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Sicherheit & Nebenwirkungen

52 kuratierte Studien · 4 Schlüsselstudien · mechoulam.de

Hinweis: Dieser Bereich bündelt Studien zu möglichen Risiken und Sicherheitsaspekten von Cannabis. Eine hohe Bewertung bedeutet hier: das Risiko ist gut belegt, nicht, dass Cannabis therapeutisch wirkt. So zeigen wir die Evidenz ausgewogen, in beide Richtungen.

Systematische Übersichten zeigen, dass THC-haltige Cannabisprodukte unerwünschte Wirkungen und therapiebedingte Studienabbrüche signifikant erhöhten, besonders bei älteren Menschen. Auch für Cannabidiol seien in höheren Dosen vermehrte Studienabbrüche, schwere unerwünschte Ereignisse und auffällige Leberwerte dokumentiert.

Bewertungsschema

Der Buchstabe bewertet die Qualität einer Studie, unabhängig vom Typ. Jeder Studientyp kann jede Note bekommen: auch ein Review kann B oder C sein, wenn er klein oder schwach ist, und ein RCT kann S sein. Die Note ist eine Synthese aus Studiendesign, Journal-Autorität und klinischer Verbindlichkeit:

S
Höchste Evidenz, große, methodisch erstklassige Studien oder S3-Leitlinien
A
Starke Evidenz, solide, aussagekräftige Studien mit klarem Ergebnis
B
Mittlere Evidenz, kleinere oder methodisch eingeschränkte Studien
C
Schwache Evidenz, vorläufige, indirekte oder widersprüchliche Befunde
D
Geringste Evidenz, explorative Hinweise, Einzelfälle oder Expertenmeinung

Qualitätsprofil je Studie

Links neben jeder Studie steht ein Profil aus vier Merkmalen, es zeigt die Unterschiede innerhalb einer Buchstaben-Klasse.

Größe
Teilnehmerzahl (RCT) bzw. eingeschlossene Studien (Review).
Verblindung
Doppelblind, einfachblind oder offen.
Effektstärke
Klarer Nutzen, gemischt, kein Nutzen oder Schaden.
Zitate / Jahr
Altersbereinigte Zitationshäufigkeit.

Zentrale Risiko-Studien

4
  1. 01
    A
    Adverse events caused by cannabinoids in middle aged and older adults for all indications: a meta-analysis of incidence rate difference.
    Velayudhan et al. ·2024 ·Age and ageing
    Lesen
  2. 02
    A
    Safety and tolerability of natural and synthetic cannabinoids in adults aged over 50 years: A systematic review and meta-analysis
    Velayudhan et al. ·2021 ·PLOS Medicine
    Lesen
  3. 03
    A
    Adverse effects of cannabidiol: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials
    Chesney et al. ·2020 ·Neuropsychopharmacology
    Lesen
  4. 04
    A
    Adverse events and cannabinoid use in cancer management: systematic review.
    Sosorburam et al. ·2025 ·BMJ supportive & palliative care
    Lesen

Systematische Reviews und Meta-Analysen

Synthesen der RCT-Evidenz nach Cochrane- und PRISMA-Standards.

11
A
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Senderovich et al. ·2024 ·Medical principles and practice
6 mal zitiert

Cannabis-Induced Gastrointestinal Tract Symptoms in the Adult Population: A Systematic Review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 13 Studien
n = 79.779 Pat.
Kernaussage

12 von 13 eingeschlossenen Studien berichteten gastrointestinale Symptome bei Cannabis-Nutzern, darunter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und adulte Invagination.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabis-induzierten gastrointestinalen Symptomen bei Erwachsenen; k=13 Studien (2 SR, 1 retrospektive Kohorte, 1 Chart Review, 2 Querschnitt, 1 Survey, 6 Fallberichte), n=79.779 Teilnehmende; 12/13 Studien berichten GI-Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, abdominelle Schmerzen); Limitationen: kleine Stichproben, heterogene Designs, Datenlücken bei geriatrischen Nutzenden.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Velayudhan et al. ·2024 ·Age and ageing
6 mal zitiert

Adverse events caused by cannabinoids in middle aged and older adults for all indications: a meta-analysis of incidence rate difference.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 58 Studien
n = 6.611 Pat.
Kernaussage

THC-haltige Cannabinoid-Arzneimittel zeigen erhöhte Raten unerwünschter Ereignisse (insbesondere Mundtrockenheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Wahrnehmungsprobleme und Schläfrigkeit) in dosisabhängiger Weise, während schwerwiegende Nebenwirkungen, Abbrüche und Todesfälle nicht signifikant erhöht sind.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse über k=58 RCTs (n=6.611, Alter ≥50 Jahre, 50% männlich, n=3.450 erhielten Cannabis-Produkte). Incidence Rate Difference (IRD) für alle unerwünschten Ereignisse bei THC-haltigen Produkten: THC allein IRD=18,83 (95% CI 1,47–55,79), THC:CBD-Kombination IRD=19,37 (95% CI 4,24–45,47). IRD für schwere Nebenwirkungen, Abbrüche, Todesfälle nicht signifikant erhöht. THC-dosisabhängig: Mundtrockenheit, Schwindel, Koordinationsschwierigkeiten, Somnolenz. Wöchentliche THC:CBD-Dosis-Interaktion relevant für neurologische, psychiatrische, kardiale Nebenwirkungen.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Velayudhan et al. ·2021 ·PLOS Medicine
46 mal zitiert

Safety and tolerability of natural and synthetic cannabinoids in adults aged over 50 years: A systematic review and meta-analysis

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 46 Studien
n = 6.216 Pat.
Kernaussage

THC-haltige Cannabinoide erhöhen signifikant die Rate unerwünschter Ereignisse bei Älteren, sind jedoch im Hinblick auf schwerwiegende UE und Todesfälle nicht gefährlicher als Kontrollen; CBD allein erscheint sicher.

Zusammenfassung

SR+MA, k=46 RCTs, n=6.216 Erwachsene ≥50 Jahre; THC-haltige CBMs erhöhten alle UAW signifikant: THC allein IRR 1,42 [95% CI 1,12–1,78]; THC:CBD-Kombination IRR 1,58 [95% CI 1,26–1,98]; THC:CBD erhöhte Abbruchrate wegen UAW (RR 1,40 [95% CI 1,08–1,80]); kein signifikant erhöhtes Risiko für schwere UAW oder Todesfälle; CBD allein: IRR 1,02 [95% CI 0,90–1,16], kein erhöhtes UAW-Risiko.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Kamp et al. ·2019 ·Neuropsychopharmacology
44 mal zitiert

Effects of sedative drug use on the dopamine system: a systematic review and meta-analysis of in vivo neuroimaging studies

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
n = 1.475 Pat. (gepoolt)
Kernaussage

Anders als bei Alkohol und Opioiden fand sich bei Cannabiskonsumenten kein signifikanter Unterschied in der striatalen Dopaminrezeptor-Verfügbarkeit.

Zusammenfassung

Meta-Analyse von In-vivo-Neuroimaging-Studien zum striatalen Dopaminsystem bei Nutzern von Alkohol, Opioiden und Cannabis (n=723 Substanznutzer, 752 gesunde Kontrollen). Cannabis-Nutzer zeigten KEINE signifikante Reduktion der striatalen D2/D3-Rezeptorverfügbarkeit im Vergleich zu Kontrollen — im Gegensatz zu Alkohol- (g=0,46) und Opioid-Nutzern (g=1,17). Zu wenige Cannabis-Studien für Dopamintransporter oder Synthesekapazität auswertbar.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Chesney et al. ·2020 ·Neuropsychopharmacology
278 mal zitiert

Adverse effects of cannabidiol: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 12 Studien
n = 803 Pat.
Kernaussage

CBD war assoziiert mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für Studienabbruch, ernsthafte Nebenwirkungen (besonders bei Kinderepilepsie), Durchfall, Somnolenz und Sedation im Vergleich zu Placebo.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse zu CBD-Sicherheit über k=12 doppelblinde RCTs (n=803). CBD vs. Placebo: erhöhtes Risiko für Studienabbruch (OR 2.61, 95% CI 1.38-4.96), schwere unerwünschte Ereignisse (OR 2.30, 95% CI 1.18-4.48), abnorme Leberwerte (OR 11.19, 95% CI 2.09-60.02), Pneumonie (OR 5.37, 95% CI 1.17-24.65), Appetitminderung (OR 3.56, 95% CI 1.94-6.53), Diarrhö (OR 2.61, 95% CI 1.46-4.67), Somnolenz (OR 2.23, 95% CI 1.07-4.64). Leberwert-Anomalien, Somnolenz, Sedierung und Pneumonie limitiert auf kindliche Epilepsie-Studien (Interaktion mit Clobazam/Valproat möglich). Nach Ausschluss kindlicher Epilepsie: nur Diarrhö assoziiert (OR 5.03, 95% CI 1.44-17.61).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Nader et al. ·2018 ·The American Journal of Drug and Alcohol Abuse
109 mal zitiert

Effects of regular cannabis use on neurocognition, brain structure, and function: a systematic review of findings in adults.

Design
Systematische Review
Stichprobe
k = 56 Studien
Kernaussage

Regelmäßiger Cannabiskonsum war mit leichten kognitiven Einbußen sowie strukturellen und funktionellen Hirnveränderungen assoziiert, bei allerdings heterogener Studienlage.

Zusammenfassung

Systematische Review (k=56 Studien, PubMed/LILACS/SciELO, 2010–2016) zu Effekten regulären Cannabis-Konsums auf Neurokognition, Hirnstruktur und -funktion bei Erwachsenen; subtile kognitive Defizite ≥7 Tage nach intensivem Konsum nachgewiesen. Wachsende Evidenz für Volumenreduktion im Hippocampus und reduzierte Grausubstanzdichte im Vergleich zu Nicht-Nutzern; morphologische Veränderungen anderer Hirnregionen kontrovers.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Madeo et al. ·2023 ·Current neuropharmacology
28 mal zitiert

Update on Cannabidiol Clinical Toxicity and Adverse Effects: A Systematic Review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 51 Studien
Kernaussage

CBD zeigt gute Verträglichkeit mit überwiegend milden bis moderaten Nebenwirkungen, aber wenige schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden berichtet, insbesondere bei Kombinationen mit anderen Medikamenten.

Zusammenfassung

Systematische Review zu CBD-Toxizität und Nebenwirkungen (k=51 Studien, Feb 2019–Sep 2022); primär therapieresistente Epilepsien untersucht. Häufigste Nebenwirkungen: Diarrhö, Somnolenz, Sedierung, Atemwegsinfekte (meist mild/moderat). CBD gut verträglich bei therapeutischen Dosen (Kinder & Erwachsene); wenige schwere Nebenwirkungen, v.a. bei Ko-Medikation mit Clobazam/Valproat.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Froude et al. ·2024 ·Journal of psychiatric research
11 mal zitiert

The prevalence of cannabis use disorder in attention-deficit hyperactivity disorder: A clinical epidemiological meta-analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 14 Studien
Kernaussage

Meta-Analyse zeigt erhöhte Prävalenz von Cannabis-Nutzungsstörungen bei ADHD (Lifetime 26,9%, aktuell 19,2%) und erhöhtes Risiko (2,85- bis 2,91-fach) im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse zur Prävalenz von Cannabis Use Disorder (CUD) bei ADHD; k=14 Studien. Lifetime-Prävalenz von CUD bei ADHD 26,9% (Prädiktionsintervall 12,4–48,8%), aktuelle Prävalenz 19,2% (Prädiktionsintervall 5,5–39,1%). Risiko-Ratio: ADHD-Patienten haben 2,85-fach erhöhtes Risiko für Lifetime-CUD und 2,91-fach erhöhtes Risiko für aktuellen CUD im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
McClure-Thomas et al. ·2026 ·Addiction (Abingdon, England)

A systematic review and meta-analysis of self-reported exposure to cannabis advertising and its association with cannabis use and intentions.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 21 Studien
n = 18 Pat.
Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse zu Cannabis-Werbung und Cannabis-Konsum (k=21 Studien, davon 10 in Meta-Analyse poolbar). Cross-sektionale Meta-Analyse: Cannabis-Werbeexposition vs. kein Kontakt assoziiert mit Cannabis-Konsum (aOR=1.77, 95% CI [1.32, 2.30], p<0.05); General-Advertising-Subgruppe aOR=1.67 [1.27, 2.21]. Moderate Heterogenität I²=42.3% (Q=22.73, p<0.05). 18/21 Studien cross-sektional, 3 longitudinal; Setting USA/Kanada, Alter 11–65+ Jahre.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Sosorburam et al. ·2025 ·BMJ supportive & palliative care
0 mal zitiert

Adverse events and cannabinoid use in cancer management: systematic review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 14 Studien
n = 12 Pat.
Kernaussage

Cannabinoid-Therapien sind mit einem breiten Spektrum von Nebenwirkungen assoziiert, insbesondere gastrointestinale, neurologische und psychiatrische Störungen, während sie möglicherweise symptomatische Linderung bieten.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=14 RCTs zu Nebenwirkungen von Cannabinoid-Therapien bei erwachsenen Krebs-Patienten (n=12–399 pro Studie, Interventionsdauer 48h–12 Monate). Häufigste Nebenwirkungen: gastrointestinal (Übelkeit, Mundtrockenheit), neurologisch (Schwindel, Somnolenz) und psychiatrisch (Angst, Halluzinationen). 1–>12 unterschiedliche Nebenwirkungen pro Studie berichtet. 10 Studien mit 'some concerns', 2 mit 'high risk' im Bias-Assessment.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Dos Santos et al. ·2020 ·Expert opinion on drug metabolism & toxicology
67 mal zitiert

Serious adverse effects of cannabidiol (CBD): a review of randomized controlled trials.

Design
Systematic Review
Stichprobe
Systematische Review
Kernaussage

Schwerwiegende Nebenwirkungen von CBD sind selten, umfassen aber erhöhte Transaminasen, Krampfanfälle, Sedation, Lethargie und Infektionen der oberen Atemwege, teilweise in Zusammenhang mit Arzneimittelwechselwirkungen.

Zusammenfassung

Systematische Analyse schwerer Adverse Events (SAEs) in RCTs mit oralem CBD (≥1 Woche). SAEs selten; umfassen erhöhte Transaminasen (Interaktion mit Valproat), Konvulsionen, Sedierung, Lethargie, Atemwegsinfektionen (Interaktion mit Clobazam). Monitoring bei Ko-Medikation mit Antiepileptika empfohlen.

Randomisierte Kontrollierte Studien

Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege aus kontrollierten Interventionsstudien.

30
A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Taylor et al. ·2018 ·CNS Drugs
462 mal zitiert

A Phase I, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Single Ascending Dose, Multiple Dose, and Food Effect Trial of the Safety, Tolerability and Pharmacokinetics of Highly Purified Cannabidiol in Healthy Subjects

Design
Phase-I-RCT (Single Ascending Dose + Multiple Dose + Food Effect)
Stichprobe
n = 50 Pat.
Kernaussage

CBD war bei allen Dosierungen gut verträglich ohne schwerwiegende UAW, zeigte jedoch gastrointestinale Nebenwirkungen und eine stark nahrungsabhängige Bioverfügbarkeit.

Zusammenfassung

Phase-I-Sicherheitsstudie an gesunden Probanden, CBD oral 1500–6000 mg (SAD), 750/1500 mg 2x täglich (MD); CBD gut verträglich, alle UAW leicht bis moderat, keine schweren/ernsten Ereignisse, keine Studienabbrüche; häufigste UAW: Diarrhö, Übelkeit, Kopfschmerz, Somnolenz; Hochfett-Mahlzeit erhöhte CBD-Exposition (Cmax und AUCt) um 4,85- bzw. 4,2-fach; t½ terminal ~60 h nach Mehrfachdosierung.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Englund et al. ·2013 ·Journal of Psychopharmacology
462 mal zitiert

Cannabidiol inhibits THC-elicited paranoid symptoms and hippocampal-dependent memory impairment

Design
RCT (between-subjects, experimentell)
Stichprobe
n = 48 Pat.
Kernaussage

CBD 600 mg hemmte THC-induzierte Paranoia und hippocampusabhängige Gedächtnisbeeinträchtigung signifikant gegenüber Placebo.

Zusammenfassung

n=48 gesunde Probanden, RCT: CBD 600 mg oral vor IV-THC 1,5 mg. THC-induzierte Paranoia (SSPS) signifikant reduziert durch CBD-Vorbehandlung (t=2,28, p<0,05); Gedächtnisbeeinträchtigung (HVLT-R -10,6% Placebo vs. -0,4% CBD, t=2,39, p<0,05). Belegt Cannabis-THC als Risikofaktor für akute psychiatrische UAW; CBD-Koapplikation als Schutzfaktor.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Laux et al. ·2019 ·Epilepsy Research
180 mal zitiert

Long-term safety and efficacy of cannabidiol in children and adults with treatment resistant Lennox-Gastaut syndrome or Dravet syndrome: Expanded access program results.

Design
Open-label Expanded Access Programm (multi-center, Klasse-III-Evidenz)
Stichprobe
n = 607 Pat.
Kernaussage

Add-on-CBD reduzierte motorische Anfälle bei LGS/DS langfristig konsistent um median 50% mit akzeptablem Sicherheitsprofil.

Zusammenfassung

n=607 Patienten (multi-center EAP), CBD (Epidiolex) Langzeit-Follow-up bis 144 Wochen. Häufigste UAW: Somnolenz 30%, Diarrhoe 24%. Abbruchrate LGS/DS 28%, davon 20% wegen fehlender Wirksamkeit, 4 wegen UAW. Akzeptables Sicherheitsprofil bei Langzeitanwendung.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gaston et al. ·2021 ·Epilepsy & Behavior
37 mal zitiert

Long-term safety and efficacy of highly purified cannabidiol for treatment refractory epilepsy.

Design
Open-Label Expanded Access Program (prospektiv, 2 Jahre)
Stichprobe
n = 169 Pat.
Kernaussage

Hochgereinigtes CBD reduziert Anfallsfrequenz und -schwere bei therapierefraktärer Epilepsie signifikant und anhaltend über 2 Jahre.

Zusammenfassung

n=169 TRE-Patienten (Kinder + Erwachsene), CBD bis 50 mg/kg/Tag über bis zu 2 Jahre. Häufigste UAW: Diarrhö, Sedierung, verminderter Appetit. Adverse Events Profile (AEP) zeigte signifikante Verbesserung gegenüber Baseline zu mehreren Zeitpunkten (p<0,0001); mittlere AEP-Werte stets <Baseline über Studiendauer. Anteil mit UAW-bedingtem Therapieabbruch war Minderheit — CBD gut verträglich bei Langzeitanwendung bis 2 Jahre.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Crippa et al. ·2021 ·JAMA Network Open
91 mal zitiert

Efficacy and Safety of Cannabidiol Plus Standard Care vs Standard Care Alone for the Treatment of Emotional Exhaustion and Burnout Among Frontline Health Care Workers During the COVID-19 Pandemic

Design
RCT (offen, randomisiert 1:1)
Stichprobe
n = 120 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte emotionale Erschöpfungs-Symptome signifikant, verursachte jedoch ausschließlich im Verumarm schwerwiegende Nebenwirkungen (Hepatotoxizität, Pharmakodermie).

Zusammenfassung

RCT (n=120), CBD 300 mg/d vs. Standard-Versorgung über 28 Tage bei Frontline-Gesundheitspersonal; 5 schwerwiegende UAW im CBD-Arm: 4 Leberwerterhöhungen (1 kritisch, 3 mild), 1 schwere Pharmakodermie; Therapieabbruch bei 2 Teilnehmenden (n=2/61, ~3,3%). Primäres Wirksamkeits-Outcome (Burnout-Skala) zeigte Verbesserung (Tagesdifferenz Tag 28: 4,01 Punkte, 95%-KI 0,43–7,59), doch Lebertoxizität als relevantes Sicherheitssignal für CBD.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Schloss et al. ·2021 ·Frontiers in Oncology
60 mal zitiert

A Phase 2 Randomised Clinical Trial Assessing the Tolerability of Two Different Ratios of Medicinal Cannabis in Patients With High Grade Gliomas.

Design
Phase-2-RCT
Stichprobe
n = 88 Pat.
Kernaussage

Die 1:1-Ratio medizinischen Cannabis verbesserte Schlaf, körperliche und funktionelle Kapazität signifikant ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Phase-2-RCT n=88 Gliom-Patienten; keine schwerwiegenden UAW; häufige leichte UAW: Mundtrockenheit, nächtliche Müdigkeit, Schwindel, Schläfrigkeit; gut verträgliche einmalige Nachtdosis THC-haltigem medizinischen Cannabis (kein SAE-Signal).

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Scheffer et al. ·2021 ·JAMA Network Open
36 mal zitiert

Safety and Tolerability of Transdermal Cannabidiol Gel in Children With Developmental and Epileptic Encephalopathies: A Nonrandomized Controlled Trial.

Design
Nicht-randomisierte kontrollierte Studie
Stichprobe
n = 48 Pat.
Kernaussage

Transdermales CBD-Gel war sicher und mit relevanter Anfallsfrequenzreduktion sowie Verbesserungen der Lebensqualität assoziiert.

Zusammenfassung

Sicherheitsprofil transdermales CBD-Gel (n=48 Kinder, DEEs): 60% ≥1 behandlungsassoziiertes UE; 96% der UEs leicht/moderat; häufigste UEs Applikationsstellen-Trockenheit, -Schmerz und Somnolenz (je 8%); kein gastrointestinales UE außer Diarrhö bei 1 Patienten; keine schweren behandlungsassoziierten UEs dokumentiert.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Park et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
20 mal zitiert

Long-term efficacy and safety of cannabidiol (CBD) in children with treatment-resistant epilepsy: Results from a state-based expanded access program.

Design
Multizentrisches Erweiterungs-Zugangsprogramm (Open-Label, 36 Monate)
Stichprobe
n = 45 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte Anfallshäufigkeit und Major-Anfälle signifikant und erhöhte anfallsfreie Tage gegenüber Baseline.

Zusammenfassung

n=45 Kinder mit TRE, CBD bis 50 mg/kg/Tag über bis zu 36 Monate; 100% der Patienten erlebten ≥1 unerwünschtes Ereignis (UE); 12 Kinder berichteten 20 schwerwiegende UE, keines wurde als CBD-bedingt eingestuft; Hochdosis-Gruppe zeigte vor Dosiserhöhung mehr UE, jedoch signifikant niedrigere UE-Rate nach Umstieg auf >25 mg/kg/Tag (p=0,004); Behandlung bis 50 mg/kg/Tag insgesamt gut verträglich.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Curtis et al. ·2009 ·Movement Disorders
157 mal zitiert

A pilot study using nabilone for symptomatic treatment in Huntington's disease.

Design
RCT (doppelblind, Placebo-kontrolliert, Cross-over)
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

Nabilone verbesserte Chorea und neuropsychiatrische Symptome, nicht aber den Gesamtmotorscore gegenüber Placebo.

Zusammenfassung

n=44 Huntington-Patienten (nabilone 1–2 mg vs. Placebo, Cross-over); Nabilone sicher und gut verträglich, keine psychotischen Episoden; Behandlungsunterschied im UHDRS-Gesamtmotorik-Score 0,86 (95% CI: −1,8 bis 3,52); Chorea-Score-Differenz 1,68 (95% CI: 0,44 bis 2,92). Kein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis dokumentiert.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schoedel et al. ·2018 ·Epilepsy & Behavior
166 mal zitiert

Abuse potential assessment of cannabidiol (CBD) in recreational polydrug users: A randomized, double-blind, controlled trial

Design
RCT (crossover, doppelblind)
Stichprobe
n = 43 Pat.
Kernaussage

Therapeutisches CBD (750 mg) zeigt kein relevantes Missbrauchspotenzial; höhere Dosen erzeugen geringe, aber signifikant geringere subjektive Effekte als die positiven Kontrollen Alprazolam und Dronabinol.

Zusammenfassung

n=43 gesunde Freizeitdrogennutzer, randomisierter Crossover-RCT; CBD 750 mg zeigte kein signifikant höheres Missbrauchspotenzial vs. Placebo (Drug-Liking E_max p=0.51); CBD 1500 mg und 4500 mg statistisch unterschiedlich von Placebo (p=0.04 bzw. p=0.002), jedoch mittlere Differenz <10 VAS-Punkte vs. >18 Punkte für positive Kontrollen (Alprazolam, Dronabinol); keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Tayo et al. ·2020 ·Clinical Pharmacokinetics
63 mal zitiert

A Phase I, Open-Label, Parallel-Group, Single-Dose Trial of the Pharmacokinetics, Safety, and Tolerability of Cannabidiol in Subjects with Mild to Severe Renal Impairment.

Design
Phase-I-Studie (offen, Parallel-Gruppe)
Stichprobe
n = 32 Pat.
Kernaussage

Niereninsuffizienz hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von CBD; keine Dosisanpassung erforderlich.

Zusammenfassung

Phase-I-Sicherheitsstudie (n=32; je n=8 für leichte/mittelschwere/schwere Niereninsuffizienz und Normfunktion); Einzeldosis 200 mg orales CBD (Epidiolex). Kein statistisch signifikanter Unterschied in Cmax, AUCt oder AUC∞ zwischen Niereninsuffizienz-Gruppen und Normfunktion (Cmax-Verhältnis GMR 0,68–1,35). 5 UAW insgesamt, alle mild; keine schwerwiegenden UAW oder Abbrüche. CBD bei variierender Nierenfunktion gut verträglich; kein Dosierungsanpassungsbedarf.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Taylor et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
53 mal zitiert

Abrupt withdrawal of cannabidiol (CBD): A randomized trial

Design
RCT (randomisiert, placebokontrolliert, gesunde Probanden)
Stichprobe
n = 30 Pat.
Kernaussage

Abruptes Absetzen von CBD führte bei gesunden Probanden zu keinem klinisch messbaren Entzugssyndrom.

Zusammenfassung

n=30 gesunde Probanden: CBD 750 mg zweimal täglich (Epidiolex) über 4 Wochen, dann abruptes Absetzen vs. Placebo. Kein Entzugssyndrom nachweisbar; CWS-Scores 0–4/190 (Arm 1) vs. 0–0,5/190 (Arm 2); PWC-20-Medianscores 0/60 in beiden Armen. 97 % der Probanden in Teil 1 berichteten UAW; häufigste: Durchfall (63 %). 9 Studienabbrüche wegen UAW in Teil 1; keine schwerwiegenden UAW.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
de Vries et al. ·2016 ·British Journal of Clinical Pharmacology
51 mal zitiert

Single dose delta-9-tetrahydrocannabinol in chronic pancreatitis patients: analgesic efficacy, pharmacokinetics and tolerability

Design
RCT (randomized, double-blind, placebo-controlled crossover)
Stichprobe
n = 24 Pat.
Kernaussage

Δ9-THC reduzierte den chronischen Abdominalschmerz bei Pankreatitis nicht signifikant gegenüber aktivem Placebo.

Zusammenfassung

n=24 Patienten (chronische Pankreatitis), Δ9-THC 8 mg oral vs. Diazepam; Angstgefühl und Herzfrequenz nach THC signifikant erhöht (p signifikant); häufigste UAW: Somnolenz, Mundtrockenheit, Schwindel, euphorische Stimmung. THC insgesamt gut verträglich; keine schwerwiegenden UAW bei Einzeldosis.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Perkins et al. ·2020 ·European Journal of Drug Metabolism and Pharmacokinetics
32 mal zitiert

A Phase 1, Randomised, Placebo-Controlled, Dose Escalation Study to Investigate the Safety, Tolerability and Pharmacokinetics of Cannabidiol in Fed Healthy Volunteers.

Design
Phase-1-RCT (Dose Escalation)
Stichprobe
n = 24 Pat.
Kernaussage

CBD war in allen Dosisstufen gut verträglich, ohne klinisch relevante Sicherheitssignale und mit dosisproportionaler Plasmaexposition.

Zusammenfassung

Phase-1-Dosiseskalations-RCT (n=24 gesunde Probanden), orale CBD-Formulierung 5/10/20 mg/kg vs. Placebo; keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SAEs), keine klinisch relevanten Laborauffälligkeiten oder EKG-Veränderungen. Häufigste TEAEs: Kopfschmerz (17%) und Diarrhö (8%). CBD gut verträglich mit dosislinearer Plasmaexposition (Cmax und AUC proportional) und Halbwertszeit ~70 h.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
VanLandingham et al. ·2020 ·The Journal of Clinical Pharmacology
43 mal zitiert

A Phase 2, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial to Investigate Potential Drug-Drug Interactions Between Cannabidiol and Clobazam.

Design
RCT (Phase 2, doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte keinen DDI mit Clobazam selbst, erhöhte aber die Exposition des Metaboliten N-Desmethylclobazam signifikant um das 2- bis 2,6-Fache.

Zusammenfassung

Phase-2-RCT (n=20) zu pharmakokinetischer Interaktion von CBD (Epidiolex) mit Clobazam bei Epilepsie-Patienten: keine DDI zwischen CBD und CLB (GMR Cmax=1,0; AUCtau=1,1; 90%CI 0,8–1,2 bzw. 0,9–1,2), jedoch signifikante DDI mit N-Desmethylclobazam (GMR Cmax=2,2, AUCtau=2,6; 90%CI 1,4–3,5 bzw. 2,0–3,6). UAW überwiegend leicht bis moderat; 1 schwerwiegender AE (Anfallscluster) führte zu CBD-Abbruch.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Hess et al. ·2016 ·Epilepsia
188 mal zitiert

Cannabidiol as a new treatment for drug-resistant epilepsy in tuberous sclerosis complex.

Design
Open-Label-Studie (Erweiterter Zugang)
Stichprobe
n = 18 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die Anfallsfrequenz bei TSC-Patienten deutlich, mit konsistenten Responder-Raten von 38,9–50 % über 12 Monate.

Zusammenfassung

n=18 Kinder/Jugendliche mit TSC-assoziierter refraktärer Epilepsie unter CBD: UAW-Rate 66,7% (12/18 Patienten). Häufigste UAW: Somnolenz 44,4% (8/18), Ataxie 27,8% (5/18), Diarrhö 22,2% (4/18). Alle UAW als möglicherweise CBD-bedingt eingestuft. Kein Therapieabbruch wegen UAW berichtet. Sicherheitsprofil konsistent mit anderen CBD-Expansionsstudien bei refraktärer Epilepsie.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Geffrey et al. ·2015 ·Epilepsia
479 mal zitiert

Drug–drug interaction between clobazam and cannabidiol in children with refractory epilepsy

Design
Open-Label-Studie (Erweiterter Zugang, IND-Studie)
Stichprobe
n = 13 Pat.
Kernaussage

CBD führt zu klinisch relevanter Arzneimittelinteraktion mit Clobazam (stark erhöhte Norclobazam-Spiegel), ermöglicht aber bei 70% der Patienten eine >50%ige Anfallsreduktion.

Zusammenfassung

n=13 Kinder mit refraktärer Epilepsie: CBD-Clobazam-Interaktion mit klinischer Sicherheitsrelevanz. CLB-Spiegel +60±80% (95%-KI –2 bis +91%), N-Desmethylclobazam (nCLB) +500±300% (95%-KI +90 bis +610%) nach 4 Wochen. UAW bei 77% der Patienten (10/13); durch CLB-Dosisreduktion bei 77% (10/13) behoben. Sicherheitsrelevante Erkenntnis: CYP2C19-Hemmung durch CBD → nCLB-Akkumulation; Monitoring zwingend erforderlich.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Efron et al. ·2021 ·British Journal of Clinical Pharmacology
37 mal zitiert

A pilot randomised placebo-controlled trial of cannabidiol to reduce severe behavioural problems in children and adolescents with intellectual disability.

Design
Pilot-RCT (doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 8 Pat.
Kernaussage

Das Studienprotokoll war vollständig durchführbar und akzeptabel; ein vorläufiges Wirksamkeitssignal zugunsten von Cannabidiol wurde beobachtet, ohne signifikante unerwünschte Ereignisse.

Zusammenfassung

Pilot-RCT (n=8 Kinder mit intellektueller Behinderung und schweren Verhaltensproblemen, 8–16 Jahre); CBD 20 mg/kg/Tag (max. 500 mg 2×/Tag) vs. Placebo über 8 Wochen; 0 schwerwiegende UAW, 0 Studienabbrüche; Medikamenten-Adhärenz 100%; Bluttests 92%; Elternakzeptanz hoch; Wirksamkeitssignal zugunsten CBD.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Morrison et al. ·2019 ·Clinical Pharmacology in Drug Development
195 mal zitiert

A Phase 1, Open-Label, Pharmacokinetic Trial to Investigate Possible Drug-Drug Interactions Between Clobazam, Stiripentol, or Valproate and Cannabidiol in Healthy Subjects

Design
Phase-1-Pharmakokinetik-Studie (offenes Design, gesunde Probanden)
Stichprobe
Kernaussage

CBD erhöhte die N-Desmethylclobazam-Exposition deutlich (3,4-fach) und beeinflusste Stiripentol moderat, während Valproat und CBD gegenseitig keine klinisch relevante Interaktion zeigten.

Zusammenfassung

Phase-1-DDI-Studie (gesunde Probanden): CBD (GW-Formulierung, Epidiolex) hemmt CYP3A4/2C19 — N-Desmethylclobazam-Exposition 3,4-fach erhöht bei Komedikation mit Clobazam; Stiripentol-AUC 1,6-fach erhöht; kein klinisch relevanter Effekt auf Valproat. Stiripentol senkte 7-OH-CBD-Exposition um 29 %. Keine Todesfälle, keine schwerwiegenden UAW; CBD moderat verträglich bei allen Komedikationen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Wheless et al. ·2019 ·CNS Drugs
112 mal zitiert

Pharmacokinetics and Tolerability of Multiple Doses of Pharmaceutical-Grade Synthetic Cannabidiol in Pediatric Patients with Treatment-Resistant Epilepsy.

Design
Open-Label-Sicherheitsstudie (PK/Safety)
Stichprobe
n = 61 Pat.
Kernaussage

CBD oral war bei pädiatrischen Epilepsiepatienten kurzfristig gut verträglich, zeigte jedoch relevante pharmakokinetische Interaktionen mit Clobazam und interindividuelle Expositionsvariabilität.

Zusammenfassung

n=61 pädiatrische Patienten (1–17 Jahre) mit therapieresistenter Epilepsie; häufigste UAW unter CBD-Lösung: Somnolenz 21,3%, Anämie 18,0%, Diarrhö 16,4%; relevante bidirektionale Arzneimittelinteraktion mit Clobazam (2,5-fach erhöhte CBD-Exposition bei 40 mg/kg/Tag); kurzzeitige Anwendung generell gut verträglich.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Metternich et al. ·2021 ·Epilepsy & Behavior
28 mal zitiert

Cognitive and behavioral effects of cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy.

Design
Open-Label-Studie
Stichprobe
n = 39 Pat.
Kernaussage

CBD-Behandlung führte zu keinen kognitiven Verschlechterungen und verbesserte selektive Aufmerksamkeit sowie Verhalten signifikant.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie (n=39 Epilepsiepatienten), CBD über 3 Monate: keine adversen kognitiven Gruppeneffekte; >89% aller Testergebnisse stabil oder verbessert; kein signifikanter Zusammenhang zwischen CBD-Dosis und kognitiven Veränderungen. CBD zeigt aus kognitiver und verhaltensbezogener Perspektive ein günstiges Nebenwirkungsprofil.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2018 ·Neurology
450 mal zitiert

Randomized, dose-ranging safety trial of cannabidiol in Dravet syndrome

Design
Randomisierte Sicherheitsstudie (Dose-Ranging RCT, Class I Evidence)
Stichprobe
n = 34 Pat.
Kernaussage

CBD war bei Dravet-Syndrom-Kindern dosisporportional bioverfügbar und generell verträglich, zeigte jedoch Interaktionen mit Clobazam-Metabolit und transiente Transaminasenerhöhungen unter Valproat.

Zusammenfassung

n=34 Kinder mit Dravet-Syndrom (4–10 Jahre), CBD 5/10/20 mg/kg/d vs. Placebo. Abschlussrate 94% (32/34). CBD verursachte mehr unerwünschte Ereignisse als Placebo (Class-I-Evidenz): häufigste UAW Fieber, Somnolenz, Appetitverlust, Sedierung, Erbrechen, Ataxie, auffälliges Verhalten. 6 von 34 Patienten (17,6%) entwickelten erhöhte Transaminasen (alle erholt); Interaktion mit N-Desmethylclobazam (nCLB-Spiegel erhöht). Insgesamt gut verträglich bei therapeutischen Dosen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Pietrafusa et al. ·2019 ·Pediatric Drugs
35 mal zitiert

Purified Cannabidiol for Treatment of Refractory Epilepsies in Pediatric Patients with Developmental and Epileptic Encephalopathy.

Design
Prospektive Open-Label-Studie (einzentral)
Stichprobe
n = 29 Pat.
Kernaussage

Artisanales CBD reduzierte bei knapp 38% der Kinder die Anfallsfrequenz um mindestens 50%, bei der Mehrheit zeigte sich jedoch kein Benefit.

Zusammenfassung

n=29 pädiatrische DEE-Patienten, CBD-Öl bis 25 mg/kg/Tag ≥6 Monate; unerwünschte Ereignisse bei 7/29 (24,1%) — häufigste: Somnolenz, Appetitminderung, Diarrhö; alle mild und transient, keine Dosisanpassung von CBD oder Komedikation erforderlich; kein Patient berichtete Verschlechterung der Anfallsfrequenz als Nebenwirkung; Sicherheitsprofil artisanaler CBD-Zubereitung (98–99% rein) akzeptabel.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Twelves et al. ·2021 ·British Journal of Cancer
151 mal zitiert

A phase 1b randomised, placebo-controlled trial of nabiximols cannabinoid oromucosal spray with temozolomide in patients with recurrent glioblastoma.

Design
Phase-1b-RCT (randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 21 Pat.
Kernaussage

Nabiximols war sicher und tolerierbar; das 1-Jahres-Überleben war numerisch höher als unter Placebo, die Progressionsfreiheit nach 6 Monaten jedoch identisch.

Zusammenfassung

Phase-1b-Sicherheitsdaten für Nabiximols + Temozolomid bei Glioblastom (n=21); häufigste UAW: Erbrechen, Schwindel, Fatigue, Übelkeit, Kopfschmerz (überwiegend Grad 2–3 CTCAE); kein Drug-Drug-Interaktion mit TMZ; akzeptables Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil bei individualisierter Dosierung.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Good et al. ·2020 ·Journal of Palliative Medicine
40 mal zitiert

An Open-Label Pilot Study Testing the Feasibility of Assessing Total Symptom Burden in Trials of Cannabinoid Medications in Palliative Care.

Design
Open-Label-Pilotstudie (zweiarmig)
Stichprobe
n = 21 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide (CBD/THC) waren überwiegend gut verträglich und führten bei 43% der Palliativpatienten zu einer relevanten Symptomreduktion, jedoch ohne Kontrollgruppe und mit hoher Dropout-Rate bis Tag 28.

Zusammenfassung

Pilottrial n=21 Krebspatienten in Palliativversorgung (CBD n=16, THC n=5); mediane maximale Toleranzdosis CBD 300 mg/Tag, THC 10 mg/Tag; Schläfrigkeit als häufigste UAW; 43% Response-Rate; keine lebensbedrohlichen UAW berichtet; 86% Studienabschluss-Rate zu Tag 14 — Machbarkeits- und Sicherheitsdaten für eskalierendes CBD/THC-Dosierungsregime.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Heussler et al. ·2019 ·Journal of Neurodevelopmental Disorders
104 mal zitiert

A phase 1/2, open-label assessment of the safety, tolerability, and efficacy of transdermal cannabidiol (ZYN002) for the treatment of pediatric fragile X syndrome.

Design
Phase 1/2 Open-Label-Studie
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

ZYN002 reduzierte Angst- und Verhaltenssymptome signifikant und war gut verträglich, ohne schwerwiegende unerwünschte Ereignisse.

Zusammenfassung

Phase 1/2 Sicherheitsstudie (n=20 pädiatrische Patienten) mit transdermalem CBD-Gel (ZYN002) über 12 Wochen: 85% der Teilnehmenden berichteten treatment-emergent AEs, davon 70% leichtgradige — keine schwerwiegenden UAW. Diarrhö, Ermüdung und Somnolenz als häufige Nebenwirkungen dokumentiert. CBD gut verträglich bei Dosen von 50–250 mg/Tag.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hosseini et al. ·2021 ·British Journal of Clinical Pharmacology
38 mal zitiert

A phase I trial of the safety, tolerability and pharmacokinetics of cannabidiol administered as single-dose oil solution and single and multiple doses of a sublingual wafer in healthy volunteers.

Design
Phase-I-RCT (open-label, 4-way-crossover)
Stichprobe
n = 12 Pat.
Kernaussage

CBD-Wafer und Öllösung waren gut verträglich und zeigten eine vergleichbare Bioverfügbarkeit wie Nabiximols, mit leichten bis moderaten unerwünschten Ereignissen wie Somnolenz und Stimmungsveränderungen.

Zusammenfassung

Phase-I-Sicherheitsstudie (n=12 gesunde Probanden): CBD als sublinguale Wafer (25/50 mg) oder Öllösung (50 mg) vs. Nabiximols-Spray. UAW: leichte bis moderate Somnolenz, Sedierung und Stimmungsveränderungen; keine schwerwiegenden Ereignisse. Relative Bioverfügbarkeit Wafer vs. Öl: 90%-KI 83–131% (äquivalent). Maximale CBD-Plasmakonzentration: 9,4 ng/mL (Öl) vs. 11,9 ng/mL (Wafer); Halbwertszeit ca. 6 Stunden. Kein statistisch signifikanter Unterschied der AUC gegenüber Nabiximols.

C
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Crockett et al. ·2020 ·Epilepsia
74 mal zitiert

A phase 1, randomized, pharmacokinetic trial of the effect of different meal compositions, whole milk, and alcohol on cannabidiol exposure and safety in healthy subjects.

Design
Phase-1-RCT (Pharmakokinetik + Sicherheit, gesunde Probanden)
Stichprobe
n = 29 Pat.
Kernaussage

Fettreiche Mahlzeiten steigern die CBD-Bioverfügbarkeit am stärksten (3,8-fach AUC, 5,2-fach Cmax), gefolgt von fettarmen Mahlzeiten, Vollmilch und Alkohol.

Zusammenfassung

Phase-1-RCT (n=29 Nüchtern-Referenzgruppe) zu CBD 750 mg (Epidiolex) und Nahrungseinfluss auf Exposition: AUC 3,8-fach höher mit fettreicher Mahlzeit (vs. nüchtern), Cmax 5,2-fach erhöht; fettarme Mahlzeit +2,7-fach AUC; Vollmilch +2,4-fach AUC; Alkohol +1,6-fach AUC. Keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Consroe et al. ·1991 ·Pharmacology Biochemistry and Behavior
316 mal zitiert

Controlled clinical trial of cannabidiol in Huntington's disease.

Design
RCT (cross-over)
Stichprobe
n = 15 Pat.
Kernaussage

CBD war gegenüber Placebo weder symptomatisch wirksam noch toxisch bei Huntington-Patienten.

Zusammenfassung

Doppelblinder randomisierter Cross-over-Versuch n=15 HD-Patienten; orales CBD ~700 mg/Tag für 6 Wochen vs. Placebo; kein signifikanter Unterschied (p>0,05) auf Chorea-Schweregrad, klinische Laborwerte oder Cannabis-Nebenwirkungs-Inventar; CBD sicher und nicht-toxisch bei hoher Dosierung über 6 Wochen.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Herlopian et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
41 mal zitiert

Cannabidiol in treatment of refractory epileptic spasms: An open-label study.

Design
Open-Label-Expanded-Access-Studie
Stichprobe
n = 9 Pat.
Kernaussage

CBD als Zusatztherapie erzielte hohe Responderraten und EEG-Verbesserungen bei refraktären epileptischen Spasmen im Kindesalter.

Zusammenfassung

Sicherheits-Daten aus Open-Label-Studie (n=9 Kinder mit refraktären epileptischen Spasmen): Nebenwirkungsrate 89% (n=8), primär Somnolenz; keine schwerwiegenden UAW berichtet, die zum Abbruch geführt hätten. CBD-Expanded-Access-Dosierung bis 25 mg/kg/Tag als Zusatztherapie gut toleriert.

Real-World-Evidenz und Beobachtungsstudien

Daten aus klinischer Versorgungspraxis, Registern und Pflichterhebungen.

10
A
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Cougle et al. ·2015 ·Journal of Psychiatric Research
86 mal zitiert

Quality of life and risk of psychiatric disorders among regular users of alcohol, nicotine, and cannabis: An analysis of the National Epidemiological Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC).

Design
Prospektive Längsschnittkohorte (NESARC)
Stichprobe
n = 43.093 Pat.
Kernaussage

Regulärer Cannabiskonsum erhöht prospektiv das Risiko für spezifische psychiatrische Störungen und vermindert die psychische Lebensqualität.

Zusammenfassung

NESARC-Längsschnittstudie (Welle 1 N=43.093, Welle 2 N=34.653); regelmäßiger Cannabiskonsum (wöchentlich) sagte prospektiv das Auftreten von Panikstörung mit Agoraphobie und sozialer Phobie voraus; Cannabis-Konsum korrelierte im Querschnitt mit höheren Raten psychiatrischer Störungen; kein signifikanter Effekt auf physische Gesundheit.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Mustonen et al. ·2021 ·BJPsych Open
16 mal zitiert

Adolescent cannabis use, depression and anxiety disorders in the Northern Finland Birth Cohort 1986

Design
Prospektive Kohortenstudie
Stichprobe
n = 6.325 Pat.
Kernaussage

Jugendlicher Cannabiskonsum ist mit signifikant erhöhtem Risiko für Depression und Angststörungen im Erwachsenenalter assoziiert.

Zusammenfassung

Northern Finland Birth Cohort 1986 (n=6.325, Follow-up bis 33 Jahre); adolescenter Cannabiskonsum (5-16 J.) assoziiert mit erhöhtem Angststörungsrisiko (HR 2.01, 95% CI 1.15–3.82 für ≥5× Konsum) und erhöhtem Depressionsrisiko (HR 1.93, 95% CI 1.30–2.87 für einmaligen Konsum) nach Adjustierung für elterliche Psychiatrie, Substanzkonsum und Grundverhalten.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
HAYATBAKHSH et al. ·2007 ·Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry
255 mal zitiert

Cannabis and Anxiety and Depression in Young Adults

Design
Prospektive Geburtskohortenstudie
Stichprobe
n = 3.239 Pat.
Kernaussage

Frühbeginn und häufiger Cannabiskonsum sind unabhängig von anderen Einflussfaktoren mit einem signifikant erhöhten Risiko für Angst und Depression im jungen Erwachsenenalter assoziiert.

Zusammenfassung

Prospektive Kohorte n=3.239; frühzeitiger Cannabiskonsum vor 15 Jahren mit häufigem Konsum bei 21 Jahren assoziiert mit OR=3,4 (95% CI 1,9–6,1) für Angst- und Depressionssymptome im jungen Erwachsenenalter, unabhängig von Konsum anderer illegaler Drogen.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Lintzeris et al. ·2018 ·The Medical Journal of Australia
102 mal zitiert

Medicinal cannabis in Australia, 2016: the Cannabis as Medicine Survey (CAMS-16).

Design
Querschnittssurvey (Real-World)
Stichprobe
n = 1.748 Pat.
Kernaussage

Hohe subjektive Wirksamkeit bei breitem Indikationsspektrum, jedoch häufige Nebenwirkungen und bei 17 % der Nutzer eine moderate/schwere Cannabis-Gebrauchsstörung.

Zusammenfassung

Australischer Querschnittssurvey medizinischer Cannabis-Nutzer (n=1.748); häufige Nebenwirkungen: Schläfrigkeit, Augenreizung, Lethargie, Gedächtnisbeeinträchtigungen; 17% erfüllten DSM-5-Kriterien für moderate oder schwere Cannabis-Gebrauchsstörung. 83.4% inhalierten. Convenience Sample — keine Kontrollgruppe; Real-World-Sicherheitsprofil aus Patientenreport.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hengartner et al. ·2020 ·Journal of Affective Disorders
59 mal zitiert

Cannabis use during adolescence and the occurrence of depression, suicidality and anxiety disorder across adulthood: Findings from a longitudinal cohort study over 30 years

Design
Prospektive Bevölkerungskohortenstudie (30 Jahre Follow-up)
Stichprobe
n = 591 Pat.
Kernaussage

Adoleszenter Cannabiskonsum erhöht das Risiko für Depression und Suizidalität im Erwachsenenalter signifikant, nicht jedoch das Risiko für Angststörungen.

Zusammenfassung

30-Jahres-Kohortenstudie (n=591). Cannabiskonsum im Jugendalter zeigte keinen signifikanten Zusammenhang mit Angststörungen im Erwachsenenalter (aOR=1.10, 95%-CI=0.82-1.48). Negativbefund mit präzisen OR-Schätzern; kein erhöhtes Angststörungsrisiko durch adoleszenten Cannabiskonsum in dieser Langzeitkohortenstudie.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Koo et al. ·2020 ·Journal of Korean Medical Science
33 mal zitiert

Cannabidiol for Treating Lennox-Gastaut Syndrome and Dravet Syndrome in Korea.

Design
Retrospektive Fallserie
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

Orales CBD erzielte bei einem Teil der pädiatrischen LGS- und DS-Patienten eine klinisch relevante Anfallsreduktion bei tolerablem Nebenwirkungsprofil.

Zusammenfassung

Retrospektive Sicherheitsauswertung CBD bei pädiatrischer Epilepsie (LGS/DS), n=44 Kinder; unerwünschte Ereignisse bei 36,3% der Patienten, überwiegend gastrointestinal; keine lebensbedrohlichen UAW in beiden Gruppen über den Beobachtungszeitraum.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chen et al. ·2018 ·The Medical Journal of Australia
41 mal zitiert

Cannabidiol for treating drug-resistant epilepsy in children: the New South Wales experience.

Design
Prospektive offene Kohortenstudie
Stichprobe
n = 40 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol zeigte ein handhabbares Nebenwirkungsprofil mit subjektivem Nutzen bei einem Teil der Kinder, jedoch auch relevante unerwünschte Ereignisse wie Somnolenz und Leberwerterhöhung.

Zusammenfassung

n=40 Kinder mit schwer pharmakoresistenter Epilepsie (NSW Compassionate Access Scheme), Add-on CBD bis 25 mg/kg/Tag; 39/40 Patienten berichteten ≥1 Nebenwirkung; häufigste behandlungsbedingte UAW: Somnolenz (n=15, insbesondere bei höherer Clobazam-Dosis, spontane Rückbildung in 10/15), gastrointestinale Effekte (je 7–9 Patienten); 4 Studienabbrüche (darunter 1 erhöhte Transaminasen); Caregiver-Gesamtbeurteilung stark/sehr stark verbessert bei 12/40 Patienten.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Castelli et al. ·2019 ·Multiple Sclerosis Journal
16 mal zitiert

Balance worsening associated with nabiximols in multiple sclerosis.

Design
Prospektive Beobachtungsstudie (Dual-Task-Experiment)
Stichprobe
n = 22 Pat.
Kernaussage

Nabiximols verschlechterte die posturale Kontrolle bei MS-Patienten, besonders unter Dual-Task-Bedingungen.

Zusammenfassung

n=22 MS-Patienten; Nabiximols (Cannabis-Extrakt) verschlechterte posturale Kontrolle signifikant bei Therapiefortsetzern nach 12 Monaten: Einzelaufgabe F=3,07, p=0,044; Doppelaufgabe F=4,90, p=0,005; Stroop-Doppelaufgabe F=3,17, p=0,038. Sicherheits-Signal: Nabiximols beeinträchtigt Gleichgewicht >besonders< in Mehrfachaufgaben-Situationen.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Ebrahimi-Fakhari et al. ·2020 ·Pediatric Neurology
52 mal zitiert

Cannabidiol Elevates Mechanistic Target of Rapamycin Inhibitor Levels in Patients With Tuberous Sclerosis Complex.

Design
Retrospektive Fallserie
Stichprobe
n = 25 Pat.
Kernaussage

CBD erhöht die Talspiegel von Everolimus und Sirolimus signifikant und kann dadurch zu klinisch relevanter mTOR-Inhibitor-Toxizität führen.

Zusammenfassung

Retrospektive Fallserie (n=25 TSC-Patienten unter mTOR-Inhibitor + CBD): 76% zeigten signifikant erhöhte mTOR-Inhibitor-Spiegel nach CBD-Beginn (p=0,0003); mediane Spiegelerhöhung +9,8 ng/mL (Everolimus) und +5,1 ng/mL (Sirolimus). Unerwünschte Ereignisse bei 40% (häufigste: Diarrhö). Klinisch relevante Arzneimittelwechselwirkung — CBD hemmt mTOR-Inhibitor-Metabolismus.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Madden et al. ·2020 ·Pediatrics
58 mal zitiert

Clinically Significant Drug-Drug Interaction Between Methadone and Cannabidiol

Design
Fallbericht
Stichprobe
n = 1 Pat.
Kernaussage

Nach Absetzen von Cannabidiol sank der Methadon-Serumspiegel von 271 auf 125 ng/mL, was mit Verbesserung der Schläfrigkeit und Müdigkeit korrelierte.

Zusammenfassung

Einzelfallbericht einer 13-jährigen Patientin mit metastasiertem Krebs und chronischen Schmerzen; Interaktion CBD-Methadon führte zu erhöhtem Methadon-Serumspiegel (271 ng/mL, Reduktion auf 125 ng/mL nach CBD-Absetzen) mit Sedierung/Fatigue. Mechanismus: CBD inhibiert CYP3A4/CYP2C19.

Übersichtsarbeiten

Nicht-systematische Übersichts- und Expertenarbeiten zur Einordnung der Evidenzlage.

1
B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Alsherbiny et al. ·2018 ·Medicines
158 mal zitiert

Medicinal Cannabis—Potential Drug Interactions

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Wechselwirkungen medizinischer Cannabinoide; bidirektionale Effekte über P-Glykoprotein, BCRP, MRP und CYP450/UGT-Enzyme. Besondere Vorsicht bei älteren Patienten und Personen mit Nieren-/Lebererkrankungen empfohlen.