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Chronischer Schmerz

100 kuratierte Studien · 3 Schlüsselstudien · mechoulam.de

Für chronische Schmerzen liegt eine breite Evidenzbasis vor. Umfassende Übersichtsarbeiten berichten, dass cannabisbasierte Medikamente die Schmerzen moderat lindern könnten, und eine aktuelle Phase-III-Studie zu einem Vollspektrum-Extrakt habe ihren primären Endpunkt erreicht. Die Effektstärken seien im Mittel eher klein, ein Teil der Patienten profitiere jedoch deutlich. Als häufige Nebenwirkungen gelten Schwindel, Mundtrockenheit und Sedierung.

Bewertungsschema

Der Buchstabe bewertet die Qualität einer Studie, unabhängig vom Typ. Jeder Studientyp kann jede Note bekommen: auch ein Review kann B oder C sein, wenn er klein oder schwach ist, und ein RCT kann S sein. Die Note ist eine Synthese aus Studiendesign, Journal-Autorität und klinischer Verbindlichkeit:

S
Höchste Evidenz, große, methodisch erstklassige Studien oder S3-Leitlinien
A
Starke Evidenz, solide, aussagekräftige Studien mit klarem Ergebnis
B
Mittlere Evidenz, kleinere oder methodisch eingeschränkte Studien
C
Schwache Evidenz, vorläufige, indirekte oder widersprüchliche Befunde
D
Geringste Evidenz, explorative Hinweise, Einzelfälle oder Expertenmeinung

Qualitätsprofil je Studie

Links neben jeder Studie steht ein Profil aus vier Merkmalen, es zeigt die Unterschiede innerhalb einer Buchstaben-Klasse.

Größe
Teilnehmerzahl (RCT) bzw. eingeschlossene Studien (Review).
Verblindung
Doppelblind, einfachblind oder offen.
Effektstärke
Klarer Nutzen, gemischt, kein Nutzen oder Schaden.
Zitate / Jahr
Altersbereinigte Zitationshäufigkeit.

Schlüsselstudien

3
  1. 01
    S
    Cannabinoids for Medical Use
    Whiting et al. ·2015 ·JAMA
    Lesen
  2. 02
    S
    Cannabis-based medicines and medical cannabis for patients with neuropathic pain and other pain disorders: Nationwide register-based pharmacoepidemiologic comparison with propensity score matched controls
    Hjorthøj et al. ·2022 ·European Journal of Pain
    Lesen
  3. 03
    S
    Full-spectrum extract from Cannabis sativa DKJ127 for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial
    Karst et al. ·2025 ·Nature Medicine
    Lesen

Leitlinien und Konsensus-Empfehlungen

Empfehlungen aus Fachgesellschaften und Expertengremien, direkt verordnungsrelevant.

5
S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Busse et al. ·2021 ·BMJ
129 mal zitiert

Medical cannabis or cannabinoids for chronic pain: a clinical practice guideline

Design
Leitlinie
Stichprobe
Leitlinie
Kernaussage

Schwache Empfehlung für medizinisches Cannabis/Cannabinoide bei chronischen Schmerzen mit kleinen bis sehr kleinen Verbesserungen bei Schmerzintensität, körperlicher Funktion und Schlafqualität, aber ausgeglichenes Nutzen-Schadens-Verhältnis.

Zusammenfassung

BMJ Clinical Practice Guideline 2021 zu medizinischem Cannabis bei chronischem Schmerz (Krebs/Nicht-Krebs); schwache Empfehlung für nicht-inhalierten Cannabis zusätzlich zur Standardtherapie. Evidenzbasis: 4 systematische Reviews. Kleine bis sehr kleine Verbesserungen bei Schmerzintensität, physischer Funktion und Schlafqualität; kleines bis moderates Risiko meist selbstlimitierter Nebenwirkungen. Shared Decision Making erforderlich.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Kansagara et al. ·2025 ·Annals of internal medicine
12 mal zitiert

Cannabis or Cannabinoids for the Management of Chronic Noncancer Pain: Best Practice Advice From the American College of Physicians.

Design
Leitlinie
Stichprobe
Leitlinie
Kernaussage

Leitlinie empfiehlt selektive Beratung über Nutzen und Schäden von Cannabis/Cannabinoiden bei chronischen Nicht-Krebs-Schmerzen; warnt vor Schaden bei spezifischen Subgruppen.

Zusammenfassung

Best Practice Advice des American College of Physicians zu Cannabis/Cannabinoiden bei chronischem Nicht-Tumorschmerz. Basierend auf Living Systematic Reviews. Empfehlungen: Nutzen-Risiko-Aufklärung für alle Patienten; Risiko überwiegt Nutzen bei Adoleszenten, Substanzgebrauchsstörung-Anamnese, schwerer psychischer Erkrankung, Sturzrisiko; Kontraindikation in Schwangerschaft/Stillzeit; Abraten von inhalativem Cannabis.

A
Horlemann et al. ·2024 ·Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin

DGS-PraxisLeitlinie Cannabis in der Schmerzmedizin v2.0

Design
Leitlinie
Stichprobe
Leitlinie
Zusammenfassung

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin Praxis-Leitlinie v2.0 zu Cannabis in der Schmerzmedizin; evidenzbasierte Empfehlungen für therapeutischen Einsatz bei chronischen Schmerzen mit Fokus auf neuropathische und tumorassoziierte Schmerzen; berücksichtigt aktuelle RCT-Evidenz und Real-World-Daten zur Dosierung und Therapieführung.

ISBN 978-3-9817530-9-7
B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Krcevski‐Skvarc et al. ·2018 ·European Journal of Pain
103 mal zitiert

Availability and approval of cannabis-based medicines for chronic pain management and palliative/supportive care in Europe: A survey of the status in the chapters of the European Pain Federation

Design
Survey + Positionspapier-Synthese
Stichprobe
Positionspapier
Kernaussage

Survey dokumentiert erhebliche Unterschiede zwischen europäischen Ländern in der Verfügbarkeit und Zulassung von cannabisbasierten Arzneimitteln; Empfehlungen von Fachgesellschaften sind gemischt (teilweise empfehlend, teilweise ablehnend).

Zusammenfassung

Survey der European Pain Federation (EFIC) zu Zulassungsstatus von Cannabis-basierten Medikamenten in 31 europäischen Ländern; THC/CBD-Oromukosalspray in 21 Ländern für MS-Spastik zugelassen; deutsche und israelische Fachgesellschaften empfehlen Cannabis als Drittlinientherapie für chronischen Schmerz, während deutsche Ärztekammer und finnische Expertengruppe Verschreibung wegen fehlender Hochqualitäts-Evidenz nicht empfehlen.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Bhaskar et al. ·2021 ·Journal of Cannabis Research
160 mal zitiert

Consensus recommendations on dosing and administration of medical cannabis to treat chronic pain: results of a modified Delphi process

Design
Modifiziertes Delphi-Konsensusverfahren (Expertenpanel)
Stichprobe
Leitlinie
Kernaussage

Expertenkonsens empfiehlt drei strukturierte Titrationsprotokolle für medizinisches Cannabis bei chronischen Schmerzen, ohne direkte Wirksamkeitsmessung.

Zusammenfassung

20 internationale Experten aus 9 Ländern; Konsens: medizinisches Cannabis geeignet für neuropathische, inflammatorische, nociplastische und gemischte Schmerzen; 3 Dosierungsprotokolle entwickelt (Routine: Start 5 mg CBD 2×/Tag, Titration bis 40 mg/Tag; konservativ: 5 mg 1×/Tag; rapid: balanciert THC:CBD 2,5–5 mg 1–2×/Tag).

Systematische Reviews und Meta-Analysen

Synthesen der RCT-Evidenz nach Cochrane- und PRISMA-Standards.

36
S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Jeddi et al. ·2024 ·BMJ open
44 mal zitiert

Cannabis for medical use versus opioids for chronic non-cancer pain: a systematic review and network meta-analysis of randomised clinical trials.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 90 Studien
n = 22.028 Pat.
Kernaussage

Cannabis und Opioid zeigen ähnliche kleine Schmerzverbesserungen versus Placebo; Cannabis führt zu weniger Abbrüchen durch Nebenwirkungen als Opioid, aber ähnliche Effektivität bei Schmerzlinderung und Schlafqualität.

Zusammenfassung

Network Meta-Analyse über k=90 RCTs (n=22.028) zu Cannabis vs. Opioid bei chronisch-nicht-malignem Schmerz, Follow-up 28-180 Tage. Moderate Evidenz: Opioid kleine Verbesserung Schmerz/Funktion/Schlaf vs. Placebo; Cannabis ähnliche Effekte vs. Placebo. Kein Unterschied Cannabis vs. Opioid für körperliche Funktion (WMD 0,47 auf SF-36 PCS, 95% CrI -1,97 bis 2,99) oder Schmerzlinderung (WMD 0,23 cm auf 10-cm-VAS, 95% CrI -0,06 bis 0,53); Cannabis weniger Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen (OR 0,55, 95% CrI 0,36-0,83).

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Bilbao et al. ·2022 ·BMC Medicine
163 mal zitiert

Medical cannabinoids: a pharmacology-based systematic review and meta-analysis for all relevant medical indications

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 152 Studien
n = 12.123 Pat.
Kernaussage

Medizinische Cannabinoide zeigen variable therapeutische Effekte je nach Substanz und Indikation: CBD wirksam bei Epilepsie (hohe Evidenz) und Parkinsonismus (moderate Evidenz); Dronabinol und Nabiximols wirksam bei chronischen Schmerzen, Spastik und anderen Indikationen (moderate Evidenz); viele andere Effekte mit niedriger oder sehr niedriger Evidenz.

Zusammenfassung

Pharmacology-basierte SR über k=152 RCTs (n=12.123) zu medizinischen Cannabinoiden; für chronischen Schmerz moderate Evidenz für Dronabinol (SMD -0.31, 95% CI [-0.46, -0.15]) und Nabiximols (SMD -0.25, 95% CI [-0.37, -0.14]). Nabiximols zeigte zusätzlich signifikante Effekte auf Schlaf (SMD -0.24, 95% CI [-0.35, -0.14]) und Spastik (SMD -0.36, 95% CI [-0.54, -0.19]).

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Fisher et al. ·2021 ·Pain
204 mal zitiert

Cannabinoids, cannabis, and cannabis-based medicine for pain management: a systematic review of randomised controlled trials

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 36 Studien
n = 7.217 Pat.
Kernaussage

Nutzen nur für Cannabis <7 Tage und Nabiximols >7 Tage gefunden; 81% der Subgruppenanalysen negativ; insgesamt sehr niedrige Evidenzqualität.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=36 RCTs (n=7.217) zu Cannabinoiden, Cannabis und Cannabis-basierten Medikamenten bei Schmerz jeglicher Art. Evidenz für Benefit nur bei Cannabis <7 Tage (Risikodifferenz 0.33, 95% CI 0.20–0.46; 2 Studien, n=231, sehr niedrige Qualität) und Nabiximols >7 Tage (Risikodifferenz 0.06, 95% CI 0.01–0.12; 6 Studien, n=1.484, sehr niedrige Qualität). 81% der Subgruppen-Analysen negativ; alle Studien mit hohem/unklarem Bias-Risiko. GRADE: niedrige bis sehr niedrige Evidenzqualität.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Whiting et al. ·2015 ·JAMA
2103 mal zitiert

Cannabinoids for Medical Use

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 79 Studien
n = 6.462 Pat.
Kernaussage

Moderate Evidenz für chronische Schmerzen und Spastizität, niedrige Evidenz für Übelkeit/Erbrechen, Gewichtszunahme und Schlafstörungen; erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Umfassende SR über 79 RCTs (n=6.462) zu medizinischem Cannabis; moderate Evidenz für chronischen Schmerz (6 RCTs), neuropathischen Schmerz, MS-Spastik; NNTB=6 für 30% Schmerzreduktion; häufigste NW: Schwindel, trockener Mund, Sedierung.

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Wang et al. ·2021 ·BMJ
281 mal zitiert

Medical cannabis or cannabinoids for chronic non-cancer and cancer related pain: a systematic review and meta-analysis of randomised clinical trials

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 32 Studien
n = 5.174 Pat.
Kernaussage

Medizinisches Cannabis führt zu kleinen Verbesserungen bei Schmerzlinderung, körperlicher Funktion und Schlafqualität, ist aber mit mehreren vorübergehenden Nebenwirkungen verbunden.

Zusammenfassung

BMJ SR über k=32 RCTs (n=5.174) zu medizinischem Cannabis bei chronischem Schmerz (28 Nicht-Krebs, 4 Krebs-assoziiert), Follow-up 1–5,5 Monate; 29 Studien vs. Placebo, überwiegend orale Gabe (n=30). Modelled RD 10% (95% CI 5–15%) für Erreichen der MID von 1 cm Schmerzreduktion (VAS 0–10), WMD -0,50 cm (95% CI -0,75 bis -0,25 cm, moderate Certainty). Kleine Verbesserung physische Funktion (WMD 1,67 Punkte SF-36, 95% CI 0,03–3,31, hohe Certainty) und Schlafqualität (WMD -0,35 cm VAS, 95% CI -0,55 bis -0,14, hohe Certainty). Keine Verbesserung emotionaler/sozialer Funktion (hohe Certainty).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chou et al. ·2026 ·Annals of internal medicine
2 mal zitiert

Cannabis-Based Products for Chronic Pain : An Updated Systematic Review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 25 Studien
n = 2.303 Pat.
Kernaussage

Hochrationale THC/CBD- und vergleichbare THC/CBD-Produkte zeigen kleine Schmerzverbesserungen, aber mit erheblich erhöhten Nebenwirkungen (Schwindel, Sedation, Übelkeit); Nabilon reduzierte Schmerzen mäßig, aber Dronabinol nicht; niedrige THC/CBD-Produkte zeigten keinen Nutzen.

Zusammenfassung

Aktualisierte systematische Review über k=25 kurzfristige RCTs (1–6 Monate, n=2.303; 64% neuropathischer Schmerz). Orale synthetische High-THC-Produkte (THC-only) können Schmerzintensität leicht reduzieren (gepoolte Differenz −0.78 Punkte, 0–10-Skala); oromukosale extrahierte Comparable-THC-to-CBD-Produkte reduzieren wahrscheinlich Schmerz leicht (−0.54 Punkte). Nabilone reduzierte Schmerz moderat (−1.59 Punkte), Dronabinol nicht (−0.23 Punkte). Low-THC-to-CBD-Produkte verbessern Outcomes möglicherweise nicht. Moderate bis große Zunahme von Schwindel, Sedierung, Übelkeit bei THC-Produkten.

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
McDonagh et al. ·2022 ·Annals of Internal Medicine
129 mal zitiert

Cannabis-Based Products for Chronic Pain

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 18 Studien
n = 1.740 Pat.
Kernaussage

Synthetische Produkte mit hohem THC-zu-CBD-Verhältnis zeigten möglicherweise moderate Schmerzbesserung, aber erhöhte Risiken für Sedation und Schwindel; sublinguales Spray mit vergleichbarem THC-zu-CBD-Verhältnis wahrscheinlich mit kleiner Schmerzbesserung assoziiert, aber erhöhte Nebenwirkungsrisiken.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=18 RCTs (n=1.740, überwiegend 1–6 Monate) + 7 Kohortenstudien (n=13.095) zu Cannabinoiden bei chronischem Schmerz; 56% neuropathischer Schmerz. Synthetische High-THC-Produkte (>98% THC) können Schmerzintensität moderat verbessern (≥30% Response) mit erhöhtem Sedierungs-Risiko und wahrscheinlich großem Schwindel-Risiko. Sublinguales 1.1:1 THC:CBD-Spray wahrscheinlich assoziiert mit kleiner Schmerzverbesserung und kann großes Schwindel-/Sedierungs-Risiko sowie moderates Übelkeits-Risiko erhöhen. Evidenz für andere Produkte und Langzeit-Harms unzureichend.

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Ates et al. ·2026 ·The Cochrane database of systematic reviews
4 mal zitiert

Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 16 Studien
n = 450 Pat.
Kernaussage

Es gibt keine klaren Belege für einen Effekt von cannabisbasierten Arzneimitteln auf Schmerzlinderung von mindestens 50% oder klinisch relevante Verbesserungen bei chronischen neuropathischen Schmerzen; THC-dominante Mittel können Nebenwirkungen des Nervensystems erhöhen.

Zusammenfassung

Cochrane SR-Update 2026 zu Cannabis bei chronisch-neuropathischem Schmerz; 6 neue Studien (n=450) zusätzlich zu bestehender Evidenzbasis (ursprünglich 16 RCTs aus 2018-Version). Evaluiert pflanzliche, synthetische Cannabinoide vs. Placebo/konventionelle Behandlung bei Erwachsenen mit neuropathischen Schmerzkonditionen (≥2 Wochen Behandlungsdauer). Kritische Outcomes: ≥50% Schmerzreduktion, PGIC-Verbesserung, schwere Nebenwirkungen, Abbrüche.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Hjorthøj et al. ·2022 ·European Journal of Pain
12 mal zitiert

Cannabis-based medicines and medical cannabis for patients with neuropathic pain and other pain disorders: Nationwide register-based pharmacoepidemiologic comparison with propensity score matched controls

Design
Cochrane Review
Stichprobe
k = 5 Studien
n = 445 Pat.
Kernaussage

Bei neuropathischen Schmerzen: weniger Gabapentin-Nutzung und kürzere Krankenhausaufenthalte; bei anderen Schmerzstörungen kein Nutzen; erhöhter Opioid-Konsum in beiden Gruppen.

Zusammenfassung

Cochrane SR über cannabisbasierte Medikamente bei neuropathischen und anderen Schmerzen; inkludiert Fibromyalgie-Subgruppenanalyse: 5 RCTs (n=445), niedrige Evidenzqualität, keine signifikante Schmerzreduktion vs. Placebo (SMD -0.21, 95% CI -0.61 bis 0.19).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Mücke et al. ·2018 ·Cochrane Database of Systematic Reviews
566 mal zitiert

Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 16 Studien
n = 10 Pat.
Kernaussage

Cannabis-basierte Medikamente zeigen möglicherweise einen geringen Vorteil bei Schmerzlinderung (50% Schmerzreduktion bei 21% vs. 17%), aber mit erheblichen Nebenwirkungen (10% vs. 5% Abbrüche wegen Nebenwirkungen) und nervensystem- sowie psychiatrischen Störungen.

Zusammenfassung

Cochrane Systematic Review zu Cannabis-basierten Medikamenten bei chronisch-neuropathischem Schmerz in Erwachsenen. Suche bis November 2017 in CENTRAL/MEDLINE/Embase; RCTs mit ≥2 Wochen Behandlungsdauer, ≥10 Teilnehmende/Arm. Primäre Outcomes: NNTB für 30%/50% Schmerzreduktion, PGIC much/very much improved, Dropout wegen fehlender Wirksamkeit, standardisierte Schmerzintensität.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Zeraatkar et al. ·2022 ·BMJ open
62 mal zitiert

Long-term and serious harms of medical cannabis and cannabinoids for chronic pain: a systematic review of non-randomised studies.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 39 Studien
n = 12.143 Pat.
Kernaussage

Unerwünschte Ereignisse sind häufig (26,0%), besonders psychiatrische Nebenwirkungen (13,5%), aber ernsthafte Nebenwirkungen treten bei weniger als 1 von 20 Patienten auf.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Langzeit-Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis bei chronischem Schmerz; k=39 Studien, n=12.143 erwachsene Patienten. Sehr niedrige Evidenzsicherheit: Adverse Events häufig (26,0%; 95% CI 13,2%–41,2%), insbesondere psychiatrische Ereignisse (13,5%; 95% CI 2,6%–30,6%). Schwerwiegende Nebenwirkungen, Abbruch wegen Nebenwirkungen, kognitive Beeinträchtigungen und Abhängigkeit jeweils bei <5% der Patienten. Studien mit ≥24 Wochen Verlauf zeigten mehr Adverse Events als kürzere Studien (Interaktion p<0,01).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Houze et al. ·2017 ·Progress in neuro-psychopharmacology & biological psychiatry
21 mal zitiert

Efficacy, tolerability, and safety of non-pharmacological therapies for chronic pain: An umbrella review on various CAM approaches.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 26 Studien
n = 12.000 Pat.
Kernaussage

Einige CAM-Therapien (inhaliertes Cannabis, graded motor imagery, Compound Kushen injection) zeigten moderate bis hohe Effektgrößen für chronische Schmerzlinderung mit guter Verträglichkeit, während für andere CAM-Modalitäten die Evidenz unklar bleibt.

Zusammenfassung

Umbrella Review über k=26 systematische Reviews (207 klinische Studien, n>12.000 Teilnehmende) zu CAM-Therapien bei chronischem Schmerz. Inhaliertes Cannabis zeigte moderate bis hohe Effektstärken bei niedriger Heterogenität und hoher Adhärenz (≥80%) für chronische Schmerzreduktion. Nebenwirkungen waren geringfügig.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
AminiLari et al. ·2022 ·Sleep
95 mal zitiert

Medical cannabis and cannabinoids for impaired sleep: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 39 Studien
n = 5.100 Pat.
Kernaussage

Kleine Verbesserung der Schlafqualität und Schlafstörungen bei chronischen Schmerzpatienten, aber deutlich erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel (29%), Benommenheit, Mundtrockenheit, Müdigkeit und Übelkeit (6–10%).

Zusammenfassung

Systematische Review zu medizinischem Cannabis bei Schlafstörungen; k=39 RCTs (n=5.100), medianer Follow-up 35 Tage, 33 Studien bei chronischem Schmerz (Krebs/Nicht-Krebs). Moderate Evidenz: Cannabis führt wahrscheinlich zu kleiner Verbesserung der Schlafqualität vs. Placebo bei chronischem Schmerz (modellierte RD für MID 8%, 95% CI 3–12%). Schlafstörungsreduktion: nicht-Krebs-Schmerz RD 19% (95% CI 11–28%), Krebs-Schmerz WMD -0.19 cm (95% CI -0.36 bis -0.03 cm, p=0.03 für Interaktion). Nebenwirkungen: Schwindel RD 29% (95% CI 16–50%) bei ≥3 Monate Follow-up, Somnolenz/Mundtrockenheit/Fatigue/Übelkeit RD 6%–10%.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Johal et al. ·2020 ·Clinical Medicine Insights Arthritis and Musculoskeletal Disorders
104 mal zitiert

Cannabinoids in Chronic Non-Cancer Pain: A Systematic Review and Meta-Analysis.

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 36 Studien
n = 4.006 Pat.
Kernaussage

Moderate Evidenz für Schmerzreduktion durch Cannabinoide bei 2–8 Wochen, mit abnehmender Evidenzstärke bei längerer Behandlungsdauer.

Zusammenfassung

SR+MA über 36 RCTs (n=4.006), Cannabinoide vs. Placebo bei chronischem nicht-onkologischem Schmerz; gepoolte WMD auf 0-10 VAS: -0,68 (95% CI -0,96 bis -0,40), p<0,00001 nach 2-8 Wochen Behandlung. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse selten und vergleichbar zwischen Cannabinoid- (3,4%) und Placebo-Gruppe (3,2%).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Bialas et al. ·2022 ·European Journal of Pain
41 mal zitiert

Long-term observational studies with cannabis-based medicines for chronic non-cancer pain: A systematic review and meta-analysis of effectiveness and safety

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 6 Studien
n = 2.686 Pat.
Kernaussage

Cannabis-basierte Medikamente zeigten positive Effekte auf Schmerz, Schlaf und Stimmung bei einigen chronischen Schmerzpatienten mit sehr niedriger Evidenzqualität, ohne große klinisch relevante Effektgrößen zu erreichen.

Zusammenfassung

SR über k=6 prospektive Beobachtungsstudien (n=2.686) zu Cannabis bei chronischem Nicht-Krebs-Schmerz, Studiendauer 26–52 Wochen, sehr niedrige Evidenzsicherheit. Mittlere Schmerzreduktion WMD 1,75 (95% CI 0,72–2,78) auf 0–10-Skala; 20,8% (95% CI 10,2–34,0%) berichteten ≥50% Schmerzlinderung. Moderate Effektstärke für Schlafprobleme, niedrig für Depression/Angst. Studien-Completion 53,3% (95% CI 26,8–79,9%), Abbruch wegen Nebenwirkungen 6,8% (95% CI 4,3–9,7%), schwere Nebenwirkungen 3,0% (95% CI 0,02–12,8%), Mortalität 0,3% (95% CI 0,1–0,6%).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Barakji et al. ·2023 ·PLOS ONE
33 mal zitiert

Cannabinoids versus placebo for pain: A systematic review with meta-analysis and Trial Sequential Analysis

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 20 Studien
n = 1.868 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide reduzierten chronische Schmerzen und verbesserten den Schlaf, aber mit klinisch fragwürdigen Effektgrößen; keine Wirkung auf akute oder Krebsschmerzen; erhöhtes Risiko für nicht-ernsthafte Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

SR über 20 RCTs (n=1.868) zu Cannabinoiden vs. Placebo bei Schmerz; gepoolter Effekt: standardisierte Mittelwertdifferenz -0.14 (95% CI -0.20 bis -0.08, p0.001), klinisch geringer Effekt; Trial Sequential Analysis zeigt unzureichende Information für definitive Schlussfolgerung; moderate Evidenzqualität für neuropathischen Schmerz.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Petzke et al. ·2016 ·Schmerz (Berlin, Germany)
80 mal zitiert

Efficacy, tolerability and safety of cannabinoids for chronic neuropathic pain: A systematic review of randomized controlled studies

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 15 Studien
n = 1.619 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide waren gegenüber Placebo marginal überlegen bei Schmerzintensitätsreduktion und 30%-Schmerzreduktion, zeigten aber höhere Abbruchraten und häufigere ZNS- und psychiatrische Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabinoiden bei chronisch-neuropathischem Schmerz; k=15 RCTs (n=1.619), Studiendauer 2-15 Wochen. Cannabinoide vs. Placebo: Schmerzintensität SMD -0.10 (95% CI -0.20 bis -0.00, p=0.05), ≥30% Schmerzreduktion RD=0.10 (95% CI 0.03-0.16, p=0.004, NNT=10). Abbruchrate wegen Nebenwirkungen RD=0.04 (95% CI 0.02-0.07, p<0.001, NNH=25).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Longo et al. ·2021 ·Pain Management Nursing
38 mal zitiert

Cannabis for Chronic Pain: A Rapid Systematic Review of Randomized Control Trials

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 13 Studien
n = 1.352 Pat.
Kernaussage

5 von 13 RCTs zeigten moderate analgetische Effekte von Cannabis für chronische Schmerzen, 8 zeigten keine signifikanten Unterschiede zur Kontrollgruppe.

Zusammenfassung

Rapid SR über k=13 RCTs (n=1.352) zu Cannabis bei chronischem Schmerz. Fünf Studien zeigten moderate analgetische Effekte, acht keine signifikanten Schmerzreduktionen vs. Kontrolle. Befund: moderate Evidenz für neuropathischen Schmerz, patientenberichteter Nutzen, relativ sicher mit wenigen schweren Nebenwirkungen. Schlussfolgerung: Cannabinoide haben potenzielle Rolle im chronischen Schmerzmanagement, inkonsistente Evidenz erfordert größere Studien.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Meng et al. ·2017 ·Anesthesia & Analgesia
163 mal zitiert

Selective Cannabinoids for Chronic Neuropathic Pain: A Systematic Review and Meta-analysis

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 11 Studien
n = 1.219 Pat.
Kernaussage

Selective Cannabinoide zeigten eine statistisch signifikante, aber klinisch kleine Schmerzreduktion (−0,65 Punkte auf 0-10-Skala) verglichen mit Vergleichsgruppen, mit verbesserter Lebensqualität und Schlaf, aber hohe Heterogenität zwischen Studien.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=11 RCTs (n=1.219) zu selektiven Cannabinoiden (Dronabinol, Nabilone, Nabiximols) bei chronischem neuropathischem Schmerz vs. Placebo/konventionelle Therapie. NRS-Reduktion -0.65 Punkte (95% CI -1.06 bis -0.23, p=0.002, I²=60%); statistisch signifikant aber klinisch klein. Verbesserung von Lebensqualität und Schlaf ohne schwere Nebenwirkungen. GRADE: schwache Empfehlung, moderate Evidenzqualität.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Campbell et al. ·2001 ·BMJ
424 mal zitiert

Are cannabinoids an effective and safe treatment option in the management of pain? A qualitative systematic review

Design
Systematische Review
Stichprobe
k = 9 Studien
n = 222 Pat.
Kernaussage

Cannabinoide sind Codein nicht überlegen und verursachen häufige psychotrope Nebenwirkungen, sodass ein breiter klinischer Einsatz zur Schmerztherapie als nicht empfehlenswert gilt.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=9 RCTs (n=222) zu Cannabinoiden bei akutem, chronisch-nicht-malignem und Krebsschmerz; orales THC 5-20 mg, synthetisches THC-Analogon und i.m. Levonantradol vergleichbar wirksam wie Codein 50-120 mg; orales Benzopyranoperidol schlechter als Codein 60-120 mg und nicht besser als Placebo. Cannabinoide NICHT überlegen gegenüber Codein; häufige ZNS-Nebenwirkungen.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Andreae et al. ·2015 ·The Journal of Pain
260 mal zitiert

Inhaled Cannabis for Chronic Neuropathic Pain: A Meta-analysis of Individual Patient Data

Design
Meta-Analyse (Individual Patient Data)
Stichprobe
k = 5 Studien
n = 178 Pat.
Kernaussage

Inhaliertes Cannabis führt zu kurzfristigen Schmerzreduktionen bei chronischen neuropathischen Schmerzen bei 1 von 5-6 behandelten Patienten (NNT = 5,6).

Zusammenfassung

Bayesian IPD-Meta-Analyse über k=5 RCTs (n=178, 405 beobachtete Responses) zu inhaliertem Cannabis bei chronischem neuropathischem Schmerz vs. Placebo. Number Needed to Treat=5.6 (Bayesian 95% credible interval 3.4–14) für kurzfristige Schmerzreduktion; etwa 1 von 5–6 Patienten profitiert. Bayes-Faktor=332, posteriore Effektwahrscheinlichkeit 99.7%. Limitationen: kurze Follow-up-Dauer (Tage bis Wochen), kleine Studienzahl, Allokationsverbergung unzureichend, erhebliche Attrition.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lynch et al. ·2011 ·British Journal of Clinical Pharmacology
393 mal zitiert

Cannabinoids for treatment of chronic non-cancer pain; a systematic review of randomized trials

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 18 Studien
Kernaussage

Cannabinoide zeigen sichere und bescheidene analgetische Wirksamkeit bei neuropathischen Schmerzen mit vorläufigen Hinweisen auf Wirksamkeit bei Fibromyalgie und rheumatoider Arthritis.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabinoiden bei chronischem Nicht-Krebsschmerz; k=18 RCTs eingeschlossen (neuropathischer Schmerz, Fibromyalgie, rheumatoide Arthritis, gemischter chronischer Schmerz); 15 von 18 Studien zeigten signifikante analgetische Wirkung vs. Placebo, mehrere berichteten signifikante Schlafverbesserung; keine schweren Nebenwirkungen, Abbruchrate wegen Nebenwirkungen gering; moderate Wirksamkeit bei neuropathischem Schmerz, vorläufige Evidenz für Fibromyalgie und rheumatoide Arthritis.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Martín-Sánchez et al. ·2009 ·Pain Medicine
226 mal zitiert

Systematic Review and Meta-analysis of Cannabis Treatment for Chronic Pain

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 18 Studien
Kernaussage

Cannabis zeigte moderate Wirksamkeit gegen chronische Schmerzen, aber die Vorteile könnten durch ernsthafte Nebenwirkungen (Wahrnehmungs-, Motor- und Kognitivedefizite) teilweise oder vollständig aufgehoben werden.

Zusammenfassung

SR/MA über k=18 doppelblinde RCTs zu Cannabinoiden vs. Placebo bei chronischem Schmerz; standardisierte Mittelwertdifferenz (VAS) zugunsten Cannabis SMD=-0.61 (95%-KI -0.84 bis -0.37); NNH für wahrnehmungsbezogene Nebenwirkungen=7, motorische Beeinträchtigungen NNH=5.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Häuser et al. ·2018 ·European Journal of Pain
165 mal zitiert

Efficacy, tolerability and safety of cannabis-based medicines for chronic pain management – An overview of systematic reviews

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 10 Studien
Kernaussage

Inkonsistente Befunde zur Wirksamkeit cannabisbasierter Medikamente bei neuropathischen Schmerzen und Muskelkrämpfen bei MS; unzureichende Evidenz für rheumatische Erkrankungen und Krebsschmerzen.

Zusammenfassung

Umbrella Review über k=10 systematische Reviews (2009–2017) zu Cannabis-basierten Medikamenten bei chronischem Schmerz; 4 SRs mit hoher, 6 mit moderater methodischer Qualität (AMSTAR). Inkonsistente Befunde zur Wirksamkeit bei neuropathischem Schmerz (4 SRs) und schmerzhaften MS-Spasmen (1 SR); unzureichende Evidenz für rheumatische Schmerzen (3 SRs) und Tumorschmerz (2 SRs). Inkonsistente Ergebnisse zu Verträglichkeit und Sicherheit.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Boychuk et al. ·2015 ·Journal of Oral & Facial Pain and Headache
124 mal zitiert

The Effectiveness of Cannabinoids in the Management of Chronic Nonmalignant Neuropathic Pain: A Systematic Review

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 13 Studien
Kernaussage

Cannabinoide können bei chronischem neuropathischem Schmerz, der gegen andere Behandlungen refraktär ist, wirksam analgetisch wirken, jedoch sind weitere hochwertige Studien erforderlich.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabis bei chronisch-neuropathischem Schmerz; k=13 RCTs eingeschlossen (von 24 gescreenten Studien), bewertet mit Jadad-Skala. Cannabinoide können effektive Analgesie bei therapierefraktären neuropathischen Schmerzzuständen bieten. Autoren fordern weitere hochwertige Studien zur Behandlungsdauer und optimalen Applikationsform.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Noori et al. ·2021 ·BMJ Open
108 mal zitiert

Opioid-sparing effects of medical cannabis or cannabinoids for chronic pain: a systematic review and meta-analysis of randomised and observational studies

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 17 Studien
Kernaussage

Cannabis zeigte keinen klaren Nutzen zur Opioid-Einsparung oder Schmerzlinderung; randomisierte Studien ergaben sehr niedriges bis hohes Evidenzniveau für keinen oder minimalen Effekt auf Opioidreduktion und Schmerzlinderung, während Übelkeit und Erbrechen wahrscheinlich erhöht wurden.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Opioid-sparenden Effekten von Cannabis bei chronischem Schmerz; k=17 Studien (5 RCTs bei Krebs-Schmerz, 12 Beobachtungsstudien). RCTs: hochsichere Evidenz für minimalen Effekt auf Schmerzlinderung (WMD -0.18 cm auf 10-cm-VAS, 95% CI -0.38 bis 0.02) und Opioid-Dosis (WMD -3.4 MME, 95% CI -12.7 bis 5.8). Cannabis erhöhte Übelkeit (RR 1.43, 95% CI 1.04–1.96) und Erbrechen (RR 1.5, 95% CI 1.01–2.24). Beobachtungsstudien: Opioid-Reduktion -22.5 MME (95% CI -43.06 bis -1.97), sehr niedrige Sicherheit.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Bell et al. ·2024 ·Cannabis and cannabinoid research
64 mal zitiert

Clinical Practice Guidelines for Cannabis and Cannabinoid-Based Medicines in the Management of Chronic Pain and Co-Occurring Conditions.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 70 Studien
Kernaussage

Moderate Wirksamkeit von cannabinoidbasierten Medikamenten bei chronischen Schmerzen und Komorbiditäten wie Schlafproblemen, Angst und ausgewählten chronischen Erkrankungen.

Zusammenfassung

Klinische Praxis-Leitlinie für Cannabinoid-basierte Medikamente (CBM) bei chronischem Schmerz und Ko-Morbiditäten; basierend auf systematischer Review (k=70 Studien: 19 SRs + 51 Original-Studien, PROSPERO 135886). GRADE-Empfehlungen: moderater Nutzen von CBM in chronischem Schmerz-Management; Evidenz für Wirksamkeit bei Ko-Morbiditäten (Schlafstörungen, Angst, Appetitsuppression) und Symptomen bei HIV, MS, Fibromyalgie, Arthritis.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Mohammed et al. ·2024 ·Pain management nursing
22 mal zitiert

Effectiveness of Cannabidiol to Manage Chronic Pain: A Systematic Review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 15 Studien
Kernaussage

Die Mehrheit der Studien zeigte Schmerzreduktion von 42–66 % mit CBD allein oder CBD mit THC, aber drei Studien zeigten keine signifikante Verbesserung und eine hatte gemischte Ergebnisse.

Zusammenfassung

Systematische Review zu CBD bei chronischem Schmerz; k=15 Studien aus 1.516 identifizierten Artikeln. Mehrheit der Studien zeigte Schmerzreduktion 42%–66% mit CBD allein oder CBD+THC; 3 Studien ohne signifikante Verbesserung, 1 mit gemischten Befunden. Schmerzerfassung hauptsächlich über Selbstbericht und VAS/VNS.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
McParland et al. ·2023 ·Regional anesthesia and pain medicine
16 mal zitiert

Evaluating the impact of cannabinoids on sleep health and pain in patients with chronic neuropathic pain: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 8 Studien
Kernaussage

Cannabinoide zeigten signifikante Verbesserungen der Schlafqualität (SMD 0.40, p=0.002) und Reduktion der Schmerzintensität (SMD -0.55, p=0.003) bei chronischem neuropathischem Schmerz, allerdings mit erhöhten Nebenwirkungen wie Tagesschläfrigkeit, Übelkeit und Schwindel.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse zu Cannabinoiden bei neuropathischem Schmerz; k=8 RCTs (von 3491 gescreenten Studien). Schlafqualität: SMD=0.40 (95% CI: 0.19–0.61, p=0.002, I²=55%, GRADE: moderate certainty). Schmerzreduktion: SMD=-0.55 (95% CI: -0.69 bis -0.19, p=0.003, I²=82%, GRADE: moderate certainty). Nebenwirkungen: erhöhte Tagesmüdigkeit, Übelkeit, Schwindel.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
El-Mourad et al. ·2024 ·Pain management nursing
6 mal zitiert

Dosing of Cannabinoids Associated with an Opioid-Sparing Effect: A Systematic Review of Longitudinal Studies.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 15 Studien
Kernaussage

Die opioid-sparende Wirkung von Cannabinoiden bleibt basierend auf der aktuellen Evidenz ungewiss; einige Beobachtungsstudien zeigten Reduktionen bei bestimmten Dosierungen, aber die Gesamtevidenz ist begrenzt.

Zusammenfassung

SR über k=15 Studien (7 RCTs, 8 Beobachtungsstudien) zu Cannabinoid-Dosierung und Opioid-sparendem Effekt bei akutem/chronischem Schmerz. Bei chronischem nicht-Krebs-Schmerz: signifikante Opioid-Reduktion mit THC+CBD-Kombination (Ø 17 mg/15 mg täglich) in zwei Beobachtungsstudien und CBD-reichem Extrakt (31,4 mg/Tag) in einer Studie. Bei Krebs-Schmerz: nur Nabilone (Ø 1,7 mg/Tag) zeigte Opioid-Reduktion. Bei akutem Schmerz: Dronabinol 5–10 mg/Tag über 4 Tage in zwei Beobachtungsstudien. Schlussfolgerung: Opioid-sparender Effekt bleibt unsicher basierend auf aktueller Evidenz.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Allende-Salazar et al. ·2017 ·Medwave
1 mal zitiert

Are cannabinoids an effective treatment for chronic non-cancer pain?

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 32 Studien
Kernaussage

Die Evidenz ist sehr niedrig, daher ist unklar, ob Cannabinoide Schmerzen bei chronischen Nicht-Krebsschmerzen reduzieren, aber sie sind mit signifikanten Nebenwirkungen verbunden.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse via Epistemonikos-Datenbank zu Cannabinoiden bei chronischem nicht-Tumorschmerz; k=32 RCTs aus 37 systematischen Reviews identifiziert. GRADE-Analyse: unklar ob Cannabinoide Schmerz reduzieren — Evidenzqualität sehr niedrig (very low certainty). Signifikante Nebenwirkungen berichtet.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chang et al. ·2021 ·Pain research & management
18 mal zitiert

Medical Cannabis for Chronic Noncancer Pain: A Systematic Review of Health Care Recommendations.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 12 Studien
n = 4 Pat.
Kernaussage

Alle 12 eingeschlossenen Empfehlungen befürworten medizinisches Cannabis für chronische Nicht-Krebs-Schmerzen, jedoch nur als schwache Empfehlungen für eine Third- oder Fourth-Line-Therapie.

Zusammenfassung

Systematische Review über k=12 Gesundheitsempfehlungen zu medizinischem Cannabis bei chronischem Nicht-Krebsschmerz (CNCP). Publikationen 2007–2019, 33% aus 2018, Kanada führend (n=4). 92% der Empfehlungen basieren auf systematischen Reviews + Expertenkonsens. Alle Publikationen unterstützen medizinisches Cannabis für CNCP allgemein und spezifisch für neuropathischen Schmerz, HIV-assoziierten Schmerz, chronische Abdominalschmerzen — jedoch nur als schwache Empfehlung (3.–4. Therapielinie) mit detaillierter Patientenaufklärung zu Benefits/Risiken.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Nugent et al. ·2017 ·Annals of Internal Medicine
300 mal zitiert

The Effects of Cannabis Among Adults With Chronic Pain and an Overview of General Harms

Design
Systematic Review
Stichprobe
n = 757 Pat. (gepoolt)
Kernaussage

Schwache Evidenz für Nutzen bei neuropathischen Schmerzen, unzureichende Evidenz bei anderen Schmerztypen; begrenzte Evidenz für erhöhtes Risiko mentaler Gesundheitsfolgen in der Allgemeinbevölkerung.

Zusammenfassung

n=757 chronische Schmerzpatienten mit medizinischem Cannabis über 12 Monate (30,4% Follow-up bei 6 Monaten, 13,7% bei 12 Monaten). Zeit signifikant assoziiert mit Verbesserung der Schmerzintensität (p<0.001), Schmerz-Interferenz (p<0.001), Lebensqualität (p<0.001) und allgemeinen Gesundheitssymptomen (p<0.001). Opioid-Nutzung reduziert von 40,8% (Baseline) auf 23,9% (12 Monate).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke
Zitate / Jahr
Fitzcharles et al. ·2016 ·Schmerz (Berlin, Germany)
146 mal zitiert

Efficacy, tolerability and safety of cannabinoids in chronic pain associated with rheumatic diseases (fibromyalgia syndrome, back pain, osteoarthritis, rheumatoid arthritis): A systematic review of randomized controlled trials.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 159 Pat.
Kernaussage

Die Befunde zur Überlegenheit von Cannabinoiden gegenüber Kontrollen (Placebo, Amitriptylin) waren inkonsistent; derzeit unzureichende Evidenz für eine Empfehlung.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabinoiden bei chronischem Schmerz rheumatischer Erkrankungen (Fibromyalgie, Rückenschmerz, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis). k=4 RCTs identifiziert (2 Nabilon-Studien Fibromyalgie n=71, 2–4 Wochen; 1 Nabilon-Studie Rückenschmerz n=30, 4 Wochen; 1 THC/CBD-Studie rheumatoide Arthritis n=58, 5 Wochen). Keine RCTs zu Osteoarthritis. Überlegenheit von Cannabinoiden gegenüber Kontrollen (Placebo, Amitriptylin) nicht konsistent. Risk of Bias hoch in 3 Studien. Cannabinoide generell gut toleriert und sicher während Studiendauer. Schlussfolgerung: unzureichende Evidenz für Empfehlung.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Tsang et al. ·2016 ·Pharmacotherapy The Journal of Human Pharmacology and Drug Therapy
71 mal zitiert

Nabilone for the Management of Pain.

Design
Systematische Review (narrativ)
Stichprobe
k = 11 Studien
Kernaussage

Nabilone bewirkt als Zusatztherapie kleine, aber signifikante Schmerzreduktionen bei vertretbarem Nebenwirkungsprofil.

Zusammenfassung

Systematische Review (k=11: 8 RCTs, 2 prospektive Kohorten, 1 retrospektive Analyse) zu Nabilon bei verschiedenen Schmerztypen (Krebsschmerz, chronischer Nicht-Krebsschmerz, neuropathischer Schmerz, Fibromyalgie, Spastizitätsschmerz); Nabilon führte zu kleinen, aber signifikanten Schmerzreduktionen; häufigste UAW: Euphorie, Schläfrigkeit, Schwindel.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gedin et al. ·2022 ·JAMA Network Open
89 mal zitiert

Placebo Response and Media Attention in Randomized Clinical Trials Assessing Cannabis-Based Therapies for Pain

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 31 Studien
n = 31 Pat.
Kernaussage

Placebo zeigte moderate bis große Effektstärke bei Schmerzreduktion in Cannabinoid-Studien; Medienaufmerksamkeit war hoch, aber nicht mit klinischen Outcomes assoziiert.

Zusammenfassung

Meta-Regression über 31 Cannabis-RCTs: Placebo-Response korreliert mit Medien-Aufmerksamkeit (β=0.41, p=0.03); höhere Placebo-Effekte in Schmerz- und psychiatrischen Studien bei intensiver Berichterstattung; methodische Implikationen für Cannabis-Schmerz-Trials.

Randomisierte Kontrollierte Studien

Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege aus kontrollierten Interventionsstudien.

25
S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Karst et al. ·2025 ·Nature Medicine
13 mal zitiert

Full-spectrum extract from Cannabis sativa DKJ127 for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial

Design
RCT (Phase III, multizentrisch, placebo-kontrolliert)
Stichprobe
n = 820 Pat.
Kernaussage

VER-01 reduzierte Schmerzintensität signifikant um 0,6 NRS-Punkte mehr als Placebo (p<0,001) und zeigte auch Vorteile bei neuropathischem Schmerz (NPSI-Reduktion 7,3 Punkte mehr als Placebo, p=0,017); primärer Endpunkt erreicht.

Zusammenfassung

Phase-III-RCT, n=820 Erwachsene mit chronischem Rückenschmerz (CLBP); VER-01 (Cannabis-Vollspektrum-Extrakt) vs. Placebo über 12 Wochen. Primärer Endpunkt erreicht: mittlere NRS-Schmerzreduktion -1,9 Punkte (MD vs. Placebo -0,6; 95%-KI -0,9 bis -0,3; p<0,001). Schlüsselsekundärendpunkt (neuropathische Schmerzkomponente): NPSI -14,4 Punkte (MD vs. Placebo -7,3; 95%-KI -13,2 bis -1,3; p=0,017). Effekte in 6-monatiger Open-Label-Extension aufrechterhalten (NRS -2,9); kein Abhängigkeitssignal.

A
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ware et al. ·2015 ·The Journal of Pain
247 mal zitiert

Cannabis for the Management of Pain: Assessment of Safety Study (COMPASS)

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 431 Pat.
Kernaussage

Keine erhöhte Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen, aber erhöhtes Risiko für nicht-schwerwiegende Nebenwirkungen (meist mild bis moderat) unter Cannabis im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Zusammenfassung

Prospektive Kohortenstudie (COMPASS) über 1 Jahr, n=431 (215 Cannabis-Nutzer mit chronischem nicht-tumorbedingtem Schmerz, 216 Kontrollen). Mediane Tagesdosis 2.5 g standardisiertes Cannabis (12.5% THC). Kein Unterschied bei schweren unerwünschten Ereignissen (adjustierte IRR=1.08, 95% CI 0.57–2.04); erhöhtes Risiko für nicht-schwere Nebenwirkungen (adjustierte IRR=1.73, 95% CI 1.41–2.13), überwiegend mild bis moderat. Keine Unterschiede in sekundären Sicherheitsparametern (Lungenfunktion, Neurokognition, Labor).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Portenoy et al. ·2012 ·The Journal of Pain
413 mal zitiert

Nabiximols for Opioid-Treated Cancer Patients With Poorly-Controlled Chronic Pain: A Randomized, Placebo-Controlled, Graded-Dose Trial

Design
RCT (graded-dose)
Stichprobe
n = 360 Pat.
Kernaussage

Primäres Ziel (30% Responder-Rate) nicht signifikant; sekundäre Analysen zeigten aber signifikante Verbesserung der durchschnittlichen Schmerzen, schlimmsten Schmerzen und Schlafstörungen in den niedrigen und mittleren Dosisgruppen im Vergleich zu Placebo, mit dosisabhängigen Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

n=360 Krebspatienten mit opioid-refraktärem Tumorschmerz, Nabiximols (Sativex) vs. Placebo in drei Dosisstufen (niedrig/mittel/hoch); primärer Endpunkt (30%-Responder-Rate) nicht signifikant (p=0,59); sekundäre kontinuierliche Responder-Analyse signifikant zugunsten Nabiximols gesamt (p=0,035) sowie in Niedrig- (p=0,008) und Mitteldosis-Gruppe (p=0,039); mittlerer Tagesschmerz (p=0,006), Worst Pain (p=0,011) und Schlafstörung (p=0,003) im Niedrigdosis-Arm signifikant gebessert; Nebenwirkungen dosisabhängig, Hochdosisgruppe gegenüber Placebo ungünstiger.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Abrams et al. ·2020 ·JAMA network open
69 mal zitiert

Effect of Inhaled Cannabis for Pain in Adults With Sickle Cell Disease: A Randomized Clinical Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 23 Pat.
Kernaussage

Vernebeltes Cannabis reduzierte chronische Schmerzen bei Sichelzellerkrankung nicht signifikant, zeigte aber einen signifikanten Effekt auf die Stimmungsbeeinträchtigung.

Zusammenfassung

Pilot-RCT (crossover-Design, n=23 erwachsene Sichelzellerkrankungs-Patienten mit chronischem Schmerz) zu inhaliertem vaporisiertem Cannabis (4.4% THC / 4.9% CBD) vs. Placebo, 3× täglich über je 5 Tage. Primärer Endpunkt: täglicher Schmerz via VAS und Brief Pain Inventory. Mittlere Schmerzreduktion zwischen Cannabis- und Placebo-Gruppe statistisch ausgewertet (Details numerischer Differenz im Abstract nicht vollständig angegeben; Volltext-Extraktion erforderlich für exakte Effektgröße). Studie abgeschlossen Juni 2019.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Poli et al. ·2018 ·La Clinica terapeutica
45 mal zitiert

Medical Cannabis in Patients with Chronic Pain: Effect on Pain Relief, Pain Disability, and Psychological aspects. A Prospective Non randomized Single Arm Clinical Trial.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 338 Pat.
Kernaussage

Statistisch signifikante Reduktion der Schmerzintensität, Schmerzbehinderung sowie Angst- und Depressionssymptome nach 12 Monaten Cannabistherapie als Adjuvans.

Zusammenfassung

Prospektive einarmige Studie (n=338) zu Cannabis Flos 19% Dekokt als Zusatztherapie bei verschiedenen chronischen Schmerzdiagnosen über 12 Monate; statistisch signifikante Reduktion der Schmerzintensität von Baseline zu 12 Monaten (χ²=61.375; p<0.001), Verbesserungen auch bei Pain Disability (χ²=39.423; p<0.001) sowie Angst- (χ²=30.362; p<0.001) und Depressionssymptomen (χ²=27.786; p<0.001). Cannabis als Adjuvans zur traditionellen Analgesie effektiv für funktionelle und psychologische Dimensionen chronischen Schmerzes.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Capano et al. ·2020 ·Postgraduate medicine
176 mal zitiert

Evaluation of the effects of CBD hemp extract on opioid use and quality of life indicators in chronic pain patients: a prospective cohort study.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 97 Pat.
Kernaussage

53% der Patienten reduzierten oder eliminierten Opioid-Gebrauch innerhalb von 8 Wochen; 94% berichteten Verbesserungen der Lebensqualität; signifikante Verbesserungen bei Schlafqualität und Schmerzintensität.

Zusammenfassung

n=97 chronische Schmerzpatienten mit Opioid-Vorbehandlung über 8 Wochen CBD-reiches Hanfextrakt. 53% reduzierten oder eliminierten Opioide innerhalb 8 Wochen, 94% berichteten Lebensqualitäts-Verbesserungen. Signifikante Beziehung zwischen CBD und Pittsburgh Sleep Quality Index (p=0.003) sowie Pain Intensity/Interference (p=0.006).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Nitecka-Buchta et al. ·2019 ·Journal of Clinical Medicine
83 mal zitiert

Myorelaxant Effect of Transdermal Cannabidiol Application in Patients with TMD: A Randomized, Double-Blind Trial.

Design
RCT (parallel, doppelblind)
Stichprobe
n = 60 Pat.
Kernaussage

Transdermales CBD senkte die Masseteraktivität und den myofaszialen Schmerz deutlich stärker als Placebo.

Zusammenfassung

RCT (n=60, doppelblind, parallel, TMD myofaszialer Schmerz); transdermales CBD vs. Placebo über 14 Tage; VAS-Schmerzintensität in CBD-Gruppe um >70,2% reduziert vs. 9,81% in Placebo-Gruppe; sEMG-Masseter-Aktivität signifikant gesunken (11% rechts, 12,6% links in CBD-Gruppe vs. <0,3–3,3% Placebo).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Berman et al. ·2004 ·Pain
361 mal zitiert

Efficacy of two cannabis based medicinal extracts for relief of central neuropathic pain from brachial plexus avulsion: results of a randomised controlled trial

Design
RCT (crossover, 3-armig)
Stichprobe
n = 48 Pat.
Kernaussage

Statistisch signifikante Schmerz- und Schlafverbesserung, jedoch ohne Erreichen der klinisch relevanten Mindestreduktion.

Zusammenfassung

n=48 Patienten mit therapierefraktärem chronischem neuropathischen Schmerz (Brachialplexus-Avulsion), Sativex vs. THC vs. Placebo (2-wöchige Behandlungsperioden); Schmerzschwere-Scores zeigten statistisch signifikante Verbesserung trotz nicht erreichtem primärem Endpunkt (Reduktion >2 Punkte). Cannabis-Extrakte gut verträglich; UAW mild bis moderat.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Pinsger et al. ·2006 ·Wiener klinische Wochenschrift
95 mal zitiert

Benefits of an add-on treatment with the synthetic cannabinomimetic nabilone on patients with chronic pain--a randomized controlled trial

Design
RCT (crossover, doppelblind, placebokontrolliert, Pilot)
Stichprobe
n = 30 Pat.
Kernaussage

Nabilone reduzierte die Schmerzintensität signifikant gegenüber Placebo und wurde von Patienten klar bevorzugt.

Zusammenfassung

n=30 Patienten mit therapieresistentem chronischen Skelett-/Bewegungsapparat-Schmerz; Nabilon (0,25–1 mg/d) Zusatzbehandlung vs. Placebo crossover. Aktuelle Wirbelsäulenschmerz-VAS-Abnahme: Nabilon 0,6 vs. Placebo 0,0 (p=0,006); Lebensqualitäts-Anstieg (ΔQOL-Score): 5,0 vs. 2,0. Im Switch-Zeitraum bevorzugten >4× mehr Patienten Nabilon gegenüber Placebo (89% vs. 11% aller Medikationstage, p=0,003).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Issa et al. ·2014 ·The Clinical Journal of Pain
46 mal zitiert

The Subjective Psychoactive Effects of Oral Dronabinol Studied in a Randomized, Controlled Crossover Clinical Trial for Pain

Design
RCT
Stichprobe
n = 30 Pat.
Kernaussage

Dronabinol zeigte dosisabhängige psychoaktive Effekte, die vergleichbar mit Rauchen von Cannabis waren.

Zusammenfassung

n=30 chronische nicht-Tumorschmerz-Patienten unter Opioid-Therapie, randomisiert-kontrollierte Cross-over-Studie zu Placebo vs. 10 mg vs. 20 mg oral Dronabinol. Beide Dosen zeigten signifikant erhöhte ARCI-Scores (Addiction Research Center Inventory) über 4/5 Subskalen vs. Placebo (p<0.05). Peak-Effekte nach 2h vergleichbar mit gerauchtem Cannabis nach 30 min (p=0.80).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Kittithamvongs et al. ·2025 ·Clinical Orthopaedics and Related Research
4 mal zitiert

Does Cannabis-based Medicine Improve Pain and Sleep Quality in Patients With Traumatic Brachial Plexus Injuries? A Triple-blind, Crossover, Randomized Controlled Trial.

Design
RCT (triple-blind crossover)
Stichprobe
n = 28 Pat.
Kernaussage

Cannabis verbesserte die Schlafqualität signifikant, verfehlte jedoch die klinisch relevante Schmerzreduktion, sodass ein Zusatz zur Standardtherapie nicht empfohlen wird.

Zusammenfassung

Triple-blind crossover RCT (n=28) bei chronisch neuropathischem Schmerz nach Brachialplexusverletzung; Cannabis-Medizin vs. Placebo: VAS-Schmerzreduktion mittlere Differenz 1,0 (99% CI -0,03–2,1; p=0,01), unterhalb der klinisch relevanten Mindestschwelle (MCID=2 Punkte); Schlafqualität verbessert (mittlere Differenz +1,5; p<0,001). Studie kommt zu negativem Wirksamkeitsurteil für Schmerzreduktion in dieser Population.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Almog et al. ·2020 ·European Journal of Pain
118 mal zitiert

The pharmacokinetics, efficacy, and safety of a novel selective-dose cannabis inhaler in patients with chronic pain: A randomized, double-blinded, placebo-controlled trial

Design
RCT (cross-over, dreifach verblindet)
Stichprobe
n = 27 Pat.
Kernaussage

Dosisabhängige Schmerzreduktion unter THC-Inhalation gegenüber Placebo bei chronischem Schmerz ohne relevante kognitive Beeinträchtigung.

Zusammenfassung

n=27, chronischer neuropathischer Schmerz/CRPS; inhalierter THC 0.5 mg und 1 mg vs. Placebo; beide THC-Dosen reduzierten Schmerzintensität (VAS) signifikant gegenüber Baseline (p<0.05); 1-mg-Dosis zeigte signifikante Schmerzreduktion vs. Placebo; Effekt stabil über 150 min; UAW überwiegend mild und selbstlimitierend.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Pini et al. ·2012 ·The Journal of Headache and Pain
101 mal zitiert

Nabilone for the treatment of medication overuse headache: results of a preliminary double-blind, active-controlled, randomized trial

Design
RCT (doppelblind, aktiv-kontrolliert, Crossover)
Stichprobe
n = 26 Pat.
Kernaussage

Nabilone reduzierte Schmerzintensität, Analgetikakonsum und Medikamentenabhängigkeit signifikant stärker als Ibuprofen.

Zusammenfassung

n=26 Patienten mit chronisch intraktablem Medication-Overuse-Headache (MOH), Nabilone 0,5 mg/Tag vs. Ibuprofen 400 mg/Tag, 8 Wochen Crossover; Nabilone signifikant überlegen bei Schmerzintensität (p<0,05) und täglichem Analgetikakonsum (p<0,05). Nur Nabilone reduzierte Medikamenten-Abhängigkeitsgrad (−41%, p<0,01) und verbesserte Lebensqualität (p<0,05). Erster RCT zu Cannabinoiden bei MOH.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Libzon et al. ·2018 ·Journal of Child Neurology
79 mal zitiert

Medical Cannabis for Pediatric Moderate to Severe Complex Motor Disorders

Design
Prospektive Pilotstudie (unkontrolliert)
Stichprobe
n = 25 Pat.
Kernaussage

CBD-reiches Cannabis-Öl verbesserte Spastik, Dystonie, Schlaf, Schmerz und Lebensqualität bei Kindern mit komplexen Bewegungsstörungen signifikant.

Zusammenfassung

n=25 Kinder (1–17 J.) mit komplexer Bewegungsstörung, CBD-reiches Cannabisöl über 5 Monate; signifikante Verbesserung der Schmerzintensität in der Gesamtkohorte unabhängig von der Formulierungsgruppe; begleitende Verbesserungen in Lebensqualität und Schlaf ebenfalls berichtet.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Ware et al. ·2010 ·Canadian Medical Association Journal
442 mal zitiert

Smoked cannabis for chronic neuropathic pain: a randomized controlled trial

Design
RCT (cross-over)
Stichprobe
n = 23 Pat.
Kernaussage

Cannabis mit 9,4% THC reduzierte die Schmerzintensität signifikant um 0,7 Punkte (5,4 vs. 6,1) und verbesserte Schlafqualität und Einschlafzeit, war aber mit Kopfschmerzen und anderen Nebenwirkungen assoziiert.

Zusammenfassung

Crossover-RCT, n=23 (21 completers) mit post-traumatischem oder postoperativem neuropathischem Schmerz. Inhaliertes Cannabis (0%, 2.5%, 6%, 9.4% THC) über vier 14-Tage-Zyklen (3×25 mg/Tag für 5 Tage, 9-Tage-Washout). Primärer Kontrast 9.4% vs. 0% THC: durchschnittliche Schmerzintensität (11-Punkte-Skala) 5.4 vs. 6.1 (Differenz=0.7, 95% CI 0.02–1.4, p<0.05). Verbesserter Schlaf (leichteres Einschlafen p=0.001, schneller p<0.001, weniger Wachphasen p=0.01). Häufigste Nebenwirkungen bei 9.4% THC: Kopfschmerzen, trockene Augen, Brennen, Schwindel.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Abrams et al. ·2011 ·Clinical Pharmacology & Therapeutics
323 mal zitiert

Cannabinoid–Opioid Interaction in Chronic Pain

Design
Offene kontrollierte Pilotstudie (kein Placebo)
Stichprobe
n = 21 Pat.
Kernaussage

Die Kombination von vaporisiertem Cannabis und Opioiden reduzierte chronischen Schmerz signifikant um 27%, ohne die Opioid-Pharmakokinetik wesentlich zu verändern.

Zusammenfassung

n=21 Patienten mit chronischem Schmerz unter Morphin/Oxycodon, 5-tägige stationäre Cannabis-Inhalation. Schmerzreduktion durchschnittlich 27% (95% CI 9–46) nach Cannabis-Zusatz ohne signifikante Änderung der Opioid-Plasmaspiegel. Hinweis auf synergistische Analgesie ohne pharmakokinetische Interaktion.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Weizman et al. ·2024 ·CNS drugs
15 mal zitiert

Oral Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) Increases Parasympathetic Activity and Supraspinal Conditioned Pain Modulation in Chronic Neuropathic Pain Male Patients: A Crossover, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 12 Pat.
Kernaussage

THC reduzierte signifikant das LF/HF-Verhältnis (parasympathale Aktivität erhöht) und verbesserte signifikant die konditionierte Schmerzmodulation im Vergleich zu Placebo.

Zusammenfassung

Cross-over-RCT bei n=12 männlichen Patienten mit chronisch-radikulärem neuropathischem Schmerz; orales THC 0.2 mg/kg vs. Placebo. THC reduzierte signifikant die LF/HF-HRV-Ratio (parasympathische Aktivierung, F(1,11)=20.5, p<0.005) und verbesserte Conditioned Pain Modulation (CPM-Response, F(1,9)=5.2, p=0.048). THC-induzierte LF/HF-Reduktion korrelierte mit erhöhter funktioneller Konnektivität zwischen rostral ventrolateraler Medulla und dorsolateralem präfrontalem Kortex (T(10)=6.4, cluster p-FDR<0.005).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Narang et al. ·2008 ·The Journal of Pain
253 mal zitiert

Efficacy of Dronabinol as an Adjuvant Treatment for Chronic Pain Patients on Opioid Therapy

Design
RCT
Stichprobe
n = 30 Pat.
Kernaussage

Dronabinol führte zu verminderter Schmerzintensität, erhöhter Patientenzufriedenheit und signifikanter Schmerzlinderung als adjuvante Therapie bei opioid-behandelten chronischen Schmerzpatienten.

Zusammenfassung

n=30 chronische Schmerzpatienten unter Opioid-Therapie, Dronabinol 10–20 mg/d adjuvant vs. Placebo; kein signifikanter Unterschied im primären Endpunkt (BPI-Schmerzintensität p=0.59), Trend zu verbesserter Schlafqualität.

C
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gilman et al. ·2022 ·JAMA Network Open
88 mal zitiert

Effect of Medical Cannabis Card Ownership on Pain, Insomnia, and Affective Disorder Symptoms in Adults

Design
RCT
Stichprobe
n = 269 Pat.
Kernaussage

Medizinische Cannabis-Karte führte zu verbessertem Selbstbericht von Insomnie-Symptomen, aber zu höherer Inzidenz und Schweregrad von Cannabis-Use-Disorder und keiner signifikanten Verbesserung bei Schmerz, Angst oder depressiven Symptomen.

Zusammenfassung

n=269 Medical Cannabis Card-Besitzer (Massachusetts) über 12 Monate: keine signifikante Verbesserung von Schmerz (β=-0.24, p=0.45), Schlaflosigkeit oder affektiven Symptomen vs. Baseline; höheres Risiko für Cannabis Use Disorder (OR 2.5, p0.05).

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Vela et al. ·2022 ·Pain
101 mal zitiert

Cannabidiol treatment in hand osteoarthritis and psoriatic arthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial

Design
RCT (randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 129 Pat.
Kernaussage

CBD 20–30 mg/Tag reduzierte die Schmerzintensität nicht signifikant gegenüber Placebo.

Zusammenfassung

RCT (n=129) zu synthetischem CBD 20–30 mg/Tag vs. Placebo über 12 Wochen bei Handarthrose und Psoriasis-Arthritis; Gruppenunterschied in der Schmerzintensität nach 12 Wochen: 0,23 mm (95%-KI −9,41 bis 9,90; p=0,96) — kein klinisch oder statistisch signifikanter Schmerzeffekt. 22% CBD- vs. 21% Placebo-Gruppe erreichten >30 mm Schmerzreduktion.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
de Vries et al. ·2017 ·Clinical Gastroenterology and Hepatology
88 mal zitiert

Tetrahydrocannabinol Does Not Reduce Pain in Patients With Chronic Abdominal Pain in a Phase 2 Placebo-controlled Study

Design
RCT (Phase 2, placebo-kontrolliert)
Stichprobe
n = 65 Pat.
Kernaussage

Orales THC reduzierte chronische Bauchschmerzen nicht stärker als Placebo.

Zusammenfassung

n=65 Patienten mit chronischem Abdominalschmerz (postoperativ oder chronische Pankreatitis), orale THC-Tablette (bis 8 mg 3×/Tag) vs. Placebo über 50–52 Tage. Primärer Endpunkt VAS-Schmerz nicht unterschiedlich (F=0,016; p=0,901): THC-Gruppe –1,6 Punkte (40%), Placebo-Gruppe –1,9 Punkte (37%). Kein signifikanter Unterschied in sekundären Outcomes. Negativbefund: THC ohne Vorteil gegenüber Placebo bei chronischem Abdominalschmerz.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Jochimsen et al. ·1978 ·Clinical Pharmacology & Therapeutics
51 mal zitiert

Effect of benzopyranoperidine, a delta-9-THC congener, on pain.

Design
RCT (cross-over, 5-fach)
Stichprobe
n = 35 Pat.
Kernaussage

Benzopyranopepridin zeigte keine analgetische Wirkung gegenüber Placebo und war Codein unterlegen; beide Dosen verstärkten tendenziell die Schmerzwahrnehmung.

Zusammenfassung

n=35 Krebsschmerz-Patienten, Benzopyranopyradin (THC-Analogon) 2 mg / 4 mg vs. Codein 60 mg / 120 mg vs. Placebo (5-fach Crossover); kein signifikanter Unterschied zwischen Placebo und Benzopyranopyridine; Codein 120 mg zeigte klinisch relevante Schmerzreduktion. THC-Analogon nicht wirksamer als Placebo; Schmerzwahrnehmung unter beiden Dosen eher gesteigert.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
de Vries et al. ·2016 ·British Journal of Clinical Pharmacology
51 mal zitiert

Single dose delta-9-tetrahydrocannabinol in chronic pancreatitis patients: analgesic efficacy, pharmacokinetics and tolerability

Design
RCT (randomized, double-blind, placebo-controlled crossover)
Stichprobe
n = 24 Pat.
Kernaussage

Δ9-THC reduzierte den chronischen Abdominalschmerz bei Pankreatitis nicht signifikant gegenüber aktivem Placebo.

Zusammenfassung

n=24 Patienten mit chronischen Bauchschmerzen bei chronischer Pankreatitis, Δ9-THC 8 mg oral vs. Diazepam 5/10 mg (aktive Kontrolle), Crossover-Design; kein Behandlungseffekt auf VAS-Schmerz-Delta (p nicht signifikant). Negativbefund; Angstsymptome und Herzrate nach THC signifikant erhöht vs. Diazepam.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Haroutiunian et al. ·2008 ·Journal of Pain & Palliative Care Pharmacotherapy
15 mal zitiert

Open-label, add-on study of tetrahydrocannabinol for chronic nonmalignant pain.

Design
Open-Label-Studie (nicht randomisiert)
Stichprobe
n = 13 Pat.
Kernaussage

Orales THC führte nur bei einem Teil der Patienten zu adäquater Schmerzlinderung, während die Mehrheit nicht ausreichend ansprach.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie (n=13) zu oralem Delta-9-THC bei chronisch nicht-malignem Schmerz (CNMP) ohne Ansprechen auf Standardtherapie; 5 von 13 Patienten (38%) berichteten adäquates Ansprechen, 8 von 13 (62%) unzureichendes oder kein Ansprechen; 6 Patienten mit unerwünschten Ereignissen, 2 Studienabbrüche. Orale THC-Therapie bei selektierten therapierefraktären CNMP-Patienten möglicherweise eine Option.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Notcutt et al. ·2004

Initial experiences with medicinal extracts of cannabis for chronic pain: results from 34 'N of 1' studies.

Design
Stichprobe
n = 34
Zusammenfassung

Frühe explorative Untersuchung (34 'N-of-1'-Studien, überwiegend neuropathischer chronischer Schmerz) mit sublingualen Cannabis-Extrakten (THC, CBD, 1:1) über 12 Wochen, nach offener Phase randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert im Crossover-Design. THC-haltige Extrakte zeigten die beste Symptomkontrolle bei breiter Dosisspanne. Nebenwirkungen waren häufig, aber meist akzeptabel und vergleichbar mit anderen Psychopharmaka. Caveat: sehr kleine, heterogene Pilotdaten ohne quantitative Effektgrößen, nur wegweisend für spätere Studien.

Real-World-Evidenz und Beobachtungsstudien

Daten aus klinischer Versorgungspraxis, Registern und Pflichterhebungen.

27
B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schmidt-Wolf et al. ·2021 ·Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
31 mal zitiert

3 Jahre Cannabis als Medizin – Zwischenergebnisse der Cannabisbegleiterhebung

Design
Real-World-Evidence
Stichprobe
n = 21.000 Pat.
Kernaussage

Cannabis-Arzneimittel zeigen typische Nebenwirkungen (Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Mundtrockenheit) bei allen Präparaten; potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen (Depression, Suizidgedanken, Halluzinationen) wurden in jeweils >0,1% der Fälle berichtet; Wirksamkeit in dieser Zwischenauswertung nicht quantifiziert.

Zusammenfassung

n≈21.000 (3-Jahres-Auswertung der deutschen Cannabis-Begleiterhebung), Fibromyalgie als dritthäufigste Indikation; bei Fibromyalgie-Patienten Verbesserung von Schmerz und Lebensqualität in 60% der Fälle.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Vickery et al. ·2022 ·PLoS ONE
30 mal zitiert

A large Australian longitudinal cohort registry demonstrates sustained safety and efficacy of oral medicinal cannabis for at least two years.

Design
Prospektive Registerstudie (Real-World-Daten)
Stichprobe
n = 3.961 Pat.
Kernaussage

Orales medizinisches Cannabis verbesserte alle gemessenen klinischen Outcomes über 2 Jahre signifikant (p<0,001) bei akzeptablem Sicherheitsprofil.

Zusammenfassung

Prospektive australische Registerstudie (n=3.961, 71,9% Chronischer Schmerz, 2 Jahre Nachbeobachtung), orales medizinisches Cannabis; Schmerzinterferenz (BPI) um 26,1% verbessert, Schmerzschwere um 22,2% (p<0,001); 37,3% milde bis moderate UAW, schwere Ereignisse <2% (n=23).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Stith et al. ·2019 ·Scientific Reports
67 mal zitiert

The Association between Cannabis Product Characteristics and Symptom Relief

Design
Real-World-Register (Beobachtungsstudie, mobile App)
Stichprobe
n = 3.341 Pat.
Kernaussage

Im Mittel besserten sich die Symptome um 3,5 Punkte auf einer 11-Punkte-Skala; höhere THC-Gehalte gingen mit stärkerer Linderung, aber auch mehr Nebenwirkungen einher, während der CBD-Gehalt keinen klaren Effekt zeigte.

Zusammenfassung

n=3.341 medizinische Cannabis-Patienten, 19.910 Selbstverabreichungs-Sessions (ReleafApp); durchschnittliche Symptomverbesserung 3,5 Punkte (SD=2,6) auf einer 11-Punkte-Skala; höherer THC-Gehalt unabhängig mit größerer Symptomlinderung assoziiert (p<0.05); getrocknete Cannabisblüte häufigste Produktform mit größter Symptomreduktion; CBD-Potenz nicht signifikant assoziiert.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Tait et al. ·2025 ·PloS one
4 mal zitiert

Improvements in health-related quality of life are maintained long-term in patients prescribed medicinal cannabis in Australia: The QUEST Initiative 12-month follow-up observational study.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 2.353 Pat.
Kernaussage

Klinisch bedeutsame und statistisch signifikante Verbesserungen in gesundheitsbezogener Lebensqualität, Müdigkeit und Schlafstörung wurden über 12 Monate aufrechterhalten; auch Angst, Depression, Schlaflosigkeit und Schmerzen verbesserten sich für Patienten mit entsprechenden Erkrankungen.

Zusammenfassung

QUEST Initiative: n=2353 australische Patienten mit chronischen Erkrankungen (38,1% muskuloskelettale Schmerzen, 23,2% neuropathische Schmerzen) über 12 Monate medicinal Cannabis. Klinisch bedeutsame Verbesserungen bei HRQL (EQ-5D-5L d=0.52, QLQ-C30 d=0.91), Schmerz (QLQ-C30 pain d=0.5, PROMIS pain intensity d=0.76, pain interference d=0.76), Fatigue (d=0.51), Schlafstörungen (d=0.76), Angst (DASS d=0.69) und Depression (DASS d=0.65). Follow-up-Rate sank auf 38% bei 12 Monaten.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Tait et al. ·2023 ·PloS one
22 mal zitiert

Health-related quality of life in patients accessing medicinal cannabis in Australia: The QUEST initiative results of a 3-month follow-up observational study.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 2.327 Pat.
Kernaussage

Statistisch signifikante, klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität, Müdigkeit, Angst und Depression über 3 Monate; klinisch bedeutsame Schmerzreduktion bei chronischen Schmerzen; keine Veränderung der Schlafstörungen.

Zusammenfassung

QUEST Initiative: Prospektive multizentrische Real-World-Studie bei Patienten mit chronischen Erkrankungen unter neu verschriebenem medizinischem Cannabis (n=2.327 mit Baseline + Follow-up, Australien 2020–2021). Primäre Population: chronischer Schmerz (68,7%), Insomnie (22,9%), Angst (21,5%). Klinisch bedeutsame Verbesserung der Lebensqualität von Baseline zu mittlerem Follow-up: EQ-5D-5L d=0,54 (95% CI 0,47–0,59), QLQ-C30 Summary d=0,64 (95% CI 0,58–0,70), Fatigue d=0,54 (95% CI 0,48–0,59). Bei chronischem Schmerz klinisch bedeutsame Schmerzreduktion d=0,65 (95% CI 0,57– [Abstract-Trunkierung]).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lake et al. ·2019 ·PLOS Medicine
79 mal zitiert

Frequency of cannabis and illicit opioid use among people who use drugs and report chronic pain: A longitudinal analysis

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 1.152 Pat.
Kernaussage

Täglicher Cannabiskonsum war mit signifikant niedrigeren Odds für täglichen illegalisierten Opioidkonsum assoziiert (adjustierte OR 0,50, 95% CI 0,34-0,74, p < 0,001).

Zusammenfassung

Prospektive Kohortenstudie bei Drogenkonsumenten mit chronischem Schmerz (n=1.152, Vancouver 2014–2017). 40% berichteten täglichen illegalen Opioidkonsum, 36% täglichen Cannabiskonsum. Häufigste therapeutische Cannabis-Gründe: Schmerz (36%), Schlaf (35%), Stress (31%). Nach Adjustierung war täglicher Cannabiskonsum assoziiert mit signifikant niedrigerer Odds für täglichen illegalen Opioidkonsum (aOR=0,50; 95% CI 0,34–0,74; p<0,001).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Horsted et al. ·2023 ·European Journal of Pain
11 mal zitiert

Safety and effectiveness of cannabinoids to Danish patients with treatment refractory chronic pain—A retrospective observational real-world study

Design
Real-World-Evidence
Stichprobe
n = 826 Pat.
Kernaussage

Signifikante Reduktion der Schmerzintensität, aber nur 17% (ITT) bzw. 32% (Per-Protocol) zeigten klinisch relevante Schmerzreduktion ≥30% bei erster Nachuntersuchung; milde bis moderate Nebenwirkungen bei 42% der Patienten.

Zusammenfassung

n=826 dänische Patienten mit therapierefraktärem chronischem Schmerz (TRCP), retrospektive Real-World-Studie zu oralen Cannabinoiden. NRS-Reduktion signifikant bei Follow-up 1 (median 56 Tage) und Follow-up 2 (median 126 Tage) vs. Baseline (p<0.0001). Klinisch relevante Schmerzreduktion (NRS ≥30%) bei 17% (F/U1) bzw. 10% (F/U2) in Intention-to-treat-Analyse; 32% bzw. 45% in Per-Protokoll-Analyse. Nebenwirkungen mild-moderat bei 42% (F/U1) und 34% (F/U2), hauptsächlich gastrointestinal (17%/13%) und ZNS (14%/11%).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Safakish et al. ·2020 ·Pain Medicine
69 mal zitiert

Medical Cannabis for the Management of Pain and Quality of Life in Chronic Pain Patients: A Prospective Observational Study

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 751 Pat.
Kernaussage

Medizinisches Cannabis war mit signifikanten Verbesserungen der Schmerzstärke, Schmerzinterferenz und Lebensqualität über 12 Monate assoziiert; Opioidkonsum wurde reduziert.

Zusammenfassung

n=751 chronische Schmerzpatienten über 12 Monate, medizinisches Cannabis assoziiert mit signifikanter Reduktion von Schmerzintensität und -interferenz (p<0.001) ab Monat 1, Verbesserung der SF-12 physischen und mentalen Gesundheitsdomänen ab Monat 3 (p<0.002). Signifikante Reduktion der oralen Morphin-Äquivalentdosen bei Baseline-Opioid-Nutzern (p<0.0001).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Aviram et al. ·2021 ·European Journal of Pain
89 mal zitiert

Medical cannabis treatment for chronic pain: Outcomes and prediction of response

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 279 Pat.
Kernaussage

Medizinisches Cannabis führte nach 12 Monaten zu einer durchschnittlichen Reduktion der Schmerzintensität um 20% und Verbesserung aller anderen Parameter um 10-30%; gleichzeitig Reduktion der Opioid-Äquivalenzdosis um 42%.

Zusammenfassung

n=279 Patienten mit chronischen Schmerzen unter medizinischem Cannabis, gemischte Ätiologien (inkl. Fibromyalgie n~50); signifikante Schmerzreduktion (NRS -2,5 Punkte, p0.001), 18% Response-Rate für ≥30% Reduktion nach 6 Monaten.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Weber et al. ·2009 ·Anesthesiology Research and Practice
57 mal zitiert

Tetrahydrocannabinol (Delta 9-THC) Treatment in Chronic Central Neuropathic Pain and Fibromyalgia Patients: Results of a Multicenter Survey

Design
Multizentrische retrospektive Umfrage
Stichprobe
n = 124 Pat.
Kernaussage

Delta-9-THC reduzierte Schmerzintensität und verbesserte psychometrische Parameter signifikant, mit akzeptablem Nebenwirkungsprofil bei der Mehrheit der Patienten.

Zusammenfassung

Multizentrische retrospektive Telefonumfrage: n=172 Patienten mit zentralem neuropathischem Schmerz und Fibromyalgie erhielten durchschnittlich 7,5 mg Delta-9-THC über 7 Monate; n=124 auswertbar (48 vorzeitiger Abbruch). Psychometrische Parameter (PDI, SF-12, QLIP, HADS) sowie Schmerzintensität (NRS) verbesserten sich signifikant; Opioid-Dosen wurden reduziert. ~25% der Patienten tolerierten die Behandlung nicht.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Ueberall et al. ·2019 ·Journal of Pain Research
61 mal zitiert

Effectiveness and tolerability of THC:CBD oromucosal spray as add-on measure in p

Design
Real-World-Register (exploratory, open-label)
Stichprobe
n = 800 Pat.
Kernaussage

THC:CBD-Spray zeigte eine Verbesserung der Symptome um durchschnittlich 39,0% (ASR-9) nach 12 Wochen, mit besonders ausgeprägtem Effekt bei neuropathischen Schmerzen (54,9% Verbesserung) und guter Verträglichkeit.

Zusammenfassung

Real-World-Register-Analyse aus dem German Pain e-Registry 2017, n=800 Patienten mit schwerem chronischen Schmerz unter THC:CBD-Oromukosalspray als Add-on. ASR-9-Verbesserung (9-Faktor-Symptomrelief) nach 12 Wochen: 39,0±26,5% (95%-CI 36,9–41,1, Median 42%, Range -41 bis +85). Vollständige ASR-9-Response (≥50% Verbesserung in allen 9 Faktoren) bei 15,4% (n=123); ≥50% Verbesserung in ≥5/9 Faktoren bei 56,0% (n=488). Subgruppen-Analyse: neuropathischer Schmerz (n=497, 62,1%) signifikant besser (ASR-9: 54,9±17,2%, Median 56%) vs. gemischter Schmerz (n=249, 31,1%; ASR-9: 18,2±12,0%, Median 19%, p<0,001) und nozizeptiver Schmerz (n=54, 6,8%; ASR-9: -11,9±10,5%, Median -11%, p<0,001). Nebenwirkungen bei 19,9% (n=159), meist mild (81,6%); häufigste TEAEs: gesteigerter Appetit (6,3%, n=50), Dysgeusie (2,9%, n=23). Abbrüche wegen TEAEs: 4,0% (n=32); wegen unzureichender Schmerzlinderung: 14,1% (n=113), überwiegend bei nozizeptivem Schmerz (74,1%, n=40 von 54), selten bei neuropathischem Schmerz (0,2%, n=1, p<0,001).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Harris et al. ·2022 ·Expert Review of Clinical Pharmacology
41 mal zitiert

UK Medical Cannabis registry: an analysis of clinical outcomes of medicinal cannabis therapy for chronic pain conditions

Design
Fallserie (prospektives Register)
Stichprobe
n = 190 Pat.
Kernaussage

CBMPs waren mit signifikanten Verbesserungen von Schmerzintensität und gesundheitsbezogener Lebensqualität über 6 Monate assoziiert.

Zusammenfassung

UK Medical Cannabis Registry, n=190 Patienten mit chronischen Schmerzen; signifikante Verbesserungen in BPI, SF-MPQ-2, VAS-Schmerz, GAD-7, SQS und EQ-5D-5L zu allen Messzeitpunkten (1, 3, 6 Monate; p<0,050); unerwünschte Ereignisse bei 39,47% (mild 19,47%, moderat 12,11%, schwer 7,37%); häufigstes AE Übelkeit (n=11; 5,8%).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Wagner et al. ·2025 ·Advances in therapy
0 mal zitiert

How to ESCAPE from Pain? An Observational Study on Improving Pain and Quality of Life with the Cannamedical((R)) Hybrid Cannabis Extract.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 64 Pat.
Kernaussage

Schmerzintensität und Schmerzinterferenz nahmen in beiden Gruppen ab, physische und mentale Gesundheit verbesserten sich, hohe Zufriedenheit berichtet.

Zusammenfassung

Prospektive Beobachtungsstudie (n=64) zu Cannamedical® Hybrid Cannabis Extract THC25:CBD25 bei chronischen Schmerzpatienten über 4 Visiten; NRS-Schmerzintensität sank von 5.46±1.73 (V1) auf 3.37±2.43 (V4) in der ITT-Population; bei Cannabis-naiven Patienten (n=35) Reduktion von 5.92±1.34 auf 2.37±1.69. Pain Interference Subscore verbesserte sich von 5.39±1.92 auf 3.38±2.46 (ITT) bzw. 5.68±1.46 auf 2.54±1.99 (Cannabis-naiv). SF-12 zeigte Verbesserungen in physischer und mentaler Gesundheit; hohe Patienten- und Ärztezufriedenheit.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Kvamme et al. ·2021 ·Harm Reduction Journal
57 mal zitiert

Exploring the use of cannabis as a substitute for prescription drugs in a convenience sample

Design
Querschnittsstudie (Online-Survey)
Stichprobe
n = 2.841 Pat.
Kernaussage

CaM wird häufig als Substitut für Verschreibungspräparate (insbesondere Opioide) genutzt, mit überwiegend positiver Selbsteinschätzung hinsichtlich Wirksamkeit und Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Online-Survey (n=2.841 Cannabis-als-Medizin-Nutzende); 54,6% verwendeten Cannabis als Substitut für Verschreibungsarzneimittel; Schmerzmedikamente waren das häufigste Substitutionsziel (67,2%). Unter Substitutionsnutzenden berichteten 38,1% vollständige Absetzen und 45,9% substantielle Reduktion der Verschreibungsmedikamente; >65% empfanden CaM als wirksamer als die ersetzte Medikation.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Degenhardt et al. ·2015 ·Drug and Alcohol Dependence
118 mal zitiert

Experience of adjunctive cannabis use for chronic non-cancer pain: Findings from the Pain

Design
Querschnittsstudie (POINT-Kohorte)
Stichprobe
n = 1.514 Pat.
Kernaussage

16% der Teilnehmer nutzten Cannabis zur Schmerzlinderung; Nutzer berichteten schwerere Schmerzen und stärkere Beeinträchtigung, aber auch größere Schmerzlinderung in Kombination mit Opioidern im Vergleich zu Opioid-Monotherapie.

Zusammenfassung

POINT-Studie mit n=1.514 australischen Patienten unter Opioid-Therapie für chronischen Nicht-Tumor-Schmerz; 16% hatten Cannabis zur Schmerzlinderung genutzt (6% im letzten Monat), 25% würden es bei Zugang verwenden. Cannabis-Nutzer berichteten höhere Schmerzintensität, höhere Opioid-Dosen und bessere Schmerzlinderung in Kombination mit Opioiden als mit Opioiden allein. 43% Lifetime-Cannabis-Gebrauch (Freizeit), 12% erfüllten ICD-10-Kriterien für Cannabis-Störung.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Sexton et al. ·2016 ·Cannabis and Cannabinoid Research
342 mal zitiert

A Cross-Sectional Survey of Medical Cannabis Users: Patterns of Use and Perceived Efficacy

Design
Querschnittsstudie (Online-Survey)
Stichprobe
n = 1.429 Pat.
Kernaussage

Nutzer berichten subjektiv starke Symptomlinderung, jedoch fehlt ärztliche Aufsicht und wissenschaftliche Evidenz für viele berichtete Indikationen.

Zusammenfassung

Querschnittssurvey n=1.429 medizinischer Cannabis-Nutzer in Washington State; 61,2% nutzten Cannabis primär wegen Schmerz; durchschnittlich 86% Symptomreduktion (selbstberichtet); 59,8% verwendeten Cannabis als Ersatz für Pharmaka (kein Kontrollarm, rein beobachtend).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Boehnke et al. ·2019 ·The Journal of Pain
141 mal zitiert

Pills to Pot: Observational Analyses of Cannabis Substitution Among Medical Cannabis Users With Chronic Pain

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 1.321 Pat.
Kernaussage

Etwa 80% der Teilnehmer berichteten, Cannabis für traditionelle Schmerzmittel zu substituieren (53% für Opioide, 22% für Benzodiazepine), mit Angabe von weniger Nebenwirkungen und besserer Symptomkontrolle als Gründe.

Zusammenfassung

n=1.321 medizinische Cannabis-Nutzer mit chronischem Schmerz (59% weiblich, 54% ≥50 Jahre); 80% berichteten Cannabis-Substitution für traditionelle Schmerzmittel (53% für Opioide, 22% für Benzodiazepine), Begründung: weniger Nebenwirkungen und besseres Symptommanagement. Erfahrene Nutzer (≥1 Jahr) vs. Novizen (<1 Jahr): häufiger keine Begleitmedikation (43% vs. 30%) und verbesserte Gesundheit (74% vs. 67%, p=0.004).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gastmeier et al. ·2023 ·Der Schmerz
1 mal zitiert

„Patient-reported outcomes“ bei chronischen Erkrankungen unter Therapie mit Cannabisarzneimitteln

Design
Real-World-Beobachtungsstudie (Patient-Reported Outcomes)
Stichprobe
n = 1.030 Pat.
Kernaussage

Bei 84% der Teilnehmenden verbesserte sich die Lebensqualität unter Cannabisarzneimitteltherapie laut subjektiver Einschätzung deutlich.

Zusammenfassung

Real-World-Register zu Cannabis-Therapie bei chronisch Kranken in Deutschland (n=1.030); Schmerz war häufigstes Symptom (71%), gefolgt von Schlafstörungen (64%). Subjektive Lebensqualitätsverbesserung bei 84% der Patienten. Symptom-Matrix (SMX) aus 6 Kernsymptomen identifiziert.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gewandter et al. ·2023 ·The Clinical journal of pain
3 mal zitiert

Cannabinoid Therapy: Attitudes and Experiences of People With Chronic Pain.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 969 Pat.
Kernaussage

Befragte, die derzeit Cannabinoide nehmen, berichten häufiger über große Schmerzverbesserungen und weniger Nebenwirkungen; klinische Studien zeigen jedoch gemischte und oft nicht schlüssige Ergebnisse.

Zusammenfassung

Web-basierte Querschnitt-Umfrage bei n=969 Patienten mit chronischem Schmerz (46% aktuell Cannabinoide, 22% früher, 32% nie). Aktuell-Nutzende berichten häufiger große Schmerzverbesserung (inkl. schwer behandelbare chronische überlappende Schmerzsyndrome wie Beckenschmerz), verbesserte Komorbiditäten (Schlaf), geringere Nebenwirkungsbelastung. Nie-Nutzende nennen fehlende Arztempfehlung (40%), Illegalität (25%), fehlende FDA-Zulassung (19%) als Gründe.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Boehnke et al. ·2016 ·The Journal of Pain
406 mal zitiert

Medical Cannabis Use Is Associated With Decreased Opiate Medication Use in a Retrospective Cross-Sectional Survey of Patients With Chronic Pain

Design
Retrospektive Querschnittsstudie
Stichprobe
n = 244 Pat.
Kernaussage

Medizinische Cannabis-Nutzung war mit einer 64%igen Reduktion der Opioid-Nutzung, verringerter Medikamentennebenwirkungen und verbesserter Lebensqualität (45%) assoziiert.

Zusammenfassung

Retrospektive Befragung von n=244 medizinischen Cannabis-Patienten mit chronischem Schmerz (Michigan 2013–2015); Cannabis-Gebrauch assoziiert mit 64% Reduktion des Opioid-Konsums (n=118), verbesserter Lebensqualität (45%) und weniger Medikamenten-Nebenwirkungen.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ware et al. ·2003 ·Pain
188 mal zitiert

Cannabis use for chronic non-cancer pain: results of a prospective survey.

Design
Querschnittsstudie (Befragung)
Stichprobe
n = 209 Pat.
Kernaussage

Cannabis wurde von einem erheblichen Anteil der Schmerzpatienten zur Linderung von Schmerz, Schlaf und Stimmung eingesetzt, wobei Dosis und Häufigkeit stark variierten.

Zusammenfassung

Querschnittsbefragung, n=209 chronische Nicht-Tumorschmerzpatienten; 15% nutzten Cannabis zur Schmerzlinderung; Schmerznutzer signifikant jünger (p=0.001) und häufiger Raucher (p=0.0001); Schmerz, Schlaf und Stimmung am häufigsten berichtet als gebessert.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Brunt et al. ·2014 ·Journal of Clinical Psychopharmacology
65 mal zitiert

Therapeutic satisfaction and subjective effects of different strains of pharmaceutical-grade cannabis.

Design
Querschnittsstudie (Fragebogen)
Stichprobe
n = 102 Pat.
Kernaussage

Die Mehrheit der Patienten berichtete hohe therapeutische Zufriedenheit, wobei sich bestimmte subjektive Effekte zwischen den Cannabissorten mit unterschiedlichem THC/CBD-Gehalt unterschieden.

Zusammenfassung

Querschnittsstudie (n=102) bei niederländischen Patienten mit pharmazeutisch-qualifiziertem Cannabis; chronischer Schmerz häufigste Indikation (53%; n=54); 86% berichteten (fast) immer therapeutische Zufriedenheit beim Konsum; subjektive Schmerzlinderung als Hauptergebnis; keine Kontrollgruppe, keine Effektgrößen-Berechnung.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Arkell et al. ·2023 ·JAMA Network Open
58 mal zitiert

Assessment of Medical Cannabis and Health-Related Quality of Life

Design
Fallserie
Stichprobe
n = 2.762 Pat.
Kernaussage

Patienten berichteten signifikante Verbesserungen in allen 8 Domänen der Lebensqualität (SF-36) nach Cannabisbehandlung, die größtenteils über die Zeit hinweg anhalten, mit Verbesserungen von 6,60 bis 18,31 Punkten je nach Domäne (alle p < 0,001).

Zusammenfassung

n=2.762 medizinische Cannabis-Patienten (Australien, QUEST-Initiative) über 3 Monate: Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (EQ-5D-5L-Index +0.06, p0.001) und Schmerz-Dimension (−0.11, p0.001); Real-World-Daten ohne Placebo-Kontrolle.

C
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Haroutounian et al. ·2016 ·The Clinical Journal of Pain
238 mal zitiert

The Effect of Medicinal Cannabis on Pain and Quality-of-Life Outcomes in Chronic Pain

Design
Prospektive Open-Label-Kohortenstudie
Stichprobe
n = 206 Pat.
Kernaussage

Medicinal Cannabis führte zu signifikanter Verbesserung der Schmerzscores (S-TOPS: 83,3 → 75,0; p<0,001), Schmerzstärke und Schmerzinterferenz sowie zu 44%iger Reduktion der Opioid-Konsumption.

Zusammenfassung

Prospektive Open-Label-Studie mit n=206 (ITT) Patienten mit therapierefraktärem chronischem Schmerz; nach 6 Monaten medizinischem Cannabis verbesserte sich der S-TOPS-Schmerz-Score von 83,3 (95% CI 79,2–87,5) auf 75,0 (95% CI 70,8–79,2, p<0,001), Pain-Severity-Score von 7,50 auf 6,25 (p<0,001), Pain-Interference-Score von 8,14 auf 6,71 (p<0,001). Opioid-Konsum sank um 44% (p<0,001). Schwere Nebenwirkungen führten bei 2 Teilnehmenden zum Therapieabbruch.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Vigil et al. ·2017 ·PLOS ONE
144 mal zitiert

Associations between medical cannabis and prescription opioid use in chronic pain patients: A preliminary cohort study

Design
Historische Kohortenstudie (Beobachtungsstudie)
Stichprobe
n = 66 Pat.
Kernaussage

MCP-Patienten zeigten signifikant höhere Chancen für Opioid-Absetzen (OR 17,27) und Dosisreduktion (OR 5,12) mit 47%-Punktreduzierung der täglichen Opioid-Dosierung sowie Verbesserungen in Schmerzreduktion und Lebensqualität.

Zusammenfassung

Historische Kohortenstudie zu Medical Cannabis Program (MCP)-Enrollment in New Mexico, n=37 chronische Schmerz-Patienten mit habituellem Opioid-Gebrauch (MCP-Gruppe) vs. n=29 Nicht-Enrolled (Kontrolle), Beobachtung über 21 Monate. MCP-Enrollment assoziiert mit 17,27-fach höherer adjustierter Odds für Opioid-Verschreibungs-Cessation (95%-CI 1,89–157,36, p=0,012), 5,12-fach höherer Odds für Dosis-Reduktion (95%-CI 1,56–16,88, p=0,007) und 47 Prozentpunkte niedrigere tägliche Opioid-Dosis vs. +10,4 Prozentpunkte Anstieg in Kontrolle (95%-CI -90,68 bis -3,59, p=0,034). Monatlicher Trend in MCP-Gruppe: -0,64mg IV-Morphin-Äquivalent (95%-CI -1,10 bis -0,18, p=0,008), Kontrolle: +0,18mg (95%-CI -0,02 bis +0,39, p=0,081). Patient-reported Outcomes nach 1 Jahr: Verbesserungen in Schmerzreduktion, Lebensqualität, sozialer Aktivität, Konzentration (alle p<0,001); wenige Nebenwirkungen.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Takakuwa et al. ·2020 ·Cannabis and Cannabinoid Research
55 mal zitiert

The Impact of Medical Cannabis on Intermittent and Chronic Opioid Users with Back Pain: How Cannabis Diminished Prescription Opioid Usage

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Stichprobe
n = 61 Pat.
Kernaussage

Cannabis ermöglichte bei gut der Hälfte der Patienten das vollständige Absetzen von Opioiden, bei einem Teil ohne Effekt oder mit Zunahme des Opioidkonsums.

Zusammenfassung

Retrospektive Kohortenstudie (n=61 Opioid-Nutzer mit Rückenschmerz): 50,8% stoppten alle Opioid-Einnahme nach Cannabis-Empfehlung; von verbleibenden 29 Patienten reduzierten 31% die Opioiddosis; höhere Cannabis-Dosis war einziger Prädiktor für Opioid-Stopp.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Wendelmuth et al. ·2019 ·Der Schmerz
8 mal zitiert

Dronabinol bei geriatrischen Schmerz- und Palliativpatienten

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 40 Pat.
Kernaussage

52,5% der Patienten erreichten eine Schmerzlinderung von mehr als 30%, 10% von mehr als 50%; etwa vier Symptome oder Nebenwirkungen aus vorheriger Behandlung wurden positiv beeinflusst.

Zusammenfassung

Retrospektive Datenanalyse zu Dronabinol bei geriatrischen Schmerz- und Palliativpatienten; Real-World-Daten zu Verträglichkeit und klinischer Anwendung in vulnerabler Population; explorativ-deskriptive Evidenz für chronische Schmerzsyndrome im höheren Lebensalter.

Übersichtsarbeiten

Nicht-systematische Übersichts- und Expertenarbeiten zur Einordnung der Evidenzlage.

7
B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Russo et al. ·2007 ·Chemistry & Biodiversity
227 mal zitiert

Cannabis, Pain, and Sleep: Lessons from Therapeutic Clinical Trials of Sativex®, a Cannabis-Based Medicine

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Sativex verbesserte subjektive Schlafparameter bei multiplen Schmerzsyndromen ohne Toleranzentwicklung über bis zu vier Jahre.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Sativex (THC/CBD 1:1) bei Schmerzerkrankungen; n=2000 Patienten, 1000 Patientenjahre Exposition in Phase-I–III-Studien. 40–50% der Patienten erreichten gute bis sehr gute Schlafqualität; ausgeprägte subjektive Schmerzverbesserung bei MS, peripherer neuropathischer Schmerzerkrankung, Krebsschmerz und rheumatoider Arthritis ohne Dosissteigerung über bis zu 4 Jahre.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Aggarwal et al. ·2013 ·The Clinical Journal of Pain
60 mal zitiert

Cannabinergic Pain Medicine

Design
Narrative Review + RCT-Survey
Stichprobe
k = 38 Quellen
Kernaussage

71% der 38 surveyed RCTs zeigten statistisch signifikante schmerzlindernde Effekte von Cannabinoiden, 29% zeigten keine Effekte; Nebenwirkungen überwiegend mild und gut toleriert.

Zusammenfassung

Narrative Review zu cannabinerger Schmerzmedizin mit PubMed-Survey über k=38 RCTs; 71% (n=27) zeigten statistisch signifikante schmerzlindernde Effekte, 29% (n=11) nicht. CB1-Rezeptoren 10-fach häufiger als μ-Opioid-Rezeptoren im ZNS. Nebenwirkungen meist nicht-schwerwiegend und gut toleriert.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hill et al. ·2015 ·JAMA
507 mal zitiert

Medical Cannabis for Treatment of Chronic Pain and Other Medical and Psychiatric Problems

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Hochwertige Evidenz unterstützt die Verwendung von Cannabis/Cannabinoiden für chronische Schmerzen, neuropathische Schmerzen und Spastizität bei Multipler Sklerose; viele andere Indikationen sind nicht evidenzgestützt.

Zusammenfassung

Narrative Übersichtsarbeit zu medizinischem Cannabis bei chronischem Schmerz und psychiatrischen Indikationen; diskutiert Evidenzlage und Risiken, keine systematische Datenextraktion.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Vučković et al. ·2018 ·Frontiers in Pharmacology
366 mal zitiert

Cannabinoids and Pain: New Insights From Old Molecules

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Moderate Evidenz für analgetische Wirkung von Cannabis/Cannabinoiden besonders bei neuropathischen Schmerzen, aber mit erheblichen Limitationen (kurze Behandlungsdauer, kleine Patientenzahlen, heterogene Populationen, bescheidene messbare Effekte).

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Cannabinoiden und Schmerz; diskutiert präklinische Mechanismen (Neurotransmitter-Hemmung, postsynaptische Modulation, deszendierende Hemmung, Neuroinflammations-Reduktion). Referiert Meta-Analysen mit moderater Evidenz für Cannabis/Cannabinoide bei chronischem Schmerz, insbesondere neuropathischem Schmerz. Limitationen: kurze Behandlungsdauer, kleine Stichproben, heterogene Populationen, unterschiedliche Cannabinoide/Dosen, modeste Effekte. Kurzzeit-Nebenwirkungen mild bis moderat, gut toleriert, transient; Langzeit-Sicherheitsdaten rar. Fordert größere, länger dauernde RCTs zur Langzeit-Wirksamkeit und -Sicherheit.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Russo et al. ·2008 ·Therapeutics and Clinical Risk Management
290 mal zitiert

Cannabinoids in the management of difficult to treat pain

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Narrative Review berichtet über Sicherheit und Wirksamkeit von Cannabinoiden in klinischen Studien für neuropathische Schmerzen, rheumatoide Arthritis und Krebsschmerzen, ohne spezifische quantitative Ergebnisse zu nennen.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Cannabinoid-Analgesie bei schwierig zu behandelndem Schmerz; Sativex (THC/CBD-Oromukosalspray) 2005 in Kanada für MS-assoziierten neuropathischen Schmerz zugelassen, 2007 für refraktären Tumorschmerz; zahlreiche RCTs zeigten Sicherheit und Wirksamkeit bei zentralem/peripherem neuropathischem Schmerz, rheumatoider Arthritis und Tumorschmerz; gutes Verträglichkeitsprofil in klinischen Studien.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Anand et al. ·2021 ·Pain Management
99 mal zitiert

Cannabis-Based Medicines and Pain: A Review of Potential Synergistic and Entourage Effects

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Narrative Review ohne eigene klinische Daten; es wird berichtet, dass Vollspektrum-Cannabisprodukte verbesserte Wirksamkeit oder Verträglichkeit zeigen könnten, aber definitive klinische Studien werden noch benötigt.

Zusammenfassung

Narratives Review zu Cannabis und Schmerz, diskutiert Entourage-Effekte und synergistische Mechanismen zwischen Cannabinoiden und Terpenen; hauptsächlich mechanistische Hypothesen, begrenzte klinische Evidenz für Neuropathie; keine Meta-Analyse oder systematische Datenextraktion.

C
Hill et al. ·2017

Cannabis and Pain: A Clinical Review.

Design
Stichprobe
Zusammenfassung

Narrative klinische Übersichtsarbeit (PubMed-Literaturrecherche) zu Cannabis/Cannabinoiden in der Schmerztherapie. Die Autoren verweisen auf eine aktuelle Meta-Analyse klinischer Studien, die eine moderate Evidenz für den Nutzen einer cannabinoidbasierten Pharmakotherapie bei Schmerzen fand; erste epidemiologische Hinweise deuten zudem auf eine mögliche Reduktion des Opioidbedarfs. Einschränkung: subjektive Schmerzlinderung deckt sich nicht zwingend mit objektiven Analgesie-Messungen, enges therapeutisches Fenster, keine eigene systematische Auswertung.

Laufende & kommende Studien

Laufende Studien befinden sich in der Erprobungsphase und sind kein Beleg für Wirksamkeit oder Sicherheit. Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken.

12
  • NCT03984565 ClinicalTrials.gov PAIN: A Project Assessing the Impact of a Novel Cannabinoid Product Rekrutierung Phase 2 Start: 2024-06
  • NCT06084520 ClinicalTrials.gov Translation and Validation of the COMM and ASI-SR Rekrutierung Start: 2023-12
  • NCT06490445 ClinicalTrials.gov A Study of Medical Cannabis Aerosol Via the Fixed-dose Syqe Inhaler as an Add-on Treatment of Diabetic Peripheral Neuropathic Pain (DPNP) Aktiv Phase 2 Start: 2024-11
  • NCT06544291 ClinicalTrials.gov Combined THC and CBD for OUD and Chronic Pain Rekrutierung Phase 2 Start: 2024-10
  • NCT05052541 ClinicalTrials.gov Safety and Efficacy of Oral Cannabis in Chronic Spine Pain Rekrutierung Phase 3 Start: 2026-01
  • NCT06930703 ClinicalTrials.gov Cannabidiol in Sickle Cell Disease Rekrutierung Phase 1 Start: 2025-04
  • NCT05519111 ClinicalTrials.gov Cannabinoids for the Reduction of Inflammation and Sickle Cell Related Pain Rekrutierung Phase 2 Start: 2025-04
  • NCT04587791 ClinicalTrials.gov Cannabidiol in Opioid Use Disorder and Chronic Pain Rekrutierung Early Phase 1 Start: 2021-12
  • NCT06932432 ClinicalTrials.gov Using Ecological Momentary Assessment to Develop an Adaptive Psychological Intervention for Young Adults With Chronic Pain Rekrutierung Start: 2024-12
  • NCT06283862 ClinicalTrials.gov MIVetsCan: Can-Coach Trial (Phase 2) Rekrutierung Start: 2024-04
  • 2024-519568-42-00 EU CTIS Cannabis extrAct in oncology Patients for the treatment of TUmor Related symptom burden (CAPTURE) Geplant Therapeutic exploratory (Phase II)
  • 2023-508932-68-00 EU CTIS A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled, 4-arm Parallel-group, Multiple-Dose Study to Assess Efficacy and Safety of Medical Cannabis Aerosol via the Fixed-dose Syqe Inhaler as an Add-on Treatment of Diabetic Peripheral Neuropathic Pain Laufend Therapeutic exploratory (Phase II) Start: 2024-11