bis 17 Jahre) unter emetogener Chemotherapie: verglichen wurde das synthetische Cannabinoid Nabilon mit oralem Domperidon. 18 von 23 Kindern schlossen die Studie ab; unter Nabilon signifikant weniger Erbrechen und Übelkeit, zwei Drittel bevorzugten Nabilon. Nabilon war Domperidon überlegen. Häufigste Nebenwirkungen: Somnolenz und Schwindel (ein Patient mit Halluzinationen). Fazit: Nabilon ist ein wirksames Antiemetikum bei Chemotherapie im Kindesalter. Kleine Stichprobe.

Systematische Reviews und Meta-Analysen

Synthesen der RCT-Evidenz nach Cochrane- und PRISMA-Standards.

11
S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Whiting et al. ·2015 ·JAMA
2103 mal zitiert

Cannabinoids for Medical Use

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 79 Studien
n = 6.462 Pat.
Kernaussage

Moderate Evidenz für chronische Schmerzen und Spastizität, niedrige Evidenz für Übelkeit/Erbrechen, Gewichtszunahme und Schlafstörungen; erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Umfassende SR über 79 RCTs (n=6.462) zu medizinischem Cannabis; moderate Evidenz für Chemotherapie-induzierte Übelkeit/Erbrechen (CINV): Cannabinoide vs. Placebo zeigten signifikante Überlegenheit (OR=3.82, 95% CI 1.55–9.42), vergleichbare Wirksamkeit zu konventionellen Antiemetika bei höherer Nebenwirkungsrate.

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Tramèr et al. ·2001 ·BMJ
604 mal zitiert

Cannabinoids for control of chemotherapy induced nausea and vomiting: quantitative systematic review

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 30 Studien
n = 1.366 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide waren wirksamer als Standardantiemetika gegen chemotherapieinduzierte Übelkeit und Erbrechen, zeigten aber erhebliche Nebenwirkungen (Schwindel, Dysphorie, Halluzinationen, Paranoia) und höhere Abbruchquoten.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=30 RCTs (n=1.366) zu Cannabinoiden bei chemotherapie-induzierter Übelkeit. Cannabinoide (Nabilon, Dronabinol, Levonantradol oral/i.m.) vs. konventionelle Antiemetika (Prochlorperazin, Metoclopramid u.a.): RR=1.38 (95% CI 1.18-1.62, NNT=6) für komplette Übelkeitskontrolle; RR=1.28 (1.08-1.51, NNT=8) für komplette Erbrechenskontrolle. Patientenpräferenz für Cannabinoide: RR=2.39 (2.05-2.78, NNT=3). Häufigere Nebenwirkungen: Schwindel NNT=3, Dysphorie NNT=8, Halluzinationen NNT=17, Paranoia NNT=20, Hypotonie NNT=7. Abbruch wegen Nebenwirkungen: RR=4.67 (3.07-7.09, NNT=11).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Smith et al. ·2015 ·Cochrane Database of Systematic Reviews
254 mal zitiert

Cannabinoids for nausea and vomiting in adults with cancer receiving chemotherapy

Design
Cochrane Systematische Review
Stichprobe
k = 23 Studien
n = 141 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide zeigen gegenüber Placebo Vorteile bei Übelkeit/Erbrechen (RR 2,9-5,7), aber deutlich erhöhte unerwünschte Ereignisse (RR 6,9 für Abbruch); vs. Prochlorperazin kein Unterschied in Wirksamkeit, aber mehr Nebenwirkungen (Schwindel, Dysphorie, Sedation).

Zusammenfassung

Cochrane SR über k=23 RCTs (1975-1991) zu Cannabinoiden bei chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen. Cannabinoide (Nabilon, Dronabinol, Levonantradol) vs. konventionelle Antiemetika: RR=1.38 (95% CI 1.18-1.62, NNT=6) für komplette Übelkeitskontrolle; RR=1.28 (1.08-1.51, NNT=8) für komplette Erbrechenskontrolle. Patienten bevorzugten Cannabinoide für zukünftige Zyklen: RR=2.39 (2.05-2.78, NNT=3). Häufigere Nebenwirkungen: Schwindel RR=2.97 (NNT=3), Euphorie NNT=7, Halluzinationen NNT=17, Paranoia NNT=20.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
MACHADO ROCHA et al. ·2008 ·European Journal of Cancer Care
224 mal zitiert

Therapeutic use ofCannabis sativaon chemotherapy-induced nausea and vomiting among cancer patients: systematic review and meta-analysis

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 30 Studien
n = 2.119 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide zeigten überlegene antiemetische Wirksamkeit gegenüber konventionellen Medikamenten und Placebo, waren aber mit intensiveren und häufigeren Nebenwirkungen verbunden.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse (k=30 RCTs) zur antiemetischen Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit/Erbrechen (CINV). Dronabinol vs. Neuroleptika: RR=0,67 (95% CI 0,47–0,96), NNT=3,4; Patientenpräferenz für Cannabinoide vs. andere Antiemetika: RR=0,33 (95% CI 0,24–0,44), NNT=1,8. Cannabinoide zeigten superiore antiemetische Wirksamkeit, jedoch häufigere und intensivere Nebenwirkungen.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Wong et al. ·2017 ·Pediatrics
153 mal zitiert

Medical Cannabinoids in Children and Adolescents: A Systematic Review

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 22 Studien
n = 795 Pat.
Kernaussage

Starke Evidenz für chemotherapieinduzierte Übelkeit/Erbrechen und zunehmende Evidenz für Epilepsie; unzureichende Evidenz für Spastizität, neuropathische Schmerzen, PTBS und Tourette-Syndrom.

Zusammenfassung

Systematische Review zu medizinischen Cannabinoiden bei Kindern/Adoleszenten; k=22 Studien (5 RCTs, 5 Retrospektive, 5 Fallberichte, 4 Open-Label, 2 Surveys, 1 Fallserie), n=795 Teilnehmende. Stärkste Evidenz für Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV); zunehmende Evidenz für Epilepsie. Unzureichende Evidenz für Spastik, neuropathischen Schmerz, PTBS, Tourette-Syndrom.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chow et al. ·2020 ·Supportive Care in Cancer
53 mal zitiert

Oral cannabinoid for the prophylaxis of chemotherapy-induced nausea and vomiting-a systematic review and meta-analysis.

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
Systematische Review + Meta-Analyse
Kernaussage

Oral-Cannabinoide waren bei prophylaktischer Behandlung gegen Übelkeit und Erbrechen zusammen wirksamer als Placebo, aber gleichwertig mit anderen Antiemetika bei isolierter Kontrolle von Erbrechen oder Übelkeit; jedoch erhöhte Dysphorie, Euphorie und Sedation.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse über RCTs zu oralen Cannabinoiden bei chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV); Mantel-Haenszel-Methode, Random-Effects-Modell. Orale Cannabinoide waren bei kombinierter Endpunkt-Analyse (kein Erbrechen + keine Übelkeit) wirksamer als Placebo oder andere Antiemetika (OR >1, 95%-CI berichtet); bei isolierter Übelkeit oder Erbrechen zeigte sich kein signifikanter Unterschied zu Vergleichsbehandlungen. Häufigere Nebenwirkungen: Dysphorie, Euphorie, Sedierung.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Serafimovska et al. ·2020 ·Folia Medica
5 mal zitiert

Pharmacotherapeutic Considerations for Use of Cannabinoids to Relieve Symptoms of Nausea and Vomiting Induced by Chemotherapy.

Design
Systematische Review
Stichprobe
Systematische Review
Kernaussage

Cannabinoide waren wirksamer gegen chemotherapieinduzierte Übelkeit und Erbrechen als Placebo und leicht besser als konventionelle Antiemetika.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabinoiden bei chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV); vs. Placebo: Abwesenheit von Erbrechen in 3 RCTs (n=168), Abwesenheit von Übelkeit+Erbrechen in 3 RCTs (n=288); vs. konventionelle Antiemetika: keine Übelkeit in 5 RCTs (n=258), kein Erbrechen in 4 RCTs (n=209). Cannabinoide effektiver als Placebo und leicht überlegen gegenüber konventionellen Antiemetika; pädiatrische Daten für Nabilon/Dronabinol als adjuvante Antiemetika ebenfalls berichtet.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chow et al. ·2025 ·Supportive Care in Cancer
2 mal zitiert

Efficacy of cannabinoids for the prophylaxis of chemotherapy-induced nausea and vomiting-a systematic review and meta-analysis.

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 26 Studien
Kernaussage

Cannabinoide zeigten Überlegenheit gegenüber Placebo (RR 2,65), aber keinen Unterschied zu aktiven Vergleichsbehandlungen; ein rezentes THC:CBD-Trial zeigte vielversprechende Ergebnisse als Add-on-Therapie.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse über k=26 RCTs zu Cannabinoiden als Prophylaxe chemotherapieinduzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV). Cannabinoide zeigten gegenüber Placebo eine überlegene CINV-Kontrolle (RR=2,65; 95% CI 1,70–4,12; I²=0%). Kein signifikanter Unterschied gegenüber aktiven Komparatoren (überwiegend veraltete Einzel-Antiemetika-Regime). THC:CBD zeigte in einer aktuellen Phase-II/III-Studie Überlegenheit als Add-on zu modernen Antiemetika-Regimen. Evidenzlage für moderne Triple-/Quadruple-Antiemetikakombinationen bleibt begrenzt.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chhabra et al. ·2023 ·Cancer
6 mal zitiert

Cannabinoids for symptom management in children with cancer: A systematic review and meta-analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 19 Studien
n = 1.927 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide wurden häufig zur Symptomkontrolle eingesetzt (58% für Übelkeit/Erbrechen), zeigten aber in kontrollierten Studien häufiger Nebenwirkungen (Schläfrigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Abbruch) ohne ernsthafte unerwünschte Ereignisse.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse zu Cannabinoiden bei pädiatrischer Krebs-Symptomkontrolle (PROSPERO CRD42020187433); k=19 Studien (7 RCTs, 8 Retrospektiv-, 2 Open-Label-, 2 Fallberichte), n=1927 Teilnehmende. Hauptindikation: Chemotherapie-induzierte Übelkeit/Erbrechen (11/19 [58%]). Häufigste Nebenwirkungen in kontrollierten Studien: Somnolenz, Schwindel, Mundtrockenheit, Abbruch wegen Nebenwirkungen; keine schweren Cannabis-assoziierten Ereignisse. Evidenz unzureichend für pädiatrische Dosierung/Sicherheit/Wirksamkeit.

B
Ekert et al. ·1979

Amelioration of cancer chemotherapy-induced nausea and vomiting by delta-9-tetrahydrocannabinol.

Design
Stichprobe
Zusammenfassung

Zwei doppelblinde Vergleichsstudien untersuchten Delta-9-THC bei Kindern unter Krebs-Chemotherapie gegen Metoclopramid-Sirup und Prochlorperazin-Tabletten. THC war signifikant wirksamer gegen Übelkeit und Erbrechen, jedoch erreichten nicht alle Patienten eine Linderung. Bei einigen Kindern steigerte THC den Appetit. Nebenwirkungen: signifikant häufiger Müdigkeit, in zwei Fällen ein berichtetes "High". Limitierung: kleine, ältere Studien ohne exakte Patientenzahl im Abstract.

C
Lucraft et al. ·1982

Randomised clinical trial of levonantradol and chlorpromazine in the prevention of radiotherapy-induced vomiting.

Design
Stichprobe
Zusammenfassung

Randomisierte kontrollierte Studie (Pilot + RCT) bei Krebspatienten unter palliativer Einzeldosis-Radiotherapie an emetogenen Regionen. Verglichen wurde das Cannabinoid Levonantradol (0,5 und 0,75 mg) mit dem Standard-Antiemetikum Chlorpromazin. Beide Substanzen wurden gut vertragen, doch die Häufigkeit des Erbrechens war in allen drei Gruppen ähnlich, d.h. das Cannabinoid zeigte keinen Vorteil gegenüber Chlorpromazin. Kleine Fallzahl, altes Design (1982), negatives Ergebnis.

Randomisierte Kontrollierte Studien

Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege aus kontrollierten Interventionsstudien.

31
A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ungerleider et al. ·1982 ·Cancer
88 mal zitiert

Cannabis and cancer chemotherapy: a comparison of oral delta-9-THC and prochlorperazine.

Design
Double-blind crossover RCT
Stichprobe
n = 214 Pat.
Kernaussage

THC und Prochlorperazin waren gleich wirksam gegen Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie, aber THC zeigte Nebenwirkungen wie verminderte Konzentration, weniger soziale Interaktion und weniger Aktivität.

Zusammenfassung

n=214, doppelblinde Crossover-RCT; orales THC vs. Prochlorperazin bei chemotherapieinduzierter Übelkeit/Erbrechen — vergleichbare antiemetische Wirksamkeit in beiden Gruppen; THC: reduzierte Konzentrationsfähigkeit (p<0,01), soziale Interaktion (p<0,05) und körperliche Aktivität (p<0,05); Patientenpräferenz für THC trotz Nebenwirkungen nicht vermindert.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Grimison et al. ·2024 ·Journal of Clinical Oncology
25 mal zitiert

Oral Cannabis Extract for Secondary Prevention of Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting: Final Results of a Randomized, Placebo-Controlled, Phase II/III Trial

Design
Phase-II/III RCT (randomisiert, placebokontrolliert, multizentrisch)
Stichprobe
n = 147 Pat.
Kernaussage

THC:CBD verbesserte die Complete-Response-Rate (kein Erbrechen/Würgen und keine Rettungsmedikation) von 8% auf 24% (absolute Differenz 16%, p=0,01) mit ähnlichen Effekten bei Abwesenheit signifikanter Übelkeit und Verbesserung der Lebensqualität, aber mit erhöhten unerwünschten Ereignissen wie Sedation, Schwindel und transienter Angst.

Zusammenfassung

Phase-II/III-RCT (n=147 auswertbar), orales THC:CBD 2,5mg/2,5mg 3x tägl. (Tag −1 bis +5) vs. Placebo als Zusatz zur leitliniengerechten Antiemese bei moderat/hochemetogener Chemotherapie; Complete-Response-Rate (kein Erbrechen + keine Rescue-Medikation, 0–120h) 24% vs. 8% (absolute Differenz +16%, 95%-KI 4–28, p=0,01).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Einhorn et al. ·1981 ·Journal of Clinical Pharmacology
91 mal zitiert

Nabilone: an effective antiemetic in patients receiving cancer chemotherapy.

Design
Randomized Controlled Trial
Stichprobe
n = 80 Pat.
Kernaussage

75% der Patienten berichteten, dass Nabilon wirksamer als Prochlorperazin gegen Übelkeit und Erbrechen war; 46 von 60 dieser Patienten setzten Nabilon als Antiemetikum der Wahl fort.

Zusammenfassung

n=80 Krebspatienten unter Cisplatin-haltiger Chemotherapie; doppelblinde Crossover-RCT: 75 % (60/80) bevorzugten Nabilon gegenüber Prochlorperazin zur Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen; 46 der 60 Responder wählten Nabilon dauerhaft als Antiemetikum der Wahl.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Grimison et al. ·2020 ·Annals of Oncology
151 mal zitiert

Oral THC:CBD cannabis extract for refractory chemotherapy-induced nausea and vomiting: a randomised, placebo-controlled, phase II crossover trial

Design
Multicentre randomised double-blind placebo-controlled crossover RCT (Phase II)
Stichprobe
n = 72 Pat.
Kernaussage

THC:CBD verbesserte die komplette Ansprechrate von 14% auf 25% (RR 1,77, P=0,041) bei refraktärer chemotherapieinduzierter Übelkeit und Erbrechen, mit ähnlichen Verbesserungen bei Emetesis-Abwesenheit und Übelkeitsreduktion, allerdings mit moderaten bis schweren Nebenwirkungen bei 31% der Teilnehmer.

Zusammenfassung

n=72 (multizentrisch, randomisiert, doppelblind, Placebo-kontrolliert, Crossover-RCT Phase II; oral THC 2,5 mg/CBD 2,5 mg 3×/Tag): vollständiges Ansprechen (0–120 h nach Chemotherapie) stieg von 14% (Placebo) auf 25% (THC:CBD); RR 1,77 (90%-KI 1,12–2,79; p=0,041); 83% der Teilnehmer bevorzugten THC:CBD gegenüber Placebo; 31% erlitten moderate/schwere cannabinoidbedingte Nebenwirkungen (Sedierung, Schwindel, Desorientierung).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lane et al. ·1991 ·Journal of Pain and Symptom Management
111 mal zitiert

Dronabinol and prochlorperazine in combination for treatment of cancer chemotherapy-induced nausea and vomiting.

Design
Multicenter RCT (randomized, double-blind, parallel-group)
Stichprobe
n = 62 Pat.
Kernaussage

Die Kombinationstherapie (Dronabinol + Prochlorperazin) war signifikant wirksamer zur Kontrolle von chemotherapieinduzierter Übelkeit und Erbrechen als jede Monotherapie allein.

Zusammenfassung

Multizentrische RCT (n nicht explizit angegeben), doppelblind, parallel; Dronabinol 10 mg + Prochlorperazin 10 mg vs. Monotherapien. Übelkeit nach Chemotherapie: Kombination 29 % vs. Dronabinol allein 47 % vs. Prochlorperazin allein 60 %. Erbrechen: 35 % (Kombination) vs. 55 % (Dronabinol) vs. 41 % (Prochlorperazin). Kombinationstherapie signifikant überlegen (p<0,05); mediane Episodendauer beider Symptome kürzer unter Kombination.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ungerleider et al. ·1985 ·American Journal of Clinical Oncology
30 mal zitiert

THC or Compazine for the cancer chemotherapy patient--the UCLA study. Part II: Patient drug preference.

Design
RCT (doppelblind, Cross-over)
Stichprobe
n = 139 Pat.
Kernaussage

THC reduziert Übelkeit vergleichbar mit Prochlorperazin, geht jedoch mit mehr Nebenwirkungen (Sedierung) einher, wird aber von Patienten präferiert.

Zusammenfassung

n=139 Krebspatienten unter Chemotherapie; doppelblinder Cross-over-Vergleich THC vs. Prochlorperazin (Compazine); Übelkeitsreduktion war der Hauptpräferenzfaktor; ~2/3 der Patienten bevorzugten THC. THC mit mehr Nebenwirkungen (besonders Sedierung); kein signifikanter Alterseffekt (<50 vs. ≥50 Jahre) auf Präferenz oder Übelkeitsreduktion.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Frytak et al. ·1979 ·Annals of Internal Medicine
202 mal zitiert

Delta-9-tetrahydrocannabinol as an antiemetic for patients receiving cancer chemotherapy. A comparison with prochlorperazine and a placebo.

Design
RCT (double-blind, parallel-group)
Stichprobe
n = 116 Pat.
Kernaussage

THC reduzierte Übelkeit/Erbrechen gegenüber Placebo, bot jedoch keinen Vorteil gegenüber Prochlorperazin und war mit erheblich mehr ZNS-Nebenwirkungen assoziiert.

Zusammenfassung

n=116, Chemo-induzierte Übelkeit/Erbrechen bei gastrointestinalem Karzinom (5-FU + Semustine), THC 15 mg 3x täglich vs. Prochlorperazin vs. Placebo; THC überlegen vs. Placebo bei Antiemese, kein Vorteil vs. Prochlorperazin; ZNS-Nebenwirkungen signifikant häufiger und schwerer mit THC (älteres Patientenkollektiv, medianes Alter 61 Jahre).

B
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hutcheon et al. ·1983 ·European Journal of Cancer and Clinical Oncology
30 mal zitiert

A randomised multicentre single blind comparison of a cannabinoid anti-emetic (levonantradol) with chlorpromazine in patients receiving their first cytotoxic chemotherapy.

Design
RCT (randomisiert, einfach blind, aktive Kontrollgruppe)
Stichprobe
n = 108 Pat.
Kernaussage

Levonantradol 0,5 mg zeigte bessere antiemetische Wirkung als Chlorpromazin, ist jedoch wegen inakzeptabler ZNS-Nebenwirkungen nicht empfohlen.

Zusammenfassung

n=108 Krebspatienten unter hoch-emetogener Chemotherapie; Levonantradol 0,5 mg vs. Chlorpromazin 25 mg (aktiver Komparator); Levonantradol 0,5 mg überlegen gegenüber Chlorpromazin als Antiemetikum; dysphore Reaktionen bei 22% (0,5 mg) bis 50% (höhere Dosen). Kein ausreichender Emesisschutz bei Cis-Platin-haltigen Regimes.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Cunningham et al. ·1988 ·European Journal of Cancer and Clinical Oncology
59 mal zitiert

A randomized trial of oral nabilone and prochlorperazine compared to intravenous metoclopramide and dexamethasone in the treatment of nausea and vomiting induced by chemotherapy regimens containing cisplatin or cisplatin analogues.

Design
RCT (aktiv-kontrolliert, Crossover)
Stichprobe
n = 80 Pat.
Kernaussage

Metoclopramid/Dexamethason war objektiv überlegen, jedoch bevorzugten Carboplatin-Patienten Nabilon/Prochlorperazin aufgrund besserer Tolerabilität.

Zusammenfassung

n=80 Chemotherapie-Patienten (Cisplatin/Cisplatin-Analoga), Nabilone 2 mg + Prochlorperazin 5 mg oral vs. Metoclopramid i.v. + Dexamethason; vollständige Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen: 19% (Nabilone-Arm) vs. 32% (Metoclopramid-Arm), Gesamtemesis p=0.02 zugunsten Metoclopramid. Carboplatin-Subgruppe: Patientenpräferenz für Nabilone (16 vs. 5, p=0.013). Nabilone war bei Carboplatin-Regimen besser verträglich und bevorzugt.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Meiri et al. ·2007 ·Current Medical Research and Opinion
213 mal zitiert

Efficacy of dronabinol alone and in combination with ondansetron versus ondansetron alone for delayed chemotherapy-induced nausea and vomiting.

Design
RCT (doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 61 Pat.
Kernaussage

Dronabinol und Ondansetron zeigten ähnliche Wirksamkeit mit höheren Ansprechraten (47-58%) gegenüber Placebo (20%), während die Kombinationstherapie nicht überlegen war.

Zusammenfassung

Doppelblinde, placebokontrollierte RCT (n=61) zu Dronabinol vs. Ondansetron vs. Kombinationstherapie bei verzögerter chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen (CINV). Gesamtansprechen (Total Response): Dronabinol 54%, Ondansetron 58%, Kombination 47%, Placebo 20%. Übelkeit-Abwesenheit signifikant höher unter aktiver Behandlung (Dronabinol 71%, Ondansetron 64%, Kombination 53%) vs. Placebo 15% (p<0,05 für alle vs. Placebo). Dronabinol war Ondansetron gleichwertig; Kombinationstherapie zeigte keinen Zusatznutzen.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Orr et al. ·1981 ·Journal of Clinical Pharmacology
53 mal zitiert

Antiemetic effect of delta 9-tetrahydrocannabinol in chemotherapy-associated nausea and emesis as compared to placebo and compazine.

Design
Randomized Controlled Trial
Stichprobe
n = 55 Pat.
Kernaussage

THC zeigte eine deutlich überlegene antiemetische Wirkung (40/55 Patienten ohne Übelkeit) im Vergleich zu Prochlorperazin (8/55) und Placebo (5/55), mit statistischer Signifikanz (P < 0,005).

Zusammenfassung

Doppelblinde, randomisierte Crossover-Studie (n=55 Krebspatienten mit chemo-induzierter Übelkeit): THC supprimierte Übelkeit bei 40/55 Patienten (73 %), Prochlorperazin bei 8/55 (15 %), Placebo bei 5/55 (9 %). THC signifikant überlegen gegenüber Prochlorperazin (p&lt;0,005).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Lewis et al. ·1994 ·British Journal of Anaesthesia
39 mal zitiert

Effect of nabilone on nausea and vomiting after total abdominal hysterectomy.

Design
RCT (prospektiv, doppelblind)
Stichprobe
n = 53 Pat.
Kernaussage

Nabilon reduzierte postoperative Übelkeit und Erbrechen nicht signifikant gegenüber Metoclopramid.

Zusammenfassung

n=53 auswertbare Patientinnen nach totaler abdominaler Hysterektomie; Nabilone 2mg vs. Metoclopramid 10mg präoperativ; Übelkeits-Inzidenz 73% vs. 70%, Erbrechen 54% vs. 67% — keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Neidhart et al. ·1981 ·Journal of Clinical Pharmacology
56 mal zitiert

Comparative trial of the antiemetic effects of THC and haloperidol.

Design
RCT (randomisiert, doppelblind, Crossover)
Stichprobe
n = 52 Pat.
Kernaussage

THC und Haloperidol waren gleich wirksam zur Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen, aber die Nebenwirkungen von THC wurden weniger gut vertragen als die von Haloperidol.

Zusammenfassung

n=52 Krebspatienten unter stark emetogener Chemotherapie (Cisplatin/Stickstofflost/Doxorubicin), THC vs. Haloperidol (randomisiert, doppelblind, Crossover); beide Wirkstoffe gleich wirksam bei Übelkeit und Erbrechen: ~10% vollständige Emesiskontrolle, ca. ein Drittel <5 Emesisepisoden; Patienten, die auf ein Antiemetikum nicht ansprachen, hatten zu ~50% gute Kontrolle mit dem anderen. THC-Toxizität weniger toleriert als Haloperidol, jedoch meist keine schweren Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Priestman et al. ·1987 ·Clinical Radiology
34 mal zitiert

A double-blind randomised cross-over comparison of nabilone and metoclopramide in the control of radiation-induced nausea.

Design
RCT (cross-over)
Stichprobe
n = 40 Pat.
Kernaussage

Nabilone bietet keinen Wirksamkeitsvorteil gegenüber Metoclopramid, verursacht jedoch mehr Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

n=40 Patienten mit Strahlungs-induzierter Übelkeit/Erbrechen; Nabilone vs. Metoclopramid; kein Unterschied in Wirksamkeit (p nicht signifikant); UAW-Rate bei Nabilone signifikant höher als bei Metoclopramid.

B
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Niiranen et al. ·1987 ·American Journal of Clinical Oncology
29 mal zitiert

Antiemetic efficacy of nabilone and dexamethasone: a randomized study of patients with lung cancer receiving chemotherapy.

Design
RCT (crossover)
Stichprobe
n = 40 Pat.
Kernaussage

Die Kombination von Nabilon und Dexamethason war Nabilon allein überlegen bei der Reduktion von Erbrechen-Episoden, mit weniger Hypotonie und besserer Patientenpräferenz (67% vs. 47%).

Zusammenfassung

n=40 Lungenkrebspatienten unter Chemotherapie (Crossover-RCT); Nabilon + Dexamethason (DXM) signifikant überlegen gegenüber Nabilon allein in der Reduktion von Erbrechen (p&lt;0.05); ca. 63% vs. 47% ohne Nebenwirkungen; zwei Drittel der Patienten bevorzugten die Kombination.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Pomeroy et al. ·1986 ·Cancer Chemotherapy and Pharmacology
55 mal zitiert

Prospective randomized double-blind trial of nabilone versus domperidone in the treatment of cytotoxic-induced emesis.

Design
RCT (randomisiert, doppelblind, aktiv-kontrolliert)
Stichprobe
n = 38 Pat.
Kernaussage

Nabilon reduzierte die Anzahl von Erbrechemisoden gegenüber Domperidon signifikant.

Zusammenfassung

n=38 Krebspatienten unter hoch-emetogener Chemotherapie (70% Cisplatin); Nabilon 1 mg 8-stündlich vs. Domperidon 20 mg; mittlere Erbrechepisoden Zyklus 1: Nabilon 4,76 vs. Domperidon 12,95 (p<0,02); Zyklen 1+2 kombiniert: 4,53 vs. 10,81 (p<0,01); Nabilon signifikant überlegen.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
McCabe et al. ·1988 ·Investigational New Drugs
69 mal zitiert

Efficacy of tetrahydrocannabinol in patients refractory to standard antiemetic therapy.

Design
Randomized Controlled Trial (crossover)
Stichprobe
n = 36 Pat.
Kernaussage

THC reduzierte Übelkeit und Erbrechen bei 64% der Patienten (23/36) im Vergleich zu 3% unter Prochlorperazin (1/36).

Zusammenfassung

Randomisierte Cross-over-Studie (n=36) bei Krebspatienten mit refraktärer chemotherapieinduzierter Übelkeit: Orales THC (15 mg/m²) reduzierte Übelkeit und Erbrechen bei 23/36 (64%) Patienten vs. 1/36 (3%) unter Prochlorperazin. Alle Patienten berichteten transiente sensorielle Veränderungen; Dysphorie trat bei 17/36 Fällen auf. Empfohlene Startdosis 5 mg/m².

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Ahmedzai et al. ·1983 ·British Journal of Cancer
88 mal zitiert

Anti-emetic efficacy and toxicity of nabilone, a synthetic cannabinoid, in lung cancer chemotherapy.

Design
RCT (doppelblind, Crossover)
Stichprobe
n = 34 Pat.
Kernaussage

Nabilone zeigte signifikant bessere Symptom-Scores für Übelkeit, Würgen und Erbrechen sowie weniger Erbrechen-Episoden im Vergleich zu Prochlorperazin, ohne dass zusätzliche parenterale Antiemetika nötig waren.

Zusammenfassung

n=34 Lungenkrebspatienten, doppelblinde Crossover-Studie; Nabilone (synthetischer Cannabinoid) vs. Prochlorperazin während 3-tägiger Chemotherapie (CAE). Symptomscores für Übelkeit, Würgen und Erbrechen signifikant besser unter Nabilone (p&lt;0,05). Weniger Patienten erbrachen unter Nabilone (p=0,05); mehr Patienten bevorzugten Nabilone als Antiemetikum (p&lt;0,005).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Sallan et al. ·1975 ·New England Journal of Medicine
360 mal zitiert

Antiemetic Effect of Delta-9-Tetrahydrocannabinol in Patients Receiving Cancer Chemotherapy

Design
Randomized Controlled Trial
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

Delta-9-Tetrahydrocannabinol zeigte signifikante antiemetische Wirkung bei 14 von 20 Behandlungszyklen gegenüber 0 von 22 Placebo-Zyklen (P < 0,001).

Zusammenfassung

Randomisiertes, doppelblindes Crossover-RCT (n=20 auswertbar): Orales THC zeigte in 14/20 Kursverläufen einen antiemetischen Effekt gegenüber 0/22 unter Placebo; bei Studienabschluss 12/15 vs. 0/14 (p<0,001). Kein Patient erbrach sich während des subjektiven „High".

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Niederle et al. ·1986 ·Journal of Molecular Medicine
40 mal zitiert

Crossover comparison of the antiemetic efficacy of nabilone and alizapride in patients with nonseminomatous testicular cancer receiving cisplatin therapy.

Design
RCT (Crossover)
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

Nabilone reduzierte Emesis-Episoden und Nausea-Dauer signifikant besser als Alizapride bei Cisplatin-Chemotherapie.

Zusammenfassung

n=20 Hodenkrebs-Patienten (Cisplatin, niedrigdosiert), Nabilone 2×2 mg/Tag vs. Alizaprid 3×150 mg/Tag, Crossover-RCT; Nabilone signifikant überlegen: Erbrechen-Median 1,1 vs. 2,9 Episoden (p<0,01), vollständige Nausea-Kontrolle 65% vs. 30% (p<0,01), Nausea-Dauer 1,3 h vs. 5,1 h (p<0,01). Mehr Nebenwirkungen unter Nabilone; Dosisreduktion empfohlen.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Stambaugh et al. ·1984 ·The Journal of Clinical Pharmacology
23 mal zitiert

Dose ranging evaluation of the antiemetic efficacy and toxicity of intramuscular levonantradol in cancer subjects with chemotherapy-induced emesis.

Design
RCT (doppelblind, Placebo-kontrolliert, Dosisfindung Phase II)
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

Alle Levonantradol-Dosen reduzierten chemotherapieinduzierte Emesis signifikant gegenüber Placebo (p<0,01) ohne nachweisbaren Dosis-Wirkungs-Effekt.

Zusammenfassung

n=20 Krebspatienten mit refraktärer chemoinduzierter Emesis; Levonantradol 0,5–2,0 mg i.m. vs. Placebo; signifikante antiemetische Wirkung bei allen Dosen gegenüber Placebo (p<0,01); kein Dosis-Wirkungs-Effekt. Dosislimitierende Nebenwirkungen: Somnolenz und Hypotonie; psychomimetische Effekte tolerierbar.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Lane et al. ·1990 ·American Journal of Clinical Oncology
37 mal zitiert

Dronabinol and prochlorperazine alone and in combination as antiemetic agents for cancer chemotherapy.

Design
RCT (doppelblind, parallel)
Stichprobe
n = 19 Pat.
Kernaussage

Dronabinol (allein oder kombiniert) zeigte signifikant bessere Wirksamkeit gegen Übelkeit und Erbrechen als Prochlorperazin allein, war aber mit mehr CNS-Nebenwirkungen assoziiert.

Zusammenfassung

n=19 (6+6+5 auswertbar), doppelblinde multizentrische RCT; Dronabinol 10 mg vs. Prochlorperazin 10 mg vs. Kombination bei chemoinduzierter Übelkeit/Erbrechen; mediane Dauer und Schwere der Übelkeits- und Erbrechensphasen signifikant geringer in Dronabinol-Gruppen vs. Prochlorperazin allein; nur 1/5 Patienten in der Kombinationsgruppe vs. je 3/6 in den Einzeltherapiegruppen litten unter Übelkeit; Nebenwirkungen (Sedierung, Schwindel) in Dronabinol-Gruppen häufiger, aber nicht signifikant unterschiedlich.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Duran et al. ·2010 ·British Journal of Clinical Pharmacology
154 mal zitiert

Preliminary efficacy and safety of an oromucosal standardized cannabis extract in chemotherapy-induced nausea and vomiting

Design
RCT (Phase II, doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 16 Pat.
Kernaussage

Cannabis-basiertes Medikament zeigte höhere komplette Ansprechrate gegen verzögerte chemotherapieinduzierte Übelkeit und Erbrechen (71,4% vs. 22,2% mit Placebo) und war gut verträglich.

Zusammenfassung

Pilot-RCT zu Cannabis-basiertem Medikament (THC+CBD oromucosal) vs. Placebo bei chemotherapie-induzierter Übelkeit/Erbrechen (CINV) trotz Standard-Antiemetika; n=16 (7 CBM, 9 Placebo). Complete Response bei 71,4% (CBM) vs. 22,2% (Placebo), Differenz 49,2% (95% CI 1%–75%), primär in der verzögerten Phase. Nur 1 Abbruch wegen Nebenwirkungen (CBM-Gruppe). Mittlere Tagesdosis 4,8 Sprays.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gilbert et al. ·1995 ·Cancer
19 mal zitiert

Randomized, double-blind comparison of a prochlorperazine-based versus a metoclopramide-based antiemetic regimen in patients undergoing autologous bone marrow transplantation.

Design
RCT (4-armig, doppelblind)
Stichprobe
n = 106 Pat.
Kernaussage

Beide Antiemetika boten gute Übelkeits-/Erbrechenskontrolle, mit tagabhängigen Unterschieden, aber keiner klaren Gesamtüberlegenheit eines Regimes.

Zusammenfassung

n=106 auswertbare Krebspatienten (Hochdosis-Chemotherapie + autologe KMT); Dronabinol 5 mg/m² als Add-on zu Prochlorperazin oder Metoclopramid zeigte am finalen Therapietag keinen signifikanten Zusatznutzen (kein Unterschied zwischen Dronabinol- und Placebo-Add-on-Armen, p>0.05); Metoclopramid am Tag 1 signifikant besser (p<0.002), Prochlorperazin am Tag 3 signifikant besser (p<0.002).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Cronin et al. ·1981 ·The Journal of Clinical Pharmacology
50 mal zitiert

Antiemetic effect of intramuscular levonantradol in patients receiving anticancer chemotherapy.

Design
Offene Dosisfindungsstudie
Stichprobe
n = 28 Pat.
Kernaussage

Intramuskuläres Levonantradol erzielte bei 89 % der Patienten eine antiemetische Wirkung bei niedrigen Dosen ab 0,5 mg.

Zusammenfassung

n=28 Krebspatienten refraktär auf konventionelle Antiemese, intramuskuläres Levonantradol (synthetisches THC-Derivat) 0,5–1,5 mg; 25/28 (89%) komplette oder partielle antiemetische Antwort; dosislimitierende Dysphoie bei 5 Patienten (16%) bei 1,0–1,5 mg; häufigste Nebenwirkungen Somnolenz (48%) und Mundtrockenheit (32%).

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Niiranen et al. ·1985 ·American Journal of Clinical Oncology
52 mal zitiert

A cross-over comparison of nabilone and prochlorperazine for emesis induced by cancer chemotherapy.

Design
RCT (Cross-over)
Stichprobe
n = 24 Pat.
Kernaussage

Nabilon war antiemetisch signifikant wirksamer als Prochlorperazin, jedoch mit erheblich mehr Nebenwirkungen assoziiert.

Zusammenfassung

Cross-over-RCT (n=24 Lungenkrebspatienten unter Chemotherapie); Nabilon 2 mg vs. Prochlorperazin 15 mg oral; Nabilon signifikant überlegen bei Reduktion von Erbrechepisoden (p<0.05); zwei Drittel der Patienten bevorzugten Nabilon. Nebenwirkungen (Schwindel/Koordinationsstörungen) bei ca. 50% der Patienten unter Nabilon; 3 Abbrüche wegen ZNS-Nebenwirkungen.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Sheidler et al. ·1984 ·The Journal of Clinical Pharmacology
20 mal zitiert

Double-blind multiple-dose crossover study of the antiemetic effect of intramuscular levonantradol compared to prochlorperazine.

Design
RCT (doppelblind, Crossover)
Stichprobe
n = 16 Pat.
Kernaussage

Levonantradol war antiemetisch nicht wirksamer als Prochlorperazin, zeigte jedoch eine höhere Nebenwirkungsrate.

Zusammenfassung

RCT Crossover (n=16 Krebspatient:innen unter Chemotherapie); synthetisches Cannabinoid Levonantradol 1 mg i.m. vs. Prochlorperazin 10 mg i.m.; kein statistisch signifikanter Unterschied im antiemetischen Ansprechen zwischen den Gruppen. Häufigere Nebenwirkungen unter Levonantradol (Somnolenz, Mundtrockenheit, Schwindel, Tachykardie, orthostatische Hypotonie, Sehstörungen) vs. Prochlorperazin (Somnolenz, Mundtrockenheit, Tachykardie). Negativstudie (n<60).

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Chang et al. ·1979 ·Annals of Internal Medicine
258 mal zitiert

Delata-9-tetrahydrocannabinol as an antiemetic in cancer patients receiving high-dose methotrexate. A prospective, randomized evaluation.

Design
RCT (randomisiert, doppelblind, placebo-kontrolliert, crossover)
Stichprobe
n = 15 Pat.
Kernaussage

THC reduziert Übelkeit und Erbrechen unter hochdosiertem Methotrexat signifikant gegenüber Placebo (p<0,001).

Zusammenfassung

RCT n=15 Osteosarkom-Patienten unter hochdosierter Methotrexat-Chemotherapie; orales/inhaliertes THC vs. Placebo. 14/15 Patienten zeigten Reduktion von Übelkeit und Erbrechen unter THC vs. Placebo (p<0,001). Plasma-THC >10 ng/mL: nur 6% Übelkeit-/Erbrechensinzidenz vs. 72% unter Placebo.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Chang et al. ·1981 ·Cancer
88 mal zitiert

A prospective evaluation of delta-9-tetrahydrocannabinol as an antiemetic in patients receiving adriamycin and cytoxan chemotherapy.

Design
RCT (randomisiert, doppelblind, placebo-kontrolliert, cross-over)
Stichprobe
n = 8 Pat.
Kernaussage

THC zeigte gegenüber Placebo keinen signifikanten antiemetischen Effekt bei Adriamycin/Cytoxan-induzierter Emesis.

Zusammenfassung

RCT (n=8 Sarkompatienten, adjuvante Adriamycin/Cytoxan-Chemotherapie); orales und inhaliertes THC vs. Placebo; kein signifikanter Unterschied in Erbrechepisoden, Emesisvolumen oder Übelkeitsgrad zwischen THC und Placebo (SPID 6h: Placebo 7,9 vs. THC 4,3 cm·h auf Bewegung, 95%-KI –1,8 bis 9,0; p nicht signifikant). Negativ-RCT: Antiemetische THC-Wirkung nicht bei Adriamycin/Cytoxan-Chemotherapie nachweisbar.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Crawford et al. ·1986

Nabilone and metoclopramide in the treatment of nausea and vomiting due to cisplatinum: a double blind study.

Design
Stichprobe
n = 32
Zusammenfassung

Doppelblinde, randomisierte Cross-over-Studie (n=32) verglich orales Nabilon mit intravenösem Metoclopramid zur Behandlung von durch Cisplatin ausgelöster Übelkeit und Erbrechen. Kein Unterschied in Gesamtinzidenz oder Schweregrad des Erbrechens zwischen beiden Behandlungen; eine Subgruppe profitierte stärker von Metoclopramid. Nebenwirkungen entsprachen dem pharmakologischen Profil der Substanzen. Limitation: kleine Fallzahl, keine Überlegenheit von Nabilon.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gerhartz et al. ·1983 ·Journal of Molecular Medicine
6 mal zitiert

Levonantradol for the treatment of chemotherapy-induced nausea and vomiting.

Design
Offene unkontrollierte Pilotstudie
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

Levonantradol bewirkte bei 15 von 20 refraktären Patienten eine substanzielle antiemetische Wirkung.

Zusammenfassung

n=20 Krebspatienten refraktär gegenüber Standard-Antiemetika; Levonantradol (THC-Analogon) oral: 15/20 Patienten (75%) erlebten substanzielle Übelkeitslinderung, 10/20 bevorzugten das Medikament für weitere Chemotherapie-Zyklen.

Real-World-Evidenz und Beobachtungsstudien

Daten aus klinischer Versorgungspraxis, Registern und Pflichterhebungen.

3
B
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Polito et al. ·2018 ·Pediatric Blood & Cancer
38 mal zitiert

Safety and efficacy of nabilone for acute chemotherapy-induced vomiting prophylaxis in pediatric patients: A multicenter, retrospective review.

Design
Multizentrische retrospektive Übersicht
Stichprobe
n = 110 Pat.
Kernaussage

Die akute Erbrechenskontrolle unter Nabilon war mit ca. 50% unzureichend, Nebenwirkungen waren häufig, aber klinisch wenig bedeutsam.

Zusammenfassung

n=110 pädiatrische Krebspatienten (Median 14 Jahre); Nabilone (Cannabinoid) + 5-HT3-Antagonist zur akuten CINV-Prophylaxe; komplette akute Erbrechen-Kontrolle: 50,6% (42/83) bei hoch emetogener, 53,8% (14/26) bei moderat emetogener Chemotherapie; Nebenwirkungen bei 34% (37/110), alle CTCAE-Grad ≤2; Sedierung 20%, Schwindel 10%, Euphorie 3,6%; Abbruch wegen UAW bei 10 Patienten.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ofir et al. ·2019 ·Pediatric Hematology and Oncology
25 mal zitiert

Medical Cannabis use for pediatric oncology patients: single institution experience.

Design
Retrospektive Fallserie
Stichprobe
n = 50 Pat.
Kernaussage

In 80% der Fälle wurden positive Effekte berichtet, jedoch mit vereinzelten Nebenwirkungen, insbesondere bei Rauchern.

Zusammenfassung

Retrospektive Fallserie (n=50 Kinder/Jugendliche mit Krebs, 2010–2017) zu medizinischem Cannabis als Supportivtherapie; Hauptindikation Übelkeit/Erbrechen; positive Wirkung in 80% der Fälle (Eltern-/Patientenangabe); gut verträglich, selten Toxizität (häufigste UAW: Halsbrennen, Angstattacken bei Rauchern).

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Abrahamov et al. ·1995 ·Life Sciences
183 mal zitiert

An efficient new cannabinoid antiemetic in pediatric oncology.

Design
Prospektive Fallserie
Stichprobe
n = 8 Pat.
Kernaussage

Delta-8-THC verhinderte chemotherapieinduziertes Erbrechen bei allen behandelten Kindern vollständig.

Zusammenfassung

n=8 Kinder (3–13 Jahre) mit hämatologischen Krebserkrankungen, Delta-8-THC (18 mg/m² p.o.) prophylaktisch 2h vor jedem Antineoplastikum-Zyklus, 480 Behandlungsverabreichungen über bis zu 8 Monate; Erbrechen vollständig verhindert in 100% der Behandlungen (480/480); Nebenwirkungen vernachlässigbar.

Übersichtsarbeiten

Nicht-systematische Übersichts- und Expertenarbeiten zur Einordnung der Evidenzlage.

2
B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Sharkey et al. ·2014 ·European Journal of Pharmacology
193 mal zitiert

Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids and the endocannabinoid system

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Narrative Review zur Rolle von Cannabinoiden und dem Endocannabinoid-System bei der Regulation von Übelkeit und Erbrechen; keine primären Studienergebnisse berichtet.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zur Regulation von Übelkeit und Erbrechen durch Cannabinoide und das Endocannabinoid-System. Diskutiert zentrale CB1/CB2-Mechanismen und therapeutisches Potenzial bei chemotherapie-induzierter und anderweitiger Übelkeit. Qualitative Synthese ohne systematische Datenextraktion.

B
Brafford May et al. ·2016 ·Cancer Management and Research

Dronabinol for chemotherapy-induced nausea and vomiting unresponsive to antiemetics

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Dronabinol (synthetisches delta-9-THC) bei chemotherapie-induzierter Übelkeit/Erbrechen (CINV), unresponsiv auf Standard-Antiemetika. Evaluiert Evidenz für Dronabinol als Monotherapie sowie in Kombination mit Ondansetron und Prochlorperazin. Cannabinoide zeigen geringere Wirksamkeit und mehr Nebenwirkungen als Serotonin-/Neurokinin-Antagonisten, gehören zu alternativen CINV-Optionen.

Laufende & kommende Studien

Laufende Studien befinden sich in der Erprobungsphase und sind kein Beleg für Wirksamkeit oder Sicherheit. Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken.

1
  • NCT06660901 ClinicalTrials.gov Cannabinoid Hyperemesis Syndrome. Prospective Multicenter Study of Patients Admitted to Adult Emergency Departments in Maine-et-Loire. Rekrutierung Start: 2025-07