Die Skala
5 Stufen · GRADE-orientiertDie Stufe richtet sich nicht allein nach dem Studientyp. Der Typ ist der Ausgangspunkt, doch methodische Schwächen ziehen die Bewertung nach unten. Eine Meta-Analyse aus vielen kleinen, widersprüchlichen Studien landet deshalb trotz hochwertigem Studientyp nur bei B.
S Beste Evidenz
Replizierter, konsistenter Effekt über unabhängige Studien hinweg.
- Cochrane Review
- Leitlinie
- RCT doppelblind groß
N ≥ 100 · ≥ 2 unabh. Studien
A Starke Evidenz
Klares quantifiziertes Ergebnis mit ausreichend Power.
- RCT
- Systematischer Review
- Meta-Analyse (homogen)
N ≥ 30 · einzelne Replikation
B Mittlere Evidenz
Effekt erkennbar, aber interne oder externe Validität begrenzt.
- RCT (klein)
- Kontrollierte Studie
- Meta-Analyse (heterogen)
N 15 – 100
C Schwache Evidenz
Vorläufige oder widersprüchliche Befunde, keine Randomisierung.
- Kohortenstudie
- Querschnittsstudie
- Fallserie
N 5 – 50 · keine Kontrolle
D Geringste Evidenz
Kein kontrollierter klinischer Nachweis.
- Fallbericht
- Expertenmeinung
- Pilotstudie
N < 20 · kein Vergleich
Orientiert an GRADE (Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation) und den Evidenzstufen des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine. Ist das Konfidenzmaß hoch genug, wird die Studie ins öffentliche Register aufgenommen; bei mittlerer Konfidenz bleibt sie zunächst als interner Entwurf zurück, bis sie geprüft wurde; bei niedriger Konfidenz wird sie nicht aufgenommen. Jede Bewertung kann jederzeit korrigiert oder herabgestuft werden. Die Auswertung ist KI-gestützt und wird vor der Veröffentlichung menschlich geprüft.
Je Indikation werden bis zu drei Studien als Schlüsselstudien hervorgehoben. Maßgeblich sind zwei Dinge zugleich: hohe methodische Aussagekraft, etwa Cochrane-Übersichten, große randomisierte Studien oder belastbare Meta-Analysen, und konkrete, eigene Ergebnisse genau zu dieser Indikation. Eine renommierte Übersicht, die ein Thema nur am Rande streift, wird hier deshalb nicht zur Schlüsselstudie. So zeigt jede Indikation die wenigen Arbeiten, die ihre Evidenzlage tatsächlich tragen.
Das Evidenz-Spektrum
1164 Studien · 52 IndikationenDie Verteilung aller Einträge über die Qualitätsstufen S bis D. Bewertet wird die Qualität, nicht die Studienart.
Das Werk
mechoulam ist mehr als eine Studienliste. Dahinter steckt ein System aus sieben Schritten: Es findet Studien, liest sie, bewertet sie, prüft sie und sichert alles ab. Tippen Sie eine Station an, um sie zu öffnen.
Jede der 52 Indikationen hat eine eigene Suchstrategie, aufgebaut aus validierten MeSH-Termen und booleschen Operatoren, nicht aus einem generischen „Cannabis + Krankheit".
Ein semantisches Ranking-Modell bewertet die Treffer anschließend nach konzeptioneller Nähe zur Indikation: Eine Arbeit, in der Schmerz nur am Rande erwähnt wird, rankt niedriger als eine, in der er der primäre Endpunkt ist.
Bekannte Einträge werden per DOI-Abgleich herausgefiltert. Das Ergebnis ist eine Kandidatenliste, in der jede Studie sowohl einen lexikalischen als auch einen semantischen Filter bestanden hat.
- MeSH-Terme
- 52 Suchstrategien
- semantisches Ranking
- DOI-Abgleich
Für jede Kandidatenstudie wird das PICO-Gerüst aufgebaut:
• Population (wer wurde untersucht)
• Intervention (welches Cannabinoid, Dosis, Applikationsweg)
• Comparator (Placebo, aktive Kontrolle oder keiner)
• Outcome (was wurde gemessen, in welcher Einheit, zu welchem Zeitpunkt)
Dazu kommen Studiendesign, Stichprobengröße N und das numerische Hauptergebnis. Das PICO-Schema erzwingt Vergleichbarkeit unabhängig davon, wie Autorinnen und Autoren ihr Abstract formuliert haben, und macht so Lücken in der Berichterstattung sichtbar.
- PICO-Extraktion
- Intervention & Dosis
- primärer Outcome
- Studiendesign
Jede Studie bekommt eine Evidenzstufe von S bis D. Grundlage ist die international etablierte GRADE-Methodik zusammen mit den Evidenzstufen des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine.
Der Studientyp ist dabei der Ausgangspunkt: Ein großer randomisierter Versuch oder ein systematischer Review startet hoch, eine Fallserie oder ein Einzelbericht niedrig. Von diesem Ausgangspunkt zieht die Bewertung dort ab, wo die Studie schwächelt: hohes Verzerrungsrisiko, widersprüchliche Ergebnisse, zu kleine Stichprobe oder ungenaue Effektschätzungen.
Zusätzlich vergibt das System ein Konfidenzmaß, also wie sicher es sich bei dieser Einordnung selbst ist. Dieses Maß entscheidet darüber, was anschließend mit der Studie geschieht (Schritt 6).
- GRADE-Methodik
- Oxford-Evidenzstufen
- Studientyp als Ausgangspunkt
- Abwertung bei Schwächen
- Konfidenzmaß
Vor der Aufnahme in das öffentliche Register muss jede Studie mehrere Pflicht-Prüfungen bestehen:
(1) Der Studientyp ist eindeutig klassifizierbar: RCT, kontrollierte Studie, Kohortenstudie, Querschnittsstudie, Fallserie, systematischer Review oder Meta-Analyse.
(2) Bei Primärstudien ist die Stichprobengröße N als Zahl vorhanden, bei Übersichtsarbeiten die Zahl der eingeschlossenen Studien k.
(3) Das Hauptergebnis ist quantifiziert: ein gemessener Effekt mit Richtung, keine Floskeln wie „Verbesserungen wurden beobachtet".
(4) Der Eintrag enthält keine Platzhalter oder Meta-Kommentare aus dem Auswerteschritt.
Besteht eine Studie diese Prüfungen nicht, wird sie nicht ins öffentliche Register übernommen, sondern als Entwurf zurückgehalten oder verworfen. Ob eine Studie inhaltlich überhaupt zur Indikation passt, wurde bereits in Schritt 1 durch das semantische Ranking sichergestellt.
- Pflicht-Prüfungen
- Studientyp klassifizierbar
- Stichprobe als Zahl
- quantifiziertes Ergebnis
- keine Floskeln
Das Register läuft unter vollständiger Versionskontrolle: Jede Änderung (Aufnahme, Aktualisierung, Tierwechsel, Rückzug) wird mit Zeitstempel, Quelle und dem auslösenden Prozess oder Reviewer protokolliert.
DOI-basierte Deduplizierung verhindert, dass dieselbe Studie unter mehreren Indikationen mit widersprüchlichen Bewertungen erscheint. Kanonische Formatzwänge normalisieren Autorenstrings, Zeitschriftennamen und Cannabinoid-Nomenklatur.
- Versionskontrolle
- DOI-Deduplizierung
- Rollback
- ISO-4-Normierung
- max. 3 Schlüsselstudien
Das System trifft die Erstbewertung, doch der Mensch behält die Kontrolle darüber. Studien, bei denen sich das System sehr sicher ist, werden direkt ins Register aufgenommen. Alles darunter bleibt zunächst als interner Entwurf liegen und erscheint erst nach Prüfung öffentlich.
Jeder Eintrag kann jederzeit angesehen, korrigiert oder herabgestuft werden: Erweist sich eine Studie als schwächer, erscheint eine fundierte Kritik, eine Zurückziehung durch die Autoren oder eine widersprüchliche neue Übersichtsarbeit, kann die Stufe gesenkt oder der Eintrag entfernt werden.
So ist das Register darauf ausgelegt, mit der Zeit nicht nur größer, sondern verlässlicher zu werden.
- Mensch behält Kontrolle
- hohe Sicherheit → direkt aufgenommen
- sonst Entwurf bis zur Prüfung
- Korrektur jederzeit
- Herabstufung möglich
01 sucht Der Scout
Jede der 52 Indikationen hat eine eigene Suchstrategie, aufgebaut aus validierten MeSH-Termen und booleschen Operatoren, nicht aus einem generischen „Cannabis + Krankheit".
Ein semantisches Ranking-Modell bewertet die Treffer anschließend nach konzeptioneller Nähe zur Indikation: Eine Arbeit, in der Schmerz nur am Rande erwähnt wird, rankt niedriger als eine, in der er der primäre Endpunkt ist.
Bekannte Einträge werden per DOI-Abgleich herausgefiltert. Das Ergebnis ist eine Kandidatenliste, in der jede Studie sowohl einen lexikalischen als auch einen semantischen Filter bestanden hat.
- MeSH-Terme
- 52 Suchstrategien
- semantisches Ranking
- DOI-Abgleich
02 extrahiert Das Lesen
Für jede Kandidatenstudie wird das PICO-Gerüst aufgebaut:
• Population (wer wurde untersucht)
• Intervention (welches Cannabinoid, Dosis, Applikationsweg)
• Comparator (Placebo, aktive Kontrolle oder keiner)
• Outcome (was wurde gemessen, in welcher Einheit, zu welchem Zeitpunkt)
Dazu kommen Studiendesign, Stichprobengröße N und das numerische Hauptergebnis. Das PICO-Schema erzwingt Vergleichbarkeit unabhängig davon, wie Autorinnen und Autoren ihr Abstract formuliert haben, und macht so Lücken in der Berichterstattung sichtbar.
- PICO-Extraktion
- Intervention & Dosis
- primärer Outcome
- Studiendesign
03 bewertet Die Note
Jede Studie bekommt eine Evidenzstufe von S bis D. Grundlage ist die international etablierte GRADE-Methodik zusammen mit den Evidenzstufen des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine.
Der Studientyp ist dabei der Ausgangspunkt: Ein großer randomisierter Versuch oder ein systematischer Review startet hoch, eine Fallserie oder ein Einzelbericht niedrig. Von diesem Ausgangspunkt zieht die Bewertung dort ab, wo die Studie schwächelt: hohes Verzerrungsrisiko, widersprüchliche Ergebnisse, zu kleine Stichprobe oder ungenaue Effektschätzungen.
Zusätzlich vergibt das System ein Konfidenzmaß, also wie sicher es sich bei dieser Einordnung selbst ist. Dieses Maß entscheidet darüber, was anschließend mit der Studie geschieht (Schritt 6).
- GRADE-Methodik
- Oxford-Evidenzstufen
- Studientyp als Ausgangspunkt
- Abwertung bei Schwächen
- Konfidenzmaß
04 prüft Der Wächter
Vor der Aufnahme in das öffentliche Register muss jede Studie mehrere Pflicht-Prüfungen bestehen:
(1) Der Studientyp ist eindeutig klassifizierbar: RCT, kontrollierte Studie, Kohortenstudie, Querschnittsstudie, Fallserie, systematischer Review oder Meta-Analyse.
(2) Bei Primärstudien ist die Stichprobengröße N als Zahl vorhanden, bei Übersichtsarbeiten die Zahl der eingeschlossenen Studien k.
(3) Das Hauptergebnis ist quantifiziert: ein gemessener Effekt mit Richtung, keine Floskeln wie „Verbesserungen wurden beobachtet".
(4) Der Eintrag enthält keine Platzhalter oder Meta-Kommentare aus dem Auswerteschritt.
Besteht eine Studie diese Prüfungen nicht, wird sie nicht ins öffentliche Register übernommen, sondern als Entwurf zurückgehalten oder verworfen. Ob eine Studie inhaltlich überhaupt zur Indikation passt, wurde bereits in Schritt 1 durch das semantische Ranking sichergestellt.
- Pflicht-Prüfungen
- Studientyp klassifizierbar
- Stichprobe als Zahl
- quantifiziertes Ergebnis
- keine Floskeln
05 sichert Das Fundament
Das Register läuft unter vollständiger Versionskontrolle: Jede Änderung (Aufnahme, Aktualisierung, Tierwechsel, Rückzug) wird mit Zeitstempel, Quelle und dem auslösenden Prozess oder Reviewer protokolliert.
DOI-basierte Deduplizierung verhindert, dass dieselbe Studie unter mehreren Indikationen mit widersprüchlichen Bewertungen erscheint. Kanonische Formatzwänge normalisieren Autorenstrings, Zeitschriftennamen und Cannabinoid-Nomenklatur.
- Versionskontrolle
- DOI-Deduplizierung
- Rollback
- ISO-4-Normierung
- max. 3 Schlüsselstudien
06 behält Kontrolle Der Mensch
Das System trifft die Erstbewertung, doch der Mensch behält die Kontrolle darüber. Studien, bei denen sich das System sehr sicher ist, werden direkt ins Register aufgenommen. Alles darunter bleibt zunächst als interner Entwurf liegen und erscheint erst nach Prüfung öffentlich.
Jeder Eintrag kann jederzeit angesehen, korrigiert oder herabgestuft werden: Erweist sich eine Studie als schwächer, erscheint eine fundierte Kritik, eine Zurückziehung durch die Autoren oder eine widersprüchliche neue Übersichtsarbeit, kann die Stufe gesenkt oder der Eintrag entfernt werden.
So ist das Register darauf ausgelegt, mit der Zeit nicht nur größer, sondern verlässlicher zu werden.
- Mensch behält Kontrolle
- hohe Sicherheit → direkt aufgenommen
- sonst Entwurf bis zur Prüfung
- Korrektur jederzeit
- Herabstufung möglich