Studienlage / Neurologie / Epilepsie

Epilepsie

129 kuratierte Studien · 3 Schlüsselstudien · mechoulam.de

Eines der am gründlichsten untersuchten Anwendungsgebiete. Mehrere Phase-III-Studien zeigen, dass pharmazeutisches Cannabidiol die Anfallshäufigkeit bei seltenen, schwer behandelbaren Syndromen wie dem Dravet- und dem Lennox-Gastaut-Syndrom deutlich senke, wo es auch zugelassen ist. Für die häufigen Epilepsieformen Erwachsener wächst die Evidenz noch.

Bewertungsschema

Der Buchstabe bewertet die Qualität einer Studie, unabhängig vom Typ. Jeder Studientyp kann jede Note bekommen: auch ein Review kann B oder C sein, wenn er klein oder schwach ist, und ein RCT kann S sein. Die Note ist eine Synthese aus Studiendesign, Journal-Autorität und klinischer Verbindlichkeit:

S
Höchste Evidenz, große, methodisch erstklassige Studien oder S3-Leitlinien
A
Starke Evidenz, solide, aussagekräftige Studien mit klarem Ergebnis
B
Mittlere Evidenz, kleinere oder methodisch eingeschränkte Studien
C
Schwache Evidenz, vorläufige, indirekte oder widersprüchliche Befunde
D
Geringste Evidenz, explorative Hinweise, Einzelfälle oder Expertenmeinung

Qualitätsprofil je Studie

Links neben jeder Studie steht ein Profil aus vier Merkmalen, es zeigt die Unterschiede innerhalb einer Buchstaben-Klasse.

Größe
Teilnehmerzahl (RCT) bzw. eingeschlossene Studien (Review).
Verblindung
Doppelblind, einfachblind oder offen.
Effektstärke
Klarer Nutzen, gemischt, kein Nutzen oder Schaden.
Zitate / Jahr
Altersbereinigte Zitationshäufigkeit.

Schlüsselstudien

3
  1. 01
    S
    Effect of Cannabidiol on Drop Seizures in the Lennox-Gastaut Syndrome.
    Devinsky et al. ·2018 ·The New England journal of medicine
    Lesen
  2. 02
    S
    Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome
    Devinsky et al. ·2017 ·New England Journal of Medicine
    Lesen
  3. 03
    S
    Cannabidiol in patients with seizures associated with Lennox-Gastaut syndrome (GWPCARE4): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial
    Thiele et al. ·2018 ·The Lancet
    Lesen

Leitlinien und Konsensus-Empfehlungen

Empfehlungen aus Fachgesellschaften und Expertengremien, direkt verordnungsrelevant.

2
B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Patsalos et al. ·2008 ·Epilepsia
1123 mal zitiert

Antiepileptic drugs—best practice guidelines for therapeutic drug monitoring: A position paper by the subcommission on therapeutic drug monitoring, ILAE Commission on Therapeutic Strategies

Design
Positionspapier / Best Practice Guideline
Stichprobe
Positionspapier
Kernaussage

Positionspapier zu therapeutischem Medikamentenmonitoring bei Antiepileptika; randomisierte Studien zeigen keinen positiven Einfluss auf klinisches Outcome, nicht-randomisierte Studien und klinische Erfahrung deuten jedoch auf einen potenziellen Nutzen bei kritischer Interpretation hin.

Zusammenfassung

Best-Practice-Leitlinie zum therapeutischen Drug Monitoring (TDM) bei Antiepileptika. Obwohl keine RCTs positiven Outcome-Einfluss zeigen, belegen nicht-randomisierte Studien und klinische Erfahrung Nutzen von TDM bei klaren Indikationen: (1) Etablierung individueller therapeutischer Konzentrationen; (2) Toxizitätsdiagnose; (3) Compliance-Prüfung; (4) Dosisanpassung bei pharmakokinetischer Variabilität (Kinder, Ältere, Schwangerschaft); (5) Interaktionsmanagement; (6) dosisabhängige Kinetik (Phenytoin).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Cross et al. ·2017 ·Frontiers in Neurology
196 mal zitiert

Expert Opinion on the Management of Lennox–Gastaut Syndrome: Treatment Algorithms and Practical Considerations

Design
Expert Consensus / Leitlinie
Stichprobe
Leitlinie
Kernaussage

Expertenempfehlung zur Management-Strategie von Lennox-Gastaut-Syndrom mit gestuftem Behandlungsalgorithmus (VPA als First-Line, dann Lamotrigin oder Rufinamid); primäres Ziel ist Optimierung von Lernen, Verhalten und Lebensqualität statt Anfallsfreiheit.

Zusammenfassung

Expertenkonsensus zu Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS), einer schweren epileptischen Enzephalopathie. Behandlungsalgorithmen empfehlen Valproat als First-Line bei de novo LGS; bei unzureichender Wirksamkeit adjunktiv Lamotrigin oder Rufinamid. Nicht-pharmakologische Therapien (Ketogene Diät, VNS, Kallosotomie) von Beginn an erwägen. Empfehlung: maximal zwei AEDs gleichzeitig.

Systematische Reviews und Meta-Analysen

Synthesen der RCT-Evidenz nach Cochrane- und PRISMA-Standards.

38
S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chhabra et al. ·2025 ·Acta paediatrica (Oslo, Norway
3 mal zitiert

Cannabinoids for Medical Purposes in Children: A Living Systematic Review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 276 Studien
n = 396.169 Pat.
Kernaussage

In RCTs zeigte gereinigtes CBD eine Reduktion der Anfallshäufigkeit um 30–50%; häufige Nebenwirkungen waren Somnolenz, Diarrhö, Erbrechen und verminderter Appetit.

Zusammenfassung

Living Systematic Review zu medizinischen Cannabinoiden bei Kindern <18 Jahre; k=276 Studien (84 interventionell, 131 Beobachtungs-, 54 Surveys, 7 qualitativ), n=396.169 Teilnehmende. Für refraktäre Epilepsie k=146 Studien mit n=188.726. In RCTs reduzierte gereinigtes CBD die Anfallsfrequenz um 30–50%. Häufigste Nebenwirkungen (>20% Studien): Somnolenz, Diarrhoe, Erbrechen, Appetitminderung. CBD-Dosis-Range 2–50 mg/kg/Tag.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Bilbao et al. ·2022 ·BMC Medicine
163 mal zitiert

Medical cannabinoids: a pharmacology-based systematic review and meta-analysis for all relevant medical indications

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 152 Studien
n = 12.123 Pat.
Kernaussage

Medizinische Cannabinoide zeigen variable therapeutische Effekte je nach Substanz und Indikation: CBD wirksam bei Epilepsie (hohe Evidenz) und Parkinsonismus (moderate Evidenz); Dronabinol und Nabiximols wirksam bei chronischen Schmerzen, Spastik und anderen Indikationen (moderate Evidenz); viele andere Effekte mit niedriger oder sehr niedriger Evidenz.

Zusammenfassung

Umfassende pharmakologie-basierte SR über k=152 RCTs (n=12.123) zu medizinischen Cannabinoiden über alle relevanten Indikationen. Für Epilepsie: CBD zeigt signifikanten therapeutischen Effekt mit SMD=-0,5 (95% CI [-0,62; -0,38]), hohe Evidenzqualität (GRADE). Separate Analysen nach Cannabinoid-Typ (Dronabinol, Nabilon, CBD, Nabiximols) und Indikation.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Whiting et al. ·2015 ·JAMA
2103 mal zitiert

Cannabinoids for Medical Use

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 79 Studien
n = 6.462 Pat.
Kernaussage

Moderate Evidenz für chronische Schmerzen und Spastizität, niedrige Evidenz für Übelkeit/Erbrechen, Gewichtszunahme und Schlafstörungen; erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Umfassende SR über 79 RCTs (n=6.462) zu medizinischem Cannabis; moderate Evidenz für chronischen Schmerz und MS-Spastik; schwache Evidenz für Epilepsie (begrenzte Studienlage zur Publikationszeit 2015, hauptsächlich ältere Studien).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Elliott et al. ·2019 ·Epilepsia
82 mal zitiert

Cannabis-based products for pediatric epilepsy: A systematic review

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 23 Studien
Kernaussage

Cannabidiol zeigte bei RCTs eine statistisch signifikante Reduktion der monatlichen Anfallsfrequenz um 19,8% und erhöhte 50%-Anfallsreduktion im Vergleich zu Placebo, aber kein signifikanter Unterschied bei Anfallsfreiheit, Lebensqualität oder Schlafstörungen; erhöhte Diarrhoe-Rate.

Zusammenfassung

Living Systematic Review zu Cannabis-basierten Produkten bei pädiatrischer Epilepsie; k=23 (4 RCTs + 19 Beobachtungsstudien), primär Cannabidiol. RCT-Evidenz (moderate Certainty/GRADE): signifikante Reduktion der medianen monatlichen Anfallsfrequenz mit CBD vs. Placebo (-19,8%, 95% CI -27,0% bis -12,6%; 3 RCTs), RR=1,76 (95% CI 1,07-2,88; 1 RCT) für ≥50% Anfallsreduktion. Erhöhtes Diarrhö-Risiko (RR=2,25, 95% CI 1,38-3,68; 3 RCTs). Keine signifikanten Unterschiede bei Anfallsfreiheit, Lebensqualität oder Schlafstörungen.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Abbasi et al. ·2024 ·Inflammopharmacology
1 mal zitiert

Exploring the efficacy and safety of cannabidiol in individuals with epilepsy: an umbrella review of meta-analyses and systematic reviews.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 13 Studien
Kernaussage

CBD führte zu 10,87% Anfallsfreiheit und 73% erhöhter Wahrscheinlichkeit für ≥50% Anfallsreduktion, aber auch zu erhöhtem Behandlungsabbruch bei höherer Dosierung (20 mg/kg/d).

Zusammenfassung

Umbrella Review über k=13 Meta-Analysen und systematische Reviews zu CBD bei Epilepsie. 10,87% der Patienten wurden anfallsfrei (RD: 10,87%, 95%CI: 2,39%–19,34%; I²=80%). Im Vergleich zu Kontrollen 73% Anstieg bei ≥50% Anfallsreduktion (RR: 1,73, 95%CI: 1,47–2,03; I²=0%). Bei 20 mg/kg/d CBD erhöhte Therapieabbruchrate (RR: 4,39, 95%CI: 2,46–7,83; I²=0%).

S
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Gloss et al. ·2014 ·Cochrane Database of Systematic Reviews
229 mal zitiert

Cannabinoids for epilepsy

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 48 Pat.
Kernaussage

Keine zuverlässigen Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Epilepsie möglich; nur Sicherheitsdaten verfügbar.

Zusammenfassung

Cochrane SR (Update 2014) über k=4 RCTs (n=48), alle mit Cannabidiol als Add-on-Therapie; Antiepileptika wurden fortgeführt. Alle Studien von niedriger Qualität ohne ausreichende Randomisierungsdetails. Primärer Endpunkt (Anfallsfreiheit ≥1 Jahr) nicht berichtet. Sekundärer Endpunkt Nebenwirkungen: keine unerwünschten Ereignisse in Behandlungsgruppen dokumentiert. Keine verlässlichen Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Epilepsie möglich.

S
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Gloss et al. ·2012 ·The Cochrane database of systematic reviews
41 mal zitiert

Cannabinoids for epilepsy.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 48 Pat.
Kernaussage

Keine verlässlichen Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Epilepsie möglich; nur Nebenwirkungsdaten verfügbar (keine Nebenwirkungen in Behandlungsgruppen berichtet).

Zusammenfassung

Cochrane SR über k=4 RCTs (n=48 Patienten), alle mit Cannabidiol als Add-on zu bestehenden Antiepileptika; alle Studien von niedriger Qualität ohne detaillierte Randomisierungsangaben. Primärer Endpunkt (Anfallsfreiheit nach ≥1 Jahr) wurde nicht berichtet. Sekundärer Endpunkt Nebenwirkungen: keine unerwünschten Ereignisse in den Behandlungsgruppen. Keine verlässlichen Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit möglich.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Tong et al. ·2024 ·Epilepsy & Behavior
17 mal zitiert

Efficacy and safety of six new antiseizure medications for adjunctive treatment of focal epilepsy and epileptic syndrome: A systematic review and network meta-analysis.

Design
Systematische Review + Netzwerk-Meta-Analyse
Stichprobe
k = 20 Studien
n = 5.516 Pat.
Kernaussage

Sechs neue Antiepileptika zeigen je nach Epilepsietyp unterschiedliche Wirksamkeit: Brivaracetam wirksam bei fokaler Epilepsie (RR=2,18), Cenobamat am wirksamsten bei fokaler Epilepsie mit höherer Dosis aber mehr Nebenwirkungen, Cannabidiol wirksam bei Lennox-Gastaut und Dravet-Syndrom, Fenfluramine am besten für Dravet-Syndrom mit geringen Nebenwirkungen, Everolimus effektiv bei tuberöser Sklerose.

Zusammenfassung

Netzwerk-Meta-Analyse (NMA) über k=20 RCTs (n=5.516) zu 6 neuen Antiepileptika (inkl. Cannabidiol/CBD) bei fokaler Epilepsie, Dravet-Syndrom (DS), Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) und TSC. CBD zeigte bei LGS die höchste Ranglistenwahrscheinlichkeit (SUCRA 88,4 %), bei DS SUCRA 66,2 %, war jedoch bei erwachsener fokaler Epilepsie nicht besser als Placebo (RR=0,83, 95%-KI: 0,36–1,93). Beste Gesamtstrategie für fokale Epilepsie: Cenobamat 300 mg (SUCRA 91,8 %).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Liu et al. ·2023 ·Therapeutic Advances in Neurological Disorders
19 mal zitiert

Long-term efficacy and adverse effects of cannabidiol in adjuvant treatment of drug-resistant epilepsy: a systematic review and meta-analysis.

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 50 Studien
n = 4.791 Pat.
Kernaussage

CBD reduziert Anfallsfrequenz bei ~40% der Patienten kurzfristig, jedoch sinkt die Wirksamkeit langfristig und unerwünschte Ereignisse nehmen zu.

Zusammenfassung

SR+MA über k=50 Studien (n=4.791) zu CBD bei arzneimittelresistenter Epilepsie (DRE); Responderrate (≥50% Anfallsreduktion) bei 12 Wochen: 0,40 [95%-KI 0,36–0,45], bei 24 Wochen: 0,39 [0,34–0,44]; Anfallsfreiheitsrate 0,04 [0,03–0,06]; Rate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse bei 12 Wochen 0,15 [0,09–0,21]. Höhere Dosen und mehr Begleit-ASMs erhöhen UAW ohne Wirksamkeitsgewinn.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Zhang et al. ·2021 ·Developmental Medicine and Child Neurology
22 mal zitiert

Efficacy and safety of antiseizure medication for Lennox-Gastaut syndrome: a systematic review and network meta-analysis.

Design
Systematische Review + Netzwerk-Meta-Analyse
Stichprobe
k = 8 Studien
n = 1.171 Pat.
Kernaussage

Alle Antiseizure-Medikamente zeigten signifikant höhere Ansprechquoten als Placebo; Rufinamid, Cannabidiol und Topiramat hatten die höchste Wahrscheinlichkeit einer mindestens 50%igen Reduktion der Drop-Anfälle, unterschieden sich aber nicht signifikant voneinander. Allerdings führten Cannabidiol, Topiramat und Rufinamid häufiger zu Abbrüchen, mit Cannabidiol signifikant höher als Placebo, Clobazam und Lamotrigin.

Zusammenfassung

NMA über k=8 RCTs (n=1.171) bei Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS); verglichene Antikonvulsiva: Lamotrigin, Rufinamid, Cannabidiol, Topiramat, Clobazam, Felbamam. SUCRA-Ranking: Rufinamid und Cannabidiol mit höchster Wahrscheinlichkeit für ≥50%-Anfallsfrequenzreduktion bei Drop-Seizures; kein signifikanter Unterschied zwischen Treatments untereinander. Cannabidiol vs. Placebo, Clobazam und Lamotrigin: signifikant höhere Abbruchrate (p<0.05).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Coppola et al. ·2026 ·Epilepsy research
2 mal zitiert

A systematic review of highly purified cannabidiol in developmental and epileptic encephalopathies and complex treatment-resistant epilepsies: Changes in seizure frequency and adverse events.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 57 Studien
n = 971 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die Anfallshäufigkeit bei Patienten mit verschiedenen DEEs und komplexen therapieresistenten Epilepsien; 47 von 57 Studien berichteten über Anfallsreduktion bei mindestens einem Patienten.

Zusammenfassung

Systematische Review zu hochgereinigtem CBD (Epidiolex) bei 37 seltenen entwicklungs-/epileptischen Enzephalopathien und komplexen therapierefraktären Epilepsien; k=57 Studien (meist Fallberichte/kleine Serien), n=971 Patienten. 47 Studien berichteten Anfallsreduktion (20–100% der Patienten), 22 Studien ≥1 anfallsfreien Patienten (≥48 Tage). Häufigste Nebenwirkungen: Diarrhö (17–50%), verminderter Appetit (7–45%), Erbrechen (5–86%).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Wong et al. ·2017 ·Pediatrics
153 mal zitiert

Medical Cannabinoids in Children and Adolescents: A Systematic Review

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 22 Studien
n = 795 Pat.
Kernaussage

Starke Evidenz für chemotherapieinduzierte Übelkeit/Erbrechen und zunehmende Evidenz für Epilepsie; unzureichende Evidenz für Spastizität, neuropathische Schmerzen, PTBS und Tourette-Syndrom.

Zusammenfassung

Systematische Review zu medizinischen Cannabinoiden bei Kindern/Adoleszenten; k=22 Studien (5 RCTs, 5 retrospektive Chart-Reviews, 5 Fallberichte, 4 Open-Label-Studien, 2 Eltern-Surveys, 1 Fallserie), n=795 Teilnehmende. Stärkste Evidenz für Chemotherapie-induzierte Übelkeit/Erbrechen, zunehmende Evidenz für Epilepsie. Unzureichende Evidenz für Spastik, neuropathischen Schmerz, PTSD und Tourette-Syndrom. Methodische Heterogenität (Cannabinoid-Zusammensetzung, Dosierung), kleine Stichproben, fehlende Langzeit-Follow-ups.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2020 ·Epilepsia
92 mal zitiert

Cannabidiol efficacy and clobazam status: A systematic review and meta-analysis

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 714 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol zeigte signifikant höhere Anfallskontrolle (≥50% Reduktion der Anfallshäufigkeit) im Vergleich zu Placebo, unabhängig von begleitender Clobazam-Einnahme (CLB-Off: RR=1,80; CLB-On: RR=1,85).

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse über k=4 RCTs (n=714) zu CBD als Add-on bei Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom. Unter CBD ohne begleitendes Clobazam erreichten 29,1% der Patienten ≥50% Anfallsreduktion vs. 15,7% unter Placebo (RR=1,80; 95%-KI 1,12–2,90; p=0,015); mit Clobazam 52,9% vs. 27,8% (RR=1,85; 95%-KI 1,40–2,44; p&lt;0,001).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gunning et al. ·2020 ·Acta Neurologica Scandinavica
47 mal zitiert

Cannabidiol in conjunction with clobazam: analysis of four randomized controlled trials.

Design
Meta-Analyse (4 Phase-3-RCTs)
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 714 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die primäre Anfallsfrequenz signifikant vs. Placebo bei LGS und Dravet-Syndrom, sowohl in der Gesamtpopulation als auch bei Patienten unter Clobazam; sekundäre Endpunkte bestätigten die Anfallskontrolle.

Zusammenfassung

Meta-Analyse über 4 Phase-3-RCTs (k=4, n=714; LGS n=396, DS n=318); add-on CBD 10/20 mg/kg/Tag vs. Placebo. Primäranfall-Frequenz reduziert: LGS Treatment Ratio 0,70 [95% CI 0,62–0,80], DS 0,71 [95% CI 0,60–0,83]; unter Komedikation Clobazam noch stärker (LGS 0,56 [95% CI 0,47–0,67], DS 0,63 [95% CI 0,52–0,77]). Häufigere Somnolenz/Sedierung in CBD+Clobazam-Gruppe.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Saranti et al. ·2025 ·Seizure
3 mal zitiert

Efficacy and safety of cannabidiol in children with developmental and epileptic encephalopathies: A systematic review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 14 Studien
n = 682 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte bei mindestens 20% der Patienten in 11 Studien zu einer Reduktion der Anfallshäufigkeit um 50% oder mehr; die Substanz war generell gut verträglich.

Zusammenfassung

Systematische Review zu CBD bei Kindern mit entwicklungsbedingten und epileptischen Enzephalopathien (DEEs); k=14 Studien, n=682 Kinder, CBD bis 50 mg/kg/d. In 11 Studien erreichten ≥20% der Patienten ≥50% Anfallsreduktion. Häufigste Nebenwirkungen: Somnolenz, Appetitlosigkeit, Diarrhö, Fatigue, erhöhte Transaminasen (meist mild-moderat, reversibel).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2023 ·Drugs
38 mal zitiert

Pharmacotherapy for Dravet Syndrome: A Systematic Review and Network Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.

Design
Systematische Review + Netzwerk-Meta-Analyse
Stichprobe
k = 8 Studien
n = 680 Pat.
Kernaussage

Vier ASMs (Stiripentol, Cannabidiol, Fenfluramin, Soticlestat) zeigen hochwertigen Evidenzbeleg für Efficacy und Tolerabilität; Fenfluramin überlegen bei Anfallskontrolle, Cannabidiol besser toleriert als Fenfluramin.

Zusammenfassung

Netzwerk-Meta-Analyse über k=8 placebokontrollierte RCTs (n=680) bei Dravet-Syndrom; pharmazeutisches CBD zeigte geringere Anfallsresponse (≥50% Reduktion) als Fenfluramin (OR=0,20; 95%-KI 0,07–0,54) und geringere als Stiripentol (OR=14,07; 95%-KI 2,57–76,87); CBD war mit weniger unerwünschten Ereignissen assoziiert als Fenfluramin (OR=0,22; 95%-KI 0,06–0,78); erstklassige Evidenz für Wirksamkeit und Verträglichkeit aller vier ASMs dokumentiert.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Pamplona et al. ·2018 ·Frontiers in Neurology
178 mal zitiert

Potential Clinical Benefits of CBD-Rich Cannabis Extracts Over Purified CBD in Treatment-Resistant Epilepsy: Observational Data Meta-analysis

Design
Meta-Analyse (Beobachtungsstudien)
Stichprobe
k = 11 Studien
n = 670 Pat.
Kernaussage

CBD-reiche Extrakte zeigen bei subjektiver Anfallsfrequenzverbesserung Vorteile gegenüber purifiziertem CBD, nicht jedoch beim ≥50%-Responder-Kriterium.

Zusammenfassung

Meta-Analyse von k=11 Beobachtungsstudien (n=670) zu CBD-Produkten bei refraktärer Epilepsie; 64% der Patienten berichteten Anfallsverbesserung (399/622); CBD-reiche Extrakte zeigten höhere Verbesserungsrate als reines CBD (71% vs. 46%, p<0,0001); Responder-Rate (≥50% Anfallsreduktion) 39% ohne Produktunterschied (p=0,52); schwere UAW unter reinem CBD häufiger (26% vs. 7%, p<0,0001).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Martimbianco et al. ·2025 ·Epilepsy research
2 mal zitiert

Cannabis derivatives and their synthetic analogs for treatment-resistant epilepsy: A systematic review and meta-analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 7 Studien
n = 575 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol 20 mg/kg/Tag und 10 mg/kg/Tag erhöhten wahrscheinlich die Anfallskontrolle (≥50% Reduktion), aber auch die schwerwiegenden Nebenwirkungen nahmen wahrscheinlich zu.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse über k=7 RCTs zu Cannabis-Derivaten bei refraktärer Epilepsie. CBD 20 mg/kg/Tag: RR=1.92 (95% CI 1.49–2.46, n=575, 4 RCTs) für ≥50% Anfallsreduktion; CBD 10 mg/kg/Tag: RR=1.94 (95% CI 1.32–2.86, n=280, 2 RCTs) — jeweils moderate Evidenzqualität (GRADE). Schwere Nebenwirkungen unter CBD 20 mg/kg/Tag erhöht: RR=2.30 (95% CI 1.36–3.89, n=583).

A
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2018 ·Drugs
225 mal zitiert

Efficacy and Safety of Cannabidiol in Epilepsy: A Systematic Review and Meta-Analysis

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 4 Studien
n = 550 Pat.
Kernaussage

CBD als Zusatzbehandlung führte zu einer stärkeren Reduktion der Anfallshäufigkeit als Placebo (19,5-19,9 Prozentpunkte Unterschied), mit 37,2% der CBD-20mg-Gruppe vs. 21,2% der Placebo-Gruppe mit ≥50% Anfallsreduktion.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse über k=4 RCTs (n=550) zu Cannabidiol (CBD) als Add-on-Therapie bei Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom. CBD 20 mg: durchschnittliche Differenz in Anfallsreduktion 19,9 Prozentpunkte vs. Placebo (95% CI 11,8–28,1; p<0,001); ≥50% Anfallsreduktion bei 37,2% (CBD 20 mg) vs. 21,2% (Placebo), RR=1,76 (95% CI 1,07–2,88; p=0,025).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2018 ·CNS Drugs
61 mal zitiert

Efficacy and Safety of Adjunctive Cannabidiol in Patients with Lennox–Gastaut Syndrome: A Systematic Review and Meta-Analysis

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 2 Studien
n = 396 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol als Zusatztherapie führte zu einer signifikant höheren Rate von Patienten mit ≥50% Reduktion der Anfallshäufigkeit (Drop und Non-Drop Anfälle) im Vergleich zu Placebo, allerdings mit erhöhtem Risiko für Nebenwirkungen und Studienabbrüche.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse über k=2 RCTs (n=396) zu adjuvanter CBD-Therapie bei Lennox-Gastaut-Syndrom. ≥50% Reduktion der Drop-Seizures bei 40,0% mit CBD vs. 19,3% Placebo (RR: 2,12, 95%CI: 1,48–3,03; p<0,001). Non-Drop-Seizures ≥50% reduziert bei 49,4% CBD vs. 30,4% Placebo (RR: 1,62, 95%CI: 1,09–2,43; p=0,018). Therapieabbruch-RR: 4,93 (95%CI: 1,50–16,22; p=0,009). Unerwünschte Ereignisse-RR: 1,24 (95%CI: 1,11–1,38; p<0,001).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2020 ·CNS drugs
69 mal zitiert

Adjunctive Cannabidiol in Patients with Dravet Syndrome: A Systematic Review and Meta-Analysis of Efficacy and Safety.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 3 Studien
n = 359 Pat.
Kernaussage

Adjunktives CBD führte zu einer größeren Reduktion der konvulsiven Anfallshäufigkeit im Vergleich zu Placebo (RR 1,69, 95% KI 1,21–2,36) bei Patienten mit Dravet-Syndrom.

Zusammenfassung

Meta-Analyse über k=3 RCTs (n=359; 228 CBD, 131 Placebo) bei Dravet-Syndrom; CBD als Add-on-Therapie (pflanzliche pharmazeutische Formulierung). Gepooltes RR für ≥50%-Anfallsreduktion: 1,69 (95% CI 1,21–2,36; p=0,002). RR für Treatment-Withdrawal: 3,12 (95% CI 1,07–9,10; p=0,037). Signifikante Nebenwirkungen: Somnolenz, verminderter Appetit, Diarrhö, erhöhte Transaminasen.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Stockings et al. ·2018 ·Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry
244 mal zitiert

Evidence for cannabis and cannabinoids for epilepsy: a systematic review of controlled and observational evidence

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 36 Studien
n = 291 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol 20 mg/kg/day zeigte in RCTs Wirksamkeit bei Anfallsreduktion um ≥50% und vollständiger Anfallsfreiheit gegenüber Placebo, erhöhte aber das Risiko für Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabis/Cannabinoiden bei therapierefraktärer Epilepsie; k=36 Studien (6 RCTs, 30 Beobachtungsstudien), mittleres Alter 16.1 Jahre (Range 0.5-55). Meta-Analyse der RCTs: CBD 20 mg/kg/Tag vs. Placebo zeigt ≥50% Anfallsreduktion (RR 1.74, 95% CI 1.24-2.43, n=291, low GRADE), NNT=8 (95% CI 6-17). Anfallsfreiheit: RR 6.17 (95% CI 1.50-25.32, n=306, low GRADE). Verbesserte Lebensqualität: RR 1.73 (95% CI 1.33-2.26), jedoch erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen (RR 1.24, 95% CI 1.13-1.36) und schwere Nebenwirkungen (RR 2.55, 95% CI 1.48-4.38). Gepoolte Beobachtungsstudien (k=17): 48.5% (95% CI 39.0-58.1) ≥50% Anfallsreduktion; 8.5% (95% CI 3.8-14.5) anfallsfrei. Evidenz primär für pädiatrische seltene/schwere Epilepsie-Syndrome.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gras et al. ·2024 ·Epilepsia Open
17 mal zitiert

Efficacy of anti-seizure medications and alternative therapies (ketogenic diet, CBD, and quinidine) in KCNT1-related epilepsy: A systematic review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 43 Studien
n = 197 Pat.
Kernaussage

Ketogene Diät, CBD und Chinidin zeigen in Untergruppen von Patienten mit KCNT1-bezogener Epilepsie Vorteile (KD 44,6–62,5%, CBD 50%, Chinidin 44,6%), während konventionelle Antiepileptika selten wirksam sind (5–25%).

Zusammenfassung

Systematische Review zu KCNT1-assoziierter Epilepsie; k=43 Studien, n=197 Patienten. CBD (inkl. Epidyolex) führte bei EIMFS-Patienten in 50% (6/12) zu einer Verbesserung der Anfallshäufigkeit oder -intensität; bei DEE-Patienten in 1/2 Fällen. Ketogene Diät und CBD werden als prüfenswerte Optionen bei therapieresistenter KCNT1-Epilepsie eingestuft; konventionelle Antiepileptika zeigten nur in 5–25% der Fälle Wirkung.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Iffland et al. ·2017 ·Cannabis and Cannabinoid Research
630 mal zitiert

An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies

Design
Systematische Review (Safety-fokussiert)
Stichprobe
Systematische Review
Kernaussage

CBD zeigt ein insgesamt günstiges Sicherheitsprofil, jedoch verbleiben relevante Datenlücken zu Langzeittoxizität und Arzneimittelinteraktionen.

Zusammenfassung

Systematische Literaturübersicht zu Sicherheit und Nebenwirkungen von Cannabidiol (CBD), Schwerpunkt klinische Studien bei Epilepsie und psychotischen Störungen. Häufigste Nebenwirkungen: Müdigkeit, Diarrhö, Appetit-/Gewichtsveränderungen. CBD zeigt im Vergleich zu anderen Antiepileptika günstigeres Nebenwirkungsprofil; kann Clobazam-Dosen bei Epilepsie reduzieren und damit dessen Nebenwirkungen verringern. Günstige Verträglichkeit bestätigt.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2020 ·Acta Neurologica Scandinavica
65 mal zitiert

Cannabidiol efficacy independent of clobazam: Meta-analysis of four randomized controlled trials.

Design
Meta-Analysis of RCTs
Stichprobe
Meta-Analyse
Kernaussage

CBD zeigte signifikante Wirksamkeit gegenüber Placebo bei der Reduktion der Anfallshäufigkeit und der Responderrate, unabhängig davon, ob Clobazam kombiniert wurde oder nicht.

Zusammenfassung

Meta-Analyse von 4 RCTs (2× Lennox-Gastaut-Syndrom, 2× Dravet-Syndrom): CBD (10 und 20 mg/kg/Tag) reduzierte die Anfallsfrequenz signifikant — Treatment Ratio 0,59 (95%-KI 0,52–0,68; p&lt;0,0001) mit Clobazam und 0,85 (95%-KI 0,73–0,98; p=0,022) ohne Clobazam; 50%-Responder-Rate OR 2,51 (95%-KI 1,69–3,71; p&lt;0,0001) mit bzw. OR 2,40 (95%-KI 1,38–4,16; p=0,002) ohne Clobazam. CBD wirksam unabhängig von der Begleitmedikation mit Clobazam.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Talwar et al. ·2022 ·Experimental Neurology
58 mal zitiert

Clinical efficacy and safety of cannabidiol for pediatric refractory epilepsy indications: A systematic review and meta-analysis.

Design
Systematische Review + Meta-Analyse
Stichprobe
k = 6 Studien
Kernaussage

CBD zeigte signifikant höhere Odds für ≥50% Anfallsreduktion im Vergleich zu Placebo (OR=2.45), mit konsistenten Effekten bei Dravet-, Lennox-Gastaut- und tuberöse-Sklerose-Syndrom.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse über 6 RCTs zu oral CBD (Epidiolex 10–50 mg/kg/Tag) bei pädiatrischer refraktärer Epilepsie (Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom, tuberöse Sklerose-Komplex); gepoolte OR für ≥50% Anfallsreduktion vs. Placebo: OR=2,45 (95% CI 1,81–3,32, p<0,01). Subgruppenanalysen: DS OR=2,26 (95% CI 1,38–3,70), LGS OR=2,98 (95% CI 1,83–4,85), TSC OR=1,99 (95% CI 1,06–3,76). Erhöhte unerwünschte Ereignisse vs. Placebo (OR=1,81, 95% CI 1,33–2,46); alle 6 RCTs mit niedrigem Verzerrungsrisiko.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Elliott et al. ·2020 ·Seizure
54 mal zitiert

Cannabis-based products for pediatric epilepsy: An updated systematic review

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 35 Studien
Kernaussage

Cannabidiol zeigte keinen signifikanten Unterschied zu Placebo für Anfallsfreiheit, Lebensqualität und Schlafstörungen in RCTs, aber Hinweise auf Reduktion der Anfallsfrequenz in RCTs und NRS mit erhöhtem Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Update-Systematische Review zu Cannabis-basierten Produkten bei pädiatrischer Epilepsie; k=35 Studien (4 RCTs, Rest NRS). RCT-Daten: kein signifikanter Unterschied zwischen Cannabidiol und Placebo für Anfallsfreiheit (RR=6,77; 95% CI 0,36–128,38), Lebensqualität (MD=0,6; 95% CI -2,6 bis 3,9) oder Schlafstörungen (MD=-0,3; 95% CI -0,8 bis 0,2). RCTs + NRS zusammen: Cannabidiol reduziert wahrscheinlich Anfallsfrequenz; erhöhtes Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
de Carvalho Reis et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
53 mal zitiert

Efficacy and adverse event profile of cannabidiol and medicinal cannabis for treatment-resistant epilepsy: Systematic review and meta-analysis

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 16 Studien
Kernaussage

Cannabidiol zeigte statistisch signifikanten Effekt gegenüber Placebo (p < 0,00001) zur Reduktion epileptischer Anfälle; Nebenwirkungsprofil zwischen Cannabidiol und medizinalem Cannabis nicht signifikant unterschiedlich, aber günstig bei Langzeitbehandlung.

Zusammenfassung

Systematische Review + Meta-Analyse zu CBD und medizinischem Cannabis bei therapierefraktärer Epilepsie; k=16 Studien deskriptiv analysiert, k=4 in Meta-Analyse eingeschlossen. CBD statistisch signifikant wirksamer als Placebo (p<0,00001). Nebenwirkungsprofil zwischen CBD und medizinischem Cannabis nicht signifikant unterschiedlich (p=0,74). Nebenwirkungen bei CBD unter Kurzzeittherapie häufiger als unter Langzeittherapie (p<0,00001) — Langzeitbehandlung günstiger. CBD wirksam unabhängig von Epilepsie-Ätiologie und Dosierung.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Treves et al. ·2021 ·Scientific Reports
45 mal zitiert

Efficacy and safety of medical cannabinoids in children: a systematic review and meta-analysis

Design
Systematische Review und Meta-Analyse
Stichprobe
k = 8 Studien
Kernaussage

Cannabidiol zeigte klinische Verbesserung bei Dravet-Syndrom (50% Anfallsreduktion), war aber mit vermindertem Appetit assoziiert; mentale Nebenwirkungen wurden berichtet.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse von k=8 RCTs zu medizinischen Cannabinoiden bei Kindern; CBD assoziiert mit ≥50%-Anfallsreduktion bei Dravet-Syndrom (RR=1,69, 95%-KI [1,20–2,36]) und Reduktion von Anfallsereignissen gesamt (RR=0,59, 95%-KI [0,36–0,97]); erhöhtes Risiko für verminderten Appetit bei höherer CBD-Dosis (RR=2,40, 95%-KI [1,39–4,15]).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Fazlollahi et al. ·2023 ·JAMA network open
29 mal zitiert

Adverse Events of Cannabidiol Use in Patients With Epilepsy: A Systematic Review and Meta-analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 9 Studien
Kernaussage

CBD-Behandlung bei Epilepsie-Patienten war mit erhöhtem Risiko für Nebenwirkungen assoziiert (RR 1,12 für jede Schweregrad, RR 3,39 für schwere Nebenwirkungen).

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse zu Nebenwirkungen von Cannabidiol (CBD) bei Epilepsie; k=9 RCTs. Inzidenz jeglicher Nebenwirkungen: 9,7% (CBD) vs. 4,0% (Kontrolle). Relatives Risiko (RR) für schwerwiegende Nebenwirkungen: 3,39 (95% CI 1,42-8,09), für Therapieabbruch: RR=3,95 (95% CI 1,86-8,37), für Dosisreduktion: RR=9,87 (95% CI 5,34-14,40). CBD-Gruppe zeigte signifikant höheres Risiko für alle Grade von Nebenwirkungen (RR=1,12; 95% CI 1,02-1,23).

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Guerrini et al. ·2024 ·Epilepsia Open
27 mal zitiert

Comparative efficacy and safety of stiripentol, cannabidiol and fenfluramine as first-line add-on therapies for seizures in Dravet syndrome: A network meta-analysis.

Design
Network Meta-Analyse (Systematische Review)
Stichprobe
k = 6 Studien
Kernaussage

Stiripentol und Fenfluramine zeigen ähnliche und überlegene Wirksamkeit gegenüber Cannabidiol bei der Reduktion konvulsiver Anfälle um ≥50% und ≥75%; Stiripentol überlegen bei anfallsfreien Intervallen; kein signifikanter Unterschied bei schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

NMA über 6 RCTs (k=6, je 2 je Wirkstoff) zu Stiripentol, Fenfluramin und Cannabidiol (10–20 mg/kg/Tag) als Add-on bei Dravet-Syndrom; CBD war Stiripentol und Fenfluramin statistisch unterlegen bei ≥50% MCSF-Reduktion (p<0.05); Stiripentol vs. Fenfluramin RD=26% (95% KI: 8%–44%, p<0.01) für Anfallsfreiheit; kein signifikanter Unterschied bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SAE) zwischen den drei Wirkstoffen.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
da Silva Rodrigues et al. ·2023 ·Epilepsy & behavior
5 mal zitiert

The use of cannabinoids in children with epilepsy: A systematic review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 29 Studien
Kernaussage

Cannabidiol zeigte gute Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit bei pädiatrischen Epilepsie-Syndromen, besonders bei Lennox-Gastaut und Dravet-Syndrom.

Zusammenfassung

Systematische Review (PRISMA) zu Cannabinoiden bei pädiatrischer Epilepsie; k=29 Studien (aus initial 626 gescreenten). Gute Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Cannabidiol bei mehreren Syndromen, insbesondere Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom. Review umfasst Beobachtungsstudien und klinische Studien der letzten 10 Jahre.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Devi et al. ·2022 ·Seizure
24 mal zitiert

Short-term and long-term efficacy and safety of antiseizure medications in Lennox Gastaut syndrome: A network meta-analysis.

Design
Netzwerk-Meta-Analyse
Stichprobe
k = 15 Studien
n = 1.263 Pat.
Kernaussage

Hochdosiertes Clobazam (CLB_H) zeigte die beste Wirksamkeit bei ≥50% Reduktion von Drop-Anfällen (OR: 4,9) mit höchstem Ranking (SUCRA 0,89), während Hochdosis-CBD höhere Nebenwirkungsraten aufwies; Langzeitdaten bestätigten CLB_H als effektivste und sicherste Option.

Zusammenfassung

Netzwerk-Meta-Analyse (k=15 RCTs/OLE, n=1.263, Alter 2–54 Jahre) zu 6 Antiepileptika inkl. CBD bei Lennox-Gastaut-Syndrom. Hochdosis-CBD (20 mg/kg/Tag) reduzierte Drop-Anfälle signifikant (OR=3,8; 95%-KI 1,6–9,0 vs. Placebo); Clobazam-Hochdosis führte das Wirksamkeits-Ranking an (OR=4,9; SUCRA=0,89). Langzeit-CBD-Therapie war mit höherer TEAE-Rate assoziiert (96%; 95%-KI 95–98%). CLB, CBD und Rufinamid gelten als wirksamste und sicherste Option.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Silvinato et al. ·2022 ·Revista da Associacao Medica Brasileira (1992)
23 mal zitiert

Use of cannabidiol in the treatment of epilepsy: Lennox-Gastaut syndrome, Dravet syndrome, and tuberous sclerosis complex.

Design
Systematic Review / Meta-Analysis
Stichprobe
k = 6 Studien
n = 1.034 Pat.
Kernaussage

CBD reduziert Anfallsfrequenz um 33% und erhöht anfallsfreie Patienten um 3%, aber erhöht schwerwiegende Nebenwirkungen um 16% und Therapieabbrüche um 12%.

Zusammenfassung

k=6 RCTs, n=1.034 Pat.; CBD als Zusatztherapie (bei DS, LGS, TSC) reduzierte Anfallshäufigkeit um 33%; Anteil Responder (≥50% Reduktion) +20%; Anfallsfreiheit +3%; CGIC-Verbesserung +21%; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse +16%, Transaminasenerhöhung ≥3× +15%.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Millar et al. ·2019 ·British Journal of Clinical Pharmacology
232 mal zitiert

A systematic review of cannabidiol dosing in clinical populations

Design
Systematische Review
Stichprobe
k = 35 Studien
n = 6 Pat.
Kernaussage

23 von 35 Studien berichteten signifikante Verbesserungen in primären Outcomes (z.B. psychotische Symptome, Angst, Anfälle), besonders in Epilepsie (11/11 Studien positiv); jedoch keine positiven Effekte in kleineren RCTs bei Diabetes, Morbus Crohn, Glaukom, Fettleber oder chronischen Schmerzen.

Zusammenfassung

Systematische Review zu CBD-Dosierung über 13 medizinische Kontexte; k=35 Studien. Epilepsie am häufigsten untersucht (k=11 Studien, alle mit positiven Effekten auf Anfallsfrequenz/-schwere; durchschnittliche Dosis 15 mg/kg/d in RCTs). Wirksame Dosen über alle Indikationen: <1 bis 50 mg/kg/d. 23 von 35 Studien zeigten signifikante Verbesserung primärer Outcomes (psychotische Symptome, Angst, Anfälle). Kein positives Signal bei kleinen RCTs (n=6–62) für Diabetes, Morbus Crohn, okuläre Hypertonie, Fettleber, chronischer Schmerz (niedrige Dosen ~2,4 mg/kg/d).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lattanzi et al. ·2021 ·CNS drugs
118 mal zitiert

Highly Purified Cannabidiol for Epilepsy Treatment: A Systematic Review of Epileptic Conditions Beyond Dravet Syndrome and Lennox-Gastaut Syndrome.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 42 Studien
Kernaussage

Hochgereinigtes CBD zeigte in randomisierter doppelblinder Studie signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit bei tuberöser Sklerose-Komplex und in offenen Studien Wirksamkeit bei weiteren epileptischen Syndromen.

Zusammenfassung

Systematische Review zu pharmazeutischem CBD (>98% w/w) bei epileptischen Enzephalopathien jenseits von Dravet/Lennox-Gastaut-Syndrom; k=42 eingeschlossene Studien (klinische Trials, Kohorten, Fallserien, Fallberichte). Evidenzsynthese zu Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit; Gesamtteilnehmerzahl nicht berichtet.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
de Oliveira et al. ·2026 ·CNS drugs

Cannabidiol Use in Developmental and Epileptic Encephalopathies: A Syndrome- and Age-Stratified Systematic Review and Meta-analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 46 Studien
n = 2.592 Pat.
Zusammenfassung

Umfassende SR+MA zu pharmazeutischem CBD bei Entwicklungs- und epileptischen Enzephalopathien (DEE); k=46 Studien (5 RCTs + 41 nicht-randomisierte Studien), n=2.592 Patienten. Gepoolte ≥50%-Responder-Rate 49,9% (95% CI 44,9–55,0), ≥75%-Responder 26,7% (95% CI 22,0–32,0). Subgruppenanalysen nach Syndrom-Typ (Dravet, Lennox-Gastaut, Doose, CDKL5-DEE), Alter, CBD-Dosis, Clobazam-Komedikation und Follow-up-Dauer; Random-Effects GLMM-Modelle mit Funnel-Plot-Analyse für small-study effects.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Specchio et al. ·2025 ·CNS Drugs
3 mal zitiert

Clinically Meaningful Reduction in Drop Seizures in Patients with Lennox-Gastaut Syndrome Treated with Cannabidiol: Post Hoc Analysis of Phase 3 Clinical Trials.

Design
Post-hoc-Analyse (Phase-3-RCTs)
Stichprobe
n = 215
Kernaussage

CBD führte zu klinisch bedeutsamen Reduktionen der Drop-Anfälle: Bei 57,7% der Patienten wurde eine Reduktion um ≥31% erreicht (bei CGIC 'leicht verbessert oder besser'); Spearman-Korrelation 0,47 deutet auf angemessene Ankopplung an Caregiver-Eindruck hin.

Zusammenfassung

n=215 LGS-Patienten (2–55 Jahre) aus 2 Phase-3-RCTs; CBD-Lösung (Epidiolex 100 mg/mL). Post-hoc-Analyse: CGIC „leicht gebessert" oder besser bei 60%, „deutlich gebessert" oder besser bei 31% nach 14 Wochen. Klinisch bedeutsamer Schwellenwert für Drop-Seizure-Reduktion: −30,6% (57,7% der Patienten), mittlere Reduktion −46,9% (Median −58,6%); Spearman-Korrelation CGIC/Anfallsreduktion r=0,47.

Randomisierte Kontrollierte Studien

Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege aus kontrollierten Interventionsstudien.

50
S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Devinsky et al. ·2018 ·The New England journal of medicine
973 mal zitiert

Effect of Cannabidiol on Drop Seizures in the Lennox-Gastaut Syndrome.

Design
RCT
Stichprobe
n = 225 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte zu signifikant höherer Reduktion der Drop-Anfallshäufigkeit (41,9% und 37,2%) im Vergleich zu Placebo (17,2%).

Zusammenfassung

Multizentrische Phase-III-RCT bei Lennox-Gastaut-Syndrom (n=225, Alter 2-55 Jahre, 30 Zentren), Cannabidiol 20 mg/kg vs. 10 mg/kg vs. Placebo (14 Wochen). Baseline: median 85 Drop-Seizures/28 Tage. Mediane Reduktion der Drop-Seizure-Frequenz: 41,9% (20 mg/kg, p=0,005 vs. Placebo), 37,2% (10 mg/kg, p=0,002 vs. Placebo), 17,2% (Placebo). Häufigste Nebenwirkungen: Somnolenz, verminderter Appetit, Diarrhö (dosisabhängig); 6 Patienten (20 mg/kg-Gruppe) und 1 Patient (10 mg/kg-Gruppe) brachen wegen Nebenwirkungen ab.

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Thiele et al. ·2021 ·JAMA neurology
258 mal zitiert

Add-on Cannabidiol Treatment for Drug-Resistant Seizures in Tuberous Sclerosis Complex: A Placebo-Controlled Randomized Clinical Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 224 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol reduzierte TSC-assoziierte Anfälle signifikant im Vergleich zu Placebo (30,1% bzw. 28,5% Reduktion gegenüber Placebo bei beiden Dosen; P<0,001 bzw. P=0,002).

Zusammenfassung

Multizentrische Phase-III-RCT (GWPCARE6) n=224 Patienten (1–65 Jahre) mit Tuberöse-Sklerose-Komplex-assoziierter therapierefraktärer Epilepsie; CBD 25 mg/kg/d vs. CBD 50 mg/kg/d vs. Placebo über 16 Wochen. Anfallsreduktion: CBD25 48,6% (95% CI 40,4–55,8%), CBD50 47,5% (95% CI 39,0–54,8%), Placebo 26,5% (95% CI 14,9–36,5%); Differenz zu Placebo 30,1% (95% CI 13,9–43,3%; p<0,001).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Devinsky et al. ·2017 ·New England Journal of Medicine
1652 mal zitiert

Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome

Design
RCT
Stichprobe
n = 120 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte zu einer signifikanten Reduktion der konvulsiven Anfallsfrequenz um 22,8 Prozentpunkte mehr als Placebo, mit verbessertem Gesamtzustand bei 62% vs. 34% der Patienten.

Zusammenfassung

n=120 Dravet-Syndrom (therapierefraktär), CBD 20mg/kg/d vs. Placebo über 14 Wochen; median konvulsive Anfallsreduktion 38,9% (CBD) vs. 13,3% (Placebo), adjustierte Differenz -22,8 Prozentpunkte (95%-CI -41,1 bis -5,4; p=0,01); 5% anfallsfrei (CBD) vs. 0% (Placebo).

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Miller et al. ·2020 ·JAMA neurology
261 mal zitiert

Dose-Ranging Effect of Adjunctive Oral Cannabidiol vs Placebo on Convulsive Seizure Frequency in Dravet Syndrome: A Randomized Clinical Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 198 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol 10 mg/kg/d und 20 mg/kg/d führten zu signifikanten Reduktionen der konvulsiven Anfallshäufigkeit im Vergleich zu Placebo (29,8% bzw. 25,7% zusätzliche Reduktion), mit besserem Sicherheitsprofil bei der 10-mg/kg/d-Dosis.

Zusammenfassung

Doppelblinde, placebokontrollierte RCT (GWPCARE2) zu CBD 10 mg/kg/d (n=66) vs. 20 mg/kg/d (n=67) vs. Placebo (n=65) bei Dravet-Syndrom, n=198 Patienten (2–18 Jahre), 38 Zentren (USA, Europa, Israel, Australien). Primärer Endpunkt: prozentuale Reduktion konvulsiver Anfallsfrequenz über 14 Wochen. Sekundäre Endpunkte: ≥50% Responder-Rate, Gesamtanfallsfrequenz, Caregiver Global Impression of Change. [Abstract endet vor numerischen Ergebnissen; Volltext-Daten erforderlich für finale Outcome-Zahlen.]

S
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Thiele et al. ·2018 ·The Lancet
881 mal zitiert

Cannabidiol in patients with seizures associated with Lennox-Gastaut syndrome (GWPCARE4): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial

Design
RCT
Stichprobe
n = 171 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte zu einer medianen Reduktion der monatlichen Drop-Seizure-Frequenz um 43,9% gegenüber 21,8% unter Placebo mit statistisch signifikantem Unterschied (p=0,0135).

Zusammenfassung

Phase-III-RCT (GWPCARE4) bei Lennox-Gastaut-Syndrom, n=171 (2–55 Jahre), randomisiert zu CBD 20 mg/kg/d vs. Placebo über 14 Wochen. Primärer Endpunkt: prozentuale Reduktion der monatlichen Drop-Seizure-Frequenz. Multizentrisch (24 Zentren USA, Niederlande, Polen). 14 Patienten in CBD-Gruppe, 1 in Placebo-Gruppe brachen ab. [Numerische Outcomes im Abstract abgeschnitten; Volltext zeigt signifikante Drop-Seizure-Reduktion vs. Placebo].

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Laux et al. ·2019 ·Epilepsy Research
180 mal zitiert

Long-term safety and efficacy of cannabidiol in children and adults with treatment resistant Lennox-Gastaut syndrome or Dravet syndrome: Expanded access program results.

Design
Open-label Expanded Access Programm (multi-center, Klasse-III-Evidenz)
Stichprobe
n = 607 Pat.
Kernaussage

Add-on-CBD reduzierte motorische Anfälle bei LGS/DS langfristig konsistent um median 50% mit akzeptablem Sicherheitsprofil.

Zusammenfassung

n=607 (Sicherheitsanalyse), davon n=152 LGS/DS, multi-center EAP, CBD (Epidiolex) add-on bis 96 Wochen. Mediane Reduktion der major-motor-Anfälle um 50% bei 12 Wochen, Gesamtanfälle um 44%; ≥50%-Responder 53% (major motor) bzw. 46% (gesamt); Ansprechen stabil bis Woche 96. Häufigste UAW: Somnolenz 30%, Diarrhoe 24%.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Privitera et al. ·2021 ·Epilepsia
59 mal zitiert

Time to onset of cannabidiol (CBD) treatment effect in Lennox-Gastaut syndrome: Analysis from two randomized controlled trials.

Design
RCT
Stichprobe
n = 396 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte bereits ab Tag 6 eine nominal signifikante Reduktion von Drop-Anfällen gegenüber Placebo, mit Unterschieden in der Responderrate (≥50% Reduktion) ab Tag 6.

Zusammenfassung

Post-hoc-Analyse von GWPCARE3/4 (n=396; 235 CBD, 161 Placebo) bei Lennox-Gastaut-Syndrom; CBD 10 oder 20 mg/kg/Tag. Signifikante Reduktion der Drop-Seizures ab Tag 6 (p=0,008). ≥50%-Responder-Rate Trennung ab Tag 6 sichtbar. Nebenwirkungen traten bei 45% während Titration auf (CBD10: 46%, CBD20: 52%, Placebo: 38%); 61% der CBD-Patienten zeigten Nebenwirkungs-Resolution bis Studienende.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Wu et al. ·2022 ·Epilepsia
47 mal zitiert

Time to onset of cannabidiol treatment effect and resolution of adverse events in tuberous sclerosis complex: Post hoc analysis of randomized controlled phase 3 trial GWPCARE6.

Design
RCT
Stichprobe
n = 224 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte Anfang der Seizure-Reduktion ab Tag 6 mit nominaler Signifikanz ab Tag 10 im Vergleich zu Placebo, wobei die Wirkung bei höheren Dosen größer war.

Zusammenfassung

Post-hoc-Analyse der Phase-III-RCT GWPCARE6 zu CBD bei Tuberöser Sklerose-assoziierter Epilepsie, n=224 (CBD 25 mg/kg/Tag n=75, CBD 50 mg/kg/Tag n=73, Placebo n=76). Behandlungseffekt (Anfallsreduktion) trat ab Tag 6 (15 mg/kg/Tag) auf, statistisch signifikant ab Tag 10 (p<0,049). ≥50%-Responder-Rate separierte sich ebenfalls ab Tag 10 von Placebo. Nebenwirkungen begannen bei 61% der Patienten (CBD25: 61%, CBD50: 67%, Placebo: 54%) innerhalb der ersten 2 Wochen; Resolution bei CBD-Patienten innerhalb 4 Wochen bei 27%, bis Studienende bei 51%.

A
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Thiele et al. ·2019 ·Epilepsia
140 mal zitiert

Cannabidiol in patients with Lennox-Gastaut syndrome: Interim analysis of an open-label extension study.

Design
Open-Label Extension
Stichprobe
n = 366 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte zu anhaltenden Reduktionen der Anfallshäufigkeit (Median 48-60% Reduktion bei Drop-Anfällen, 48-57% bei Gesamt-Anfallshäufigkeit) mit akzeptablem Sicherheitsprofil.

Zusammenfassung

n=366 LGS-Patienten, Open-Label-Extension (bis 48 Wochen) von 2 Phase-III-RCTs; medianer Rückgang der Drop-Seizure-Frequenz 48–60 %, medianer Rückgang der monatlichen Gesamtanfallsfrequenz 48–57 % über alle 12-Wochen-Perioden; 88 % der Patienten/Betreuungspersonen berichteten Gesamtverbesserung (CGIC). Abbruchrate wegen Nebenwirkungen 9,6 %.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
O'Brien et al. ·2022 ·JAMA network open
28 mal zitiert

Adjunctive Transdermal Cannabidiol for Adults With Focal Epilepsy: A Randomized Clinical Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 188 Pat.
Kernaussage

Kein signifikanter Unterschied in der Anfallshäufigkeit zwischen Cannabidiol (195 mg oder 390 mg) und Placebo nach 12 Wochen.

Zusammenfassung

Multizentrische RCT (n=188) zu transdermalem CBD (195 mg oder 390 mg vs. Placebo 2×/Tag) bei Erwachsenen mit therapierefraktärer fokaler Epilepsie über 12 Wochen. Primärer Endpunkt negativ: keine signifikante Reduktion der Anfallsfrequenz vs. Placebo (195 mg: LS mean difference 0.014, 95% CI −0.175 bis 0.203, p=0.89; 390 mg: ähnlich nicht signifikant).

A
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2016 ·The Lancet. Neurology
895 mal zitiert

Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 162 Pat.
Kernaussage

Mediane Reduktion der monatlichen motorischen Anfälle um 36,5% über 12 Wochen, mit akzeptablem Sicherheitsprofil in einer behandlungsresistenten Population.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie über Cannabidiol als Add-on bei therapierefraktärer Epilepsie (n=162 in Safety-Analyse, n=137 in Efficacy-Analyse); Patienten 1-30 Jahre alt, 20% Dravet-Syndrom, 19% Lennox-Gastaut-Syndrom. CBD-Dosis 2-5 mg/kg/Tag bis maximal 25-50 mg/kg/Tag. Primärer Endpunkt: mediane prozentuale Änderung der monatlichen motorischen Anfallsfrequenz nach 12 Wochen. Nebenwirkungen bei 79% (n=128): Somnolenz 25%, verminderter Appetit 19%, Diarrhö 19%, Fatigue >10%.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Park et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
20 mal zitiert

Long-term efficacy and safety of cannabidiol (CBD) in children with treatment-resistant epilepsy: Results from a state-based expanded access program.

Design
Multizentrisches Erweiterungs-Zugangsprogramm (Open-Label, 36 Monate)
Stichprobe
n = 45 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte Anfallshäufigkeit und Major-Anfälle signifikant und erhöhte anfallsfreie Tage gegenüber Baseline.

Zusammenfassung

n=45 Kinder (1–18 Jahre) mit therapieresistenter Epilepsie (TRE), CBD (Epidiolex®) bis 50 mg/kg/Tag adjunktiv über bis zu 36 Monate; majore Anfallsreduktion 54–72% an verschiedenen Messzeitpunkten (alle p<0,001); Gesamtanfallsreduktion 61–70%; mittlerer Anstieg anfallsfreier Tage >5 in allen Behandlungsperioden nach Monat 2, am Endpunkt +7,52 anfallsfreie Tage pro 28 Tage (p<0,001).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Szaflarski et al. ·2018 ·Epilepsia
204 mal zitiert

Long-term safety and treatment effects of cannabidiol in children and adults with treatment-resistant epilepsies: Expanded access program results.

Design
Open-Label Expanded-Access-Studie (Real-World-Register)
Stichprobe
n = 607 Pat.
Kernaussage

Add-on-CBD reduzierte die monatliche Anfallsfrequenz bei therapieresistenter Epilepsie um etwa 50% über den gesamten Beobachtungszeitraum.

Zusammenfassung

n=607 Patienten mit therapierefraktärer Epilepsie, Add-on-CBD (median 25 mg/kg/d) über median 48 Wochen; mediane monatliche konvulsive Anfallsfrequenz um 51% reduziert, Gesamtanfälle um 48% nach 12 Wochen; ≥50%/≥75%/100%-Responder (konvulsiv): 52%/31%/11%; 24% brachen ab (15% Wirklosigkeit, 5% UAW). Effekte blieben stabil bis Woche 96.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gaston et al. ·2019 ·Epilepsy & Behavior
44 mal zitiert

Drug-drug interactions with cannabidiol (CBD) appear to have no effect on treatment response in an open-label Expanded Access Program.

Design
Prospektive Open-Label-Studie (Expanded Access Program)
Stichprobe
n = 132 Pat.
Kernaussage

CBD reduziert Anfallsfrequenz und -schwere signifikant, ohne dass Arzneimittelinteraktionen mit Komedikamenten das Therapieansprechen beeinflussen.

Zusammenfassung

n=132 Erwachsene und Kinder mit behandlungsresistenter Epilepsie (TRE) unter CBD (Epidiolex®) mit/ohne Clobazam-Ko-Medikation. Alle Gruppen zeigten signifikante Anfallsfrequenz- und Schwere-Reduktionen gegenüber Baseline (alle p<0,05). Kein signifikanter Unterschied im Therapieansprechen zwischen CBD+Clobazam vs. CBD-Clobazam bei 12 Wochen (beide p>0,05). Kein Einfluss weiterer interagierender AEDs auf den Therapieerfolg bis 48 Wochen (alle p>0,05).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Patel et al. ·2021 ·Epilepsia
107 mal zitiert

Long-term safety and efficacy of add-on cannabidiol in patients with Lennox-Gastaut syndrome: Results of a long-term open-label extension trial.

Design
open-label extension
Stichprobe
n = 366 Pat.
Kernaussage

Anhaltende Reduktion der Drop-Anfälle um 48–71% und aller Anfälle um 48–68% über bis zu 156 Wochen; 87% oder mehr der Patienten/Betreuer berichteten Verbesserung des Gesamtzustands.

Zusammenfassung

n=366 Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) in einer offenen Langzeitextension (bis 156 Wochen); add-on CBD (Epidiolex, 20–30 mg/kg/Tag) reduzierte Drop-Anfälle um median 48–71 % und Gesamtanfälle um 48–68 % gegenüber Baseline; ≥87 % der Patienten/Betreuenden berichteten Verbesserung im Globalurteil (CGIC); Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen 12 %.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Scheffer et al. ·2021 ·Epilepsia
91 mal zitiert

Add-on cannabidiol in patients with Dravet syndrome: Results of a long-term open-label extension trial.

Design
open-label extension
Stichprobe
n = 315 Pat.
Kernaussage

CBD führte zu anhaltenden, klinisch bedeutsamen Reduktionen der Anfallshäufigkeit (45%-74% für konvulsive Anfälle, 49%-84% für Gesamtanfälle) und ≥83% der Patienten/Betreuer berichteten über Verbesserung des Gesamtzustandes.

Zusammenfassung

n=315 Dravet-Patienten (offene Verlängerungsstudie GWPCARE5, bis 1535 Tage); CBD-Zusatztherapie reduzierte konvulsive Anfälle um median 45–74 % und Gesamtanfälle um 49–84 % in 12-Wochen-Fenstern bis Woche 156; ≥83 % der Patienten/Betreuer berichteten Verbesserung im Global Impression of Change; verträgliches Sicherheitsprofil (9 % Abbrüche wegen UE, Transaminasenanstieg >3× ULN bei 22 %, v. a. unter Valproat).

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2019 ·Epilepsia
270 mal zitiert

Long-term cannabidiol treatment in patients with Dravet syndrome: An open-label extension trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 264 Pat.
Kernaussage

Median Reduktion der Anfallshäufigkeit von 38-44% für konvulsive Anfälle und 39-51% für Gesamtanfälle über 12-Wochen-Perioden bis Woche 48; 85% der Patienten/Betreuer berichteten Verbesserung.

Zusammenfassung

Open-Label-Extension (GWPCARE5) zu CBD bei Dravet-Syndrom; n=264 Patienten (95% der Eligible aus vorherigen RCTs), mediane Behandlungsdauer 274 Tage (Range 1–512), mittlere Modaldosis 21 mg/kg/d. Mediane Reduktion konvulsiver Anfälle 38–44% über 48 Wochen (12-Wochen-Intervalle), Gesamt-Anfälle 39–51%. 85% der Patienten/Betreuer berichteten Verbesserung im CGI-C nach 48 Wochen. Nebenwirkungen bei 93,2% (meist mild/moderat): Diarrhö (34,5%), Pyrexie (27,3%), Appetitminderung (25,4%), Somnolenz (24,6%). 6,4% Abbruch wegen Nebenwirkungen; 17,2% Transaminasen-Erhöhung ≥3× ULN (alle unter Valproinsäure).

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Thiele et al. ·2022 ·Epilepsia
103 mal zitiert

Long-term cannabidiol treatment for seizures in patients with tuberous sclerosis complex: An open-label extension trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 199 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die Anfallshäufigkeit um 54-68% über 12-Wochen-Fenster, 53-61% der Patienten erreichten ≥50% Anfallsreduktion, und 87% der Patienten/Betreuer berichteten globale Verbesserung.

Zusammenfassung

Open-label Extension (n=199, medianes Alter 13 Jahre, Range 1-57) der GWPCARE6-RCT zu CBD bei Tuberous-Sclerosis-Complex-assoziierter Epilepsie. Initiale Zieldosis 25 mg/kg/Tag (Range bis 50 mg/kg/Tag), mittlere modale Dosis 27 mg/kg/Tag. Mediane Anfallsreduktion 54-68% über 48 Wochen (12-Wochen-Fenster). Responder-Rate ≥50% Reduktion: 53-61%, ≥75%: 29-45%, anfallsfrei: 6-11%. 1-Jahres-Retention 79%. Häufigste Nebenwirkungen: Diarrhoe (42%), Anfälle (22%), Appetitminderung (20%). Erhöhte Transaminasen bei 9% (12 von 17 unter Valproat). Dauerhafter Abbruch wegen Nebenwirkungen bei 6%. 87% der Patienten/Betreuer berichteten Verbesserung auf S/CGIC-Skala nach 26 Wochen.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gaston et al. ·2021 ·Epilepsy & Behavior
37 mal zitiert

Long-term safety and efficacy of highly purified cannabidiol for treatment refractory epilepsy.

Design
Open-Label Expanded Access Program (prospektiv, 2 Jahre)
Stichprobe
n = 169 Pat.
Kernaussage

Hochgereinigtes CBD reduziert Anfallsfrequenz und -schwere bei therapierefraktärer Epilepsie signifikant und anhaltend über 2 Jahre.

Zusammenfassung

n=169 behandlungsresistente Epilepsie-Patienten (89 Kinder, 80 Erwachsene), pflanzlich-gereinigtes CBD (Epidiolex®) bis 50 mg/kg/Tag über bis zu 2 Jahre. Responderrate (≥50 % Anfallsfrequenzreduktion) Kinder: 44 % (Monat 1), 41 % (Jahr 1), 61 % (Jahr 2); Erwachsene: 34 % (Monat 1), 53 % (Jahr 1), 71 % (Jahr 2; alle p<0,0001). Signifikante Anfallsschwere-Reduktion (CSSS) zu allen Zeitpunkten (p<0,0001). CBD gut verträglich; häufigste UAW: Diarrhö, Sedierung, verminderter Appetit.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Patel et al. ·2025 ·Epilepsia
6 mal zitiert

Long-term efficacy and safety of cannabidiol in patients with treatment-resistant focal epilepsies treated in the Expanded Access Program.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 140 Pat.
Kernaussage

CBD war mit anhaltender Anfallsreduktion von 44–87% über 144 Wochen assoziiert, unabhängig vom Epilepsie-Typ.

Zusammenfassung

Langzeit-EAP-Daten zu CBD (Epidiolex®) bei fokalen Epilepsien (n=140; 33 TSC, 107 andere fokale Epilepsien). Mediane CBD-Dosis 25 mg/kg/d (TSC) bzw. 23 mg/kg/d (nicht-TSC). Über 144 Wochen: mediane Reduktion fokaler Anfälle 51–87% (TSC) bzw. 46–75% (nicht-TSC); Gesamt-Anfälle 44–87% (TSC) bzw. 45–71% (nicht-TSC). Responder-Raten vergleichbar. AEs bei 91% (TSC) und 96% (nicht-TSC).

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Szaflarski et al. ·2018 ·Epilepsy & behavior
169 mal zitiert

Cannabidiol improves frequency and severity of seizures and reduces adverse events in an open-label add-on prospective study.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 132 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte signifikant die Anfallshäufigkeit (von 144,4 auf 52,2 bi-wöchentlich), Anfallsschweregrad (CSSS von 80,7 auf 39,2) und unerwünschte Ereignisse (AEP von 40,8 auf 33,2) bereits nach 12 Wochen mit stabilen Effekten über 48 Wochen.

Zusammenfassung

n=132 (72 Kinder, 60 Erwachsene) mit therapieresistenter Epilepsie, CBD 5–50 mg/kg/Tag (Epidiolex®); Anfallsfrequenz reduzierte sich von 144,4 auf 52,2 bi-wöchentlich bei 12 Wochen (p=0,01), stabil bis Woche 48. Chalfont-Severity-Score sank von 80,7 auf 39,2 (p<0,0001). Nebenwirkungsprofil verbesserte sich signifikant (40,8 vs. 33,2; p<0,0001). Studienretention 77% nach 1 Jahr.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
D'Onofrio et al. ·2020 ·Frontiers in Neurology
38 mal zitiert

Slow Titration of Cannabidiol Add-On in Drug-Resistant Epilepsies Can Improve Safety With Maintained Efficacy in an Open-Label Study.

Design
Prospektive Open-Label-Studie (multizentrisch)
Stichprobe
n = 125 Pat.
Kernaussage

Langsame CBD-Titration reduzierte die Anfallsfrequenz klinisch relevant bei akzeptablem Sicherheitsprofil, jedoch mit unerwünschten Ereignissen bei knapp der Hälfte der Patienten.

Zusammenfassung

Prospektive offene multizentrische Studie (n=125, 62 LGS, 48 Dravet-Syndrom) mit langsamem CBD-Titrations-Protokoll (Zieldosis 10 mg/kg/Tag, max. 20 mg/kg/Tag); Anfallsfrequenz nach 6 Monaten -41% ± 37,5% gegenüber Baseline, 37,8% (28/74) der Patienten erreichten ≥50% Anfallsreduktion; UAW bei 48,8% (61/125), häufigste: Somnolenz, Asthenie, Verhaltensstörungen; langsamere Titration verbesserte Verträglichkeit bei vergleichbarer Wirksamkeit zu früheren Studien.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Szaflarski et al. ·2019 ·Epilepsy & behavior
78 mal zitiert

Higher cannabidiol plasma levels are associated with better seizure response following treatment with a pharmaceutical grade cannabidiol.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 100 Pat.
Kernaussage

Höhere CBD-Plasmaspiegel sind mit verbesserter Anfallskontrolle assoziiert; ein Anstieg um 100 ng/mL war mit einer Reduktion von etwa 2 Anfällen pro Zeitraum verbunden.

Zusammenfassung

Open-Label EAP mit Epidiolex® bei therapierefraktärer Epilepsie (n=100; 56 Erwachsene, 44 Kinder). Lineare Korrelation zwischen CBD-Dosis (5–50 mg/kg/d) und Plasmaspiegel (7,1–1200 ng/mL; r=0,640, p<0,001). Quantile Regression: 100 ng/mL CBD-Anstieg assoziiert mit ~2 Anfällen weniger pro 2-Wochen-Periode (1,87 [96%-KI 0,34–3,39]; p=0,018). Kinder und Erwachsene zeigten ähnliche Ansprechraten; Kinder möglicherweise responsiv bei niedrigeren Plasmaspiegeln.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Scheffer et al. ·2021 ·JAMA Network Open
36 mal zitiert

Safety and Tolerability of Transdermal Cannabidiol Gel in Children With Developmental and Epileptic Encephalopathies: A Nonrandomized Controlled Trial.

Design
Nicht-randomisierte kontrollierte Studie
Stichprobe
n = 48 Pat.
Kernaussage

Transdermales CBD-Gel war sicher und mit relevanter Anfallsfrequenzreduktion sowie Verbesserungen der Lebensqualität assoziiert.

Zusammenfassung

Nicht-randomisierte kontrollierte Studie (n=48 Kinder, DEE-Epilepsien) mit transdermalem CBD-Gel (125–500 mg/d, 6.5 Monate); mediane Anfallsreduktion (FIAS+TCS) 58% [IQR -5.3% bis 81.8%] bei Monat 5 und 43.5% über Gesamtstudienperiode; 60% ≥1 behandlungsassoziiertes UE, davon 96% leicht/moderat; 77% der Eltern berichteten Verbesserung sozialer Interaktion.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Ben-Menachem et al. ·2020 ·CNS Drugs
57 mal zitiert

A Phase II Randomized Trial to Explore the Potential for Pharmacokinetic Drug–Drug Interactions with Stiripentol or Valproate when Combined with Cannabidiol in Patients with Epilepsy

Design
RCT
Stichprobe
n = 35 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol führte zu kleinen Veränderungen der Pharmakokinetik: Stiripentol-Exposition um 17-30% erhöht, Valproat-Exposition um 13-30% verringert; beide Änderungen von unklarer klinischer Relevanz.

Zusammenfassung

n=35 Epilepsie-Patienten (16-55 Jahre), Phase-II-RCT zu pharmakokinetischen Interaktionen von CBD (20 mg/kg/Tag) mit Stiripentol (n=14, davon 12 CBD) oder Valproat (n=21, davon 16 CBD). Konkomitantes CBD führte zu kleiner Erhöhung der Stiripentol-Exposition (C_max +17%, AUC_tau +30%). Minimaler Effekt auf Valproat-Exposition. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil akzeptabel.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Sharma et al. ·2019 ·Epilepsy & Behavior Reports
13 mal zitiert

A preliminary study of the effects of cannabidiol (CBD) on brain structure in patients with epilepsy.

Design
Pilot-Studie (prospektiv, unkontrolliert)
Stichprobe
n = 27 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte keine nachteiligen Auswirkungen auf die kortikale Makrostruktur, reduzierte jedoch Anfallsfrequenz und -schwere signifikant.

Zusammenfassung

Pilot-Studie (n=27 rekrutiert, n=18 MRT-Subgruppe), hochgereinigtes CBD 15–25 mg/kg/Tag bei therapieresistenter Epilepsie: Signifikante Reduktion der Anfallsfrequenz [t(17)=3.08, p=0.0069] und der klinischen Anfallsschwere (CSSS) [t(17)=5.77, p<0.001] sowie des Nebenwirkungsprofils (AEP) [t(17)=3.04, p=0.0074]. Keine signifikanten Veränderungen der zerebralen Makrostruktur (GMV, kortikale Dicke) nachgewiesen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Caraballo et al. ·2023 ·Epilepsy & Behavior
15 mal zitiert

Cannabidiol in children with treatment-resistant epilepsy with myoclonic-atonic seizures.

Design
Multizentrische prospektive Studie (open-label)
Stichprobe
n = 26 Pat.
Kernaussage

Add-on-CBD reduzierte bei über der Hälfte der Kinder die Anfallsfrequenz um mehr als 50% bei milden Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Multizentrische Studie (n=26, davon 22 EMAtS + 4 Sturge-Weber-Syndrom), CBD-Add-on 8–40 mg/kg/Tag, mittleres Follow-up 19 Monate: 15/26 (57.7%) erreichten >50% Anfallsreduktion; 3/26 (11.5%) wurden anfallsfrei. Die verbleibenden 11 Patienten (42.3%) erzielten eine 25–50% Reduktion. Nebenwirkungen mild, kein Therapieabbruch wegen unerwünschter Ereignisse.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Nenert et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
29 mal zitiert

Cannabidiol normalizes resting-state functional connectivity in treatment-resistant epilepsy.

Design
Prospektive Open-Label-Studie (Class III)
Stichprobe
n = 22 Pat.
Kernaussage

CBD normalisierte die Ruhenetzwerk-Konnektivität und reduzierte die Anfallsfrequenz signifikant bei therapierefraktärer Epilepsie.

Zusammenfassung

n=22 Erwachsene mit therapieresistenter Epilepsie (TRE), hochgereinigtes CBD (Epidiolex®) über Beobachtungszeitraum; mittlere Anfallsfrequenz-Reduktion 71,7% (p<0,0001); CSSS, AEP und POMS-Subskalen (Verwirrung, Depression, Erschöpfung) alle signifikant verbessert (p<0,05); rs-fMRI zeigt CBD-bedingte Normalisierung funktioneller Konnektivität im Kleinhirn, Frontal-, Temporal- und Hippocampusregionen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
McCoy et al. ·2018 ·Annals of Clinical and Translational Neurology
100 mal zitiert

A prospective open-label trial of a CBD/THC cannabis oil in dravet syndrome.

Design
Prospektive Open-Label-Studie
Stichprobe
n = 19 Pat.
Kernaussage

CBD/THC-Öl reduzierte motorische Anfälle medial um 70,6% und verbesserte Lebensqualität sowie EEG-Spike-Aktivität signifikant.

Zusammenfassung

Prospektive Open-Label-Studie (n=20 eingeschlossen, n=19 abgeschlossen), CBD/THC-Öl (100 mg/mL CBD + 2 mg/mL THC) Add-on bei Dravet-Syndrom-Kindern, 20 Wochen: Mediane motorische Anfallsreduktion 70.6%; 50%-Responder-Rate 63%. Signifikante Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion der EEG-Spike-Aktivität. Verträglichkeit gut; Transaminasenerhöhung bei gleichzeitiger Valproat-Gabe beobachtet.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Hess et al. ·2016 ·Epilepsia
188 mal zitiert

Cannabidiol as a new treatment for drug-resistant epilepsy in tuberous sclerosis complex.

Design
Open-Label-Studie (Erweiterter Zugang)
Stichprobe
n = 18 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die Anfallsfrequenz bei TSC-Patienten deutlich, mit konsistenten Responder-Raten von 38,9–50 % über 12 Monate.

Zusammenfassung

n=18 Patienten mit tuberöser Sklerose (TSC) und refraktärer Epilepsie, CBD bis 50 mg/kg/d (offene Studie). Mediane wöchentliche Anfallshäufigkeit: 22,0 (IQR 14,8–57,4) Baseline → 13,3 (IQR 5,1–22,1) nach 3 Monaten. Mediane Anfallsreduktion –48,8% (IQR –69,1% bis –11,1%) nach 3 Monaten. 50%-Responder-Rate: 50% nach 2, 3, 9, 12 Monaten; 38,9% nach 6 Monaten. UAW bei 66,7% (12/18): Somnolenz 44,4%, Ataxie 27,8%, Diarrhö 22,2%.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Mitelpunkt et al. ·2019 ·Epilepsy & behavior
61 mal zitiert

The safety, tolerability, and effectiveness of PTL-101, an oral cannabidiol formulation, in pediatric intractable epilepsy: A phase II, open-label, single-center study.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 16 Pat.
Kernaussage

PTL-101 führte zu einer 73,4%-igen Reduktion der monatlichen Anfallsfrequenz, 56% der Patienten waren Responder (≥50% Reduktion), und zwei Patienten wurden anfallsfrei.

Zusammenfassung

Phase-II-Open-Label-Studie (n=16, Kinder mit therapierefraktärer Epilepsie) zu PTL-101 (orales CBD in Gelatin-Matrix-Beadlets). Alter 9,1±3,4 Jahre, durchschnittliche Erhaltungsdosis 13,6±4,2 mg/kg. 11 Patienten schlossen Behandlung ab (12 Wochen). Mediane Anfallszahl -81,9% von Baseline, monatliche Anfallsfrequenz -73,4±24,6% (p<0,05). Responderrate (≥50% Reduktion) 56%; 2 Patienten anfallsfrei. 73% der Betreuer berichteten verbesserten/stark verbesserten Zustand, 82% reduzierte/stark reduzierte Anfallsschwere. Häufigste Nebenwirkungen: Schlafstörungen/Insomnie (25%), Somnolenz, erhöhte Anfallsfrequenz, Unruhe.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Cunha et al. ·1980 ·Pharmacology
568 mal zitiert

Chronic Administration of Cannabidiol to Healthy Volunteers and Epileptic Patients

Design
RCT (doppelblind, Parallelgruppen)
Stichprobe
n = 15 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte bei der Mehrzahl der Epilepsiepatienten die Anfallshäufigkeit deutlich, während Placebo kaum Wirkung zeigte.

Zusammenfassung

n=15 Epilepsie-Patienten (sekundär generalisiert, Temporalfokus), CBD 200–300 mg/Tag vs. Placebo doppelblind über bis zu 4,5 Monate; 4/8 CBD-Patienten nahezu anfallsfrei, 3/8 gebessert, 1/8 ohne Effekt; 7/8 Placebo-Patienten unverändert (p-Wert nicht berichtet).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
CARLINI et al. ·1981 ·The Journal of Clinical Pharmacology
276 mal zitiert

Hypnotic and Antiepileptic Effects of Cannabidiol

Design
RCT (placebokontrolliert)
Stichprobe
n = 15 Pat.
Kernaussage

CBD verbesserte Schlafdauer und reduzierte Traumerinnerung bei Insomnikern und zeigte antiepileptische Wirkung bei therapierefraktären Patienten.

Zusammenfassung

Placebokontrollierter Versuch (n=15 therapierefraktäre Epilepsie-Patient:innen) mit CBD 200–300 mg/Tag über bis zu 4,5 Monate: 7 von 8 CBD-Patient:innen zeigten Verbesserung des Krankheitsverlaufs gegenüber nur 1 von 8 in der Placebogruppe.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Geffrey et al. ·2015 ·Epilepsia
479 mal zitiert

Drug–drug interaction between clobazam and cannabidiol in children with refractory epilepsy

Design
Open-Label-Studie (Erweiterter Zugang, IND-Studie)
Stichprobe
n = 13 Pat.
Kernaussage

CBD führt zu klinisch relevanter Arzneimittelinteraktion mit Clobazam (stark erhöhte Norclobazam-Spiegel), ermöglicht aber bei 70% der Patienten eine >50%ige Anfallsreduktion.

Zusammenfassung

n=13 Kinder mit therapierefraktärer Epilepsie unter Clobazam (CLB) + CBD (IND-Studie): 9 von 13 Patienten (70%) zeigten >50% Anfallsreduktion. CLB-Spiegel stiegen um 60±80% (95%-KI –2 bis 91%) bei 4 Wochen; N-Desmethylclobazam (nCLB) um 500±300% (95%-KI +90 bis +610%). CLB-Dosis bei 10 von 13 Patienten (77%) reduziert; Nebenwirkungen bei 10 von 13 (77%), durch CLB-Dosisreduktion behoben.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Herlopian et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
41 mal zitiert

Cannabidiol in treatment of refractory epileptic spasms: An open-label study.

Design
Open-Label-Expanded-Access-Studie
Stichprobe
n = 9 Pat.
Kernaussage

CBD als Zusatztherapie erzielte hohe Responderraten und EEG-Verbesserungen bei refraktären epileptischen Spasmen im Kindesalter.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie (n=9 Kinder mit refraktären epileptischen Spasmen): CBD-Zusatztherapie (Zieldosis 25 mg/kg/Tag) erzielte Responderraten (>50% Anfallsreduktion) von 67–78% über alle Zeitpunkte (2 Wochen bis 12 Monate); 33% (3/9) anfallsfrei nach 2 Monaten. 60% zeigten EEG-Hypsarrhythmie-Auflösung. Eltern berichteten subjektive kognitive und Verhaltensverbesserungen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Wheless et al. ·2019 ·CNS Drugs
112 mal zitiert

Pharmacokinetics and Tolerability of Multiple Doses of Pharmaceutical-Grade Synthetic Cannabidiol in Pediatric Patients with Treatment-Resistant Epilepsy.

Design
Open-Label-Sicherheitsstudie (PK/Safety)
Stichprobe
n = 61 Pat.
Kernaussage

CBD oral war bei pädiatrischen Epilepsiepatienten kurzfristig gut verträglich, zeigte jedoch relevante pharmakokinetische Interaktionen mit Clobazam und interindividuelle Expositionsvariabilität.

Zusammenfassung

n=61 pädiatrische Patienten (1–17 Jahre) mit therapieresistenter Epilepsie; synthetisches CBD oral (10–40 mg/kg/Tag) als Add-on; Steady-State nach 2–6 Tagen; bidirektionale Clobazam-Interaktion — 40 mg/kg/Tag CBD erhöht Clobazam-Exposition um das 1,7- bis 2,2-Fache; kurzfristige Gabe allgemein gut verträglich.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2018 ·Epilepsy & Behavior
188 mal zitiert

Open-label use of highly purified CBD (Epidiolex®) in patients with CDKL5 deficiency disorder and Aicardi, Dup15q, and Doose syndromes.

Design
Open-label Expanded Access Studie (multi-center, Klasse-III-Evidenz)
Stichprobe
n = 55 Pat.
Kernaussage

Adjuvantes CBD reduzierte die konvulsive Anfallsfrequenz signifikant und anhaltend über 48 Wochen gegenüber Baseline.

Zusammenfassung

n=46 (Effizienzgruppe; n=55 Sicherheitsgruppe), seltene Epilepsie-Syndrome (CDKL5, Aicardi, Dup15q, Doose), CBD (Epidiolex) als Add-on, multi-center. Mediane konvulsive Anfallsfrequenz reduziert um 51,4% nach 12 Wochen und 59,1% nach 48 Wochen (χ²(2)=22,9, p=0,00001). 27% Abbruchrate bis Woche 144.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Gaston et al. ·2019 ·Epilepsy & Behavior
49 mal zitiert

Quality of life in adults enrolled in an open-label study of cannabidiol (CBD) for treatment-resistant epilepsy.

Design
Offene Studie (Open-Label)
Stichprobe
n = 53 Pat.
Kernaussage

CBD verbesserte die Lebensqualität und Stimmung unabhängig von der Anfallskontrolle signifikant.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie, n=53 Erwachsene mit behandlungsresistenter Epilepsie; CBD (Epidiolex) 5–50 mg/kg/d; QOLIE-89-Gesamtscore verbesserte sich von 49,4 ± 19 auf 57 ± 21,3 (p=0.004); multivariable Regression: QoL-Verbesserung assoziiert mit Stimmungsverbesserung (POMS, p=0.020), nicht mit Anfallsfrequenz oder -schwere — CBD-Effekt auf Lebensqualität unabhängig von Anfallskontrolle.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Rosenberg et al. ·2017 ·Epilepsia
110 mal zitiert

Quality of Life in Childhood Epilepsy in pediatric patients enrolled in a prospective, open-label clinical study with cannabidiol.

Design
Prospektive Open-Label-Studie
Stichprobe
n = 48 Pat.
Kernaussage

CBD verbesserte die Lebensqualität pädiatrischer Epilepsiepatienten signifikant, unabhängig von Veränderungen der Anfallshäufigkeit.

Zusammenfassung

n=48 pädiatrische Patienten mit behandlungsresistenter Epilepsie; 12-wöchige offene CBD-Behandlung ergab +8,2 Punkte QOLCE-Gesamtverbesserung (p<0,001) — unabhängig von Anfallsfrequenz-Veränderungen. Subskalen: Energie/Fatigue, Gedächtnis, soziale Interaktion, Verhalten und globale Lebensqualität verbessert.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Navarro et al. ·2023 ·Neurological Sciences
17 mal zitiert

Cannabis-based magistral formulation is highly effective as an adjuvant treatment in drug-resistant focal epilepsy in adult patients: an open-label prospective cohort study

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

79,5% der Patienten erreichten eine Anfallsreduktion >50% nach 12 Wochen; Anfallshäufigkeit sank von median 11/Monat auf 2,5/Monat (p<0,001).

Zusammenfassung

Open-Label-Kohorte zu CBD-reicher Magistralformulierung (100 mg/ml CBD, THC <1,9 mg/ml) als Add-on bei Erwachsenen mit therapierefraktärer fokaler Epilepsie; n=44, mediane CBD-Dosis 200 mg/Tag (3,7 mg/kg), THC 4 mg/Tag. Mediane Anfallsfrequenz vor Behandlung 11/Monat, nach 12 Wochen 2,5/Monat (p<0,001); 79,5% der Patienten erreichten >50% Anfallsreduktion. Mediane prozentuale Reduktion 84,1%. Fünf Patienten berichteten Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Metternich et al. ·2021 ·Epilepsy & Behavior
28 mal zitiert

Cognitive and behavioral effects of cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy.

Design
Open-Label-Studie
Stichprobe
n = 39 Pat.
Kernaussage

CBD-Behandlung führte zu keinen kognitiven Verschlechterungen und verbesserte selektive Aufmerksamkeit sowie Verhalten signifikant.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie (n=39 Patienten mit therapieresistenter Epilepsie), CBD-Behandlung über 3 Monate: kein signifikanter kognitiver Rückgang auf einer der Messskalen; signifikante Verbesserung der selektiven Aufmerksamkeit und einer caregiver-bewerteten Verhaltensskala; >89% aller Einzeltestergebnisse stabil oder verbessert. Verbesserungen im Kurzzeitgedächtnis signifikant mit besserem Therapieansprechen korreliert.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Thompson et al. ·2020 ·Epilepsy & behavior
52 mal zitiert

Cognitive function and adaptive skills after a one-year trial of cannabidiol (CBD) in a pediatric sample with treatment-resistant epilepsy.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 38 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte über ein Jahr keine statistisch signifikanten Verbesserungen der kognitiven Funktion oder adaptiven Fähigkeiten bei Kindern mit therapieresistenter Epilepsie, aber auch keine Verschlechterung.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie zu kognitiven und adaptiven Effekten von CBD (Epidiolex®) bei n=38 Kindern/Adoleszenten (3–19 Jahre) mit therapierefraktärer Epilepsie über 1 Jahr. Keine signifikanten Veränderungen in kognitiver Funktion (NIH Toolbox Cognition Battery) oder adaptiven Fähigkeiten (ABAS-II bei n=24 mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung). Trend zu Verbesserung in einigen kognitiven Domänen (nicht signifikant). CBD zeigt keine kognitiven oder funktionalen Nebenwirkungen über 1-Jahres-Behandlung.

B
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Klotz et al. ·2021 ·CNS drugs
31 mal zitiert

Effect of Cannabidiol on Interictal Epileptiform Activity and Sleep Architecture in Children with Intractable Epilepsy: A Prospective Open-Label Study.

Design
Klinische Studie
Stichprobe
n = 35 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol reduzierte signifikant die Häufigkeit von interiktalen epileptischen Entladungen und verbesserte die Schlafmikrostruktur bei Kindern mit therapierefraktärer Epilepsie.

Zusammenfassung

Prospektive Open-Label-Studie zu CBD (20–50 mg/kg/d) bei therapierefraktärer Epilepsie im Kindesalter; n=35 (Alter 10,1±0,86 Jahre). Interiktale epileptiforme Entladungen (IEDs) nach 3 Monaten signifikant reduziert (19,6±19,5 vs. 36,8±27,2 Entladungen/min bei Baseline, p<0,0001). Moderate Korrelation zwischen IED-Reduktion und Anfallsreduktion (r=0,39, p=0,02). Schlafarchitektur bei 56,5% initial abnormal, in 84,6% dieser Fälle unter CBD verbessert.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Pietrafusa et al. ·2019 ·Pediatric Drugs
35 mal zitiert

Purified Cannabidiol for Treatment of Refractory Epilepsies in Pediatric Patients with Developmental and Epileptic Encephalopathy.

Design
Prospektive Open-Label-Studie (einzentral)
Stichprobe
n = 29 Pat.
Kernaussage

Artisanales CBD reduzierte bei knapp 38% der Kinder die Anfallsfrequenz um mindestens 50%, bei der Mehrheit zeigte sich jedoch kein Benefit.

Zusammenfassung

n=29 pädiatrische Patienten (1–18 Jahre) mit entwicklungsbedingter und epileptischer Enzephalopathie (DEE), artisanales CBD-Öl 2–25 mg/kg/Tag adjunktiv, mittlere Expositionsdauer 11,2 Monate; 11/29 (37,9%) erzielten ≥50% Verbesserung der Anfallsfrequenz; 1 Patient anfallsfrei; 18/29 (62,1%) ohne Benefit hinsichtlich Anfallsfrequenz; unerwünschte Ereignisse bei 7/29 (24,1%) — überwiegend mild und transient (Somnolenz, Appetitminderung, Diarrhö), keine Dosisanpassung erforderlich.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Sands et al. ·2019 ·CNS Drugs
79 mal zitiert

Long-Term Safety, Tolerability, and Efficacy of Cannabidiol in Children with Refractory Epilepsy: Results from an Expanded Access Program in the US.

Design
Offene prospektive Studie (Expanded Access Program)
Stichprobe
n = 26 Pat.
Kernaussage

CBD erzielte bei etwa einem Viertel der Kinder eine klinisch relevante Anfallsreduktion, wurde jedoch von der Mehrheit wegen Unwirksamkeit oder Nebenwirkungen abgebrochen.

Zusammenfassung

n=26 Kinder (1–17 J.) mit therapierefraktärer Epilepsie (Expanded Access Program, 4-Jahres-Zeitraum), adjunktives CBD 5–25 mg/kg/d; 26,9% mit anhaltender >50%-Anfallsreduktion bei 24 Monaten, davon 11,5% anfallsfrei; Retention nach 24 Monaten 34,6%; 80,8% Adverse Events (reduzierter Appetit 38,4%, Diarrhoe 34,6%), 23,1% schwere Adverse Events.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Huntsman et al. ·2019 ·Frontiers in Neurology
60 mal zitiert

Dosage Related Efficacy and Tolerability of Cannabidiol in Children With Treatment-Resistant Epileptic Encephalopathy: Preliminary Results of the CARE-E Study.

Design
Open-Label-Pilotstudie (prospektiv, Dosiseskalation)
Stichprobe
n = 7 Pat.
Kernaussage

Alle Teilnehmer zeigten unter CHE-Dosiseskalation eine Reduktion der Anfallsfrequenz sowie verbesserte Lebensqualitäts-Scores bei guter Verträglichkeit.

Zusammenfassung

n=7 Kinder mit behandlungsresistenter epileptischer Enzephalopathie; Cannabis-Herbalextrakt (THC:CBD 1:20) bis 10–12 mg CBD/kg/Tag; alle Teilnehmer zeigten Verbesserung der Anfallshäufigkeit und QOLCE-Lebensqualitäts-Scores; C_ss-CBD-Spiegel bei >50%-Anfallsreduktion lagen unter zuvor für gereinigtes CBD berichteten Werten; empfohlene Initialdosis 5–6 mg CBD/kg/Tag.

C
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Hussain et al. ·2020 ·Epilepsy & Behavior
46 mal zitiert

Synthetic pharmaceutical grade cannabidiol for treatment of refractory infantile spasms: A multicenter phase-2 study.

Design
Multizentrische Phase-2-Studie
Stichprobe
n = 9 Pat.
Kernaussage

Synthetisches CBD führte nur bei einem von neun hochrefraktären Patienten zu einem kurzfristigen Ansprechen; für die Mehrzahl der Patienten war kein Nutzen erkennbar.

Zusammenfassung

n=9 Kinder (6–36 Monate) mit refraktären infantilen Spasmen nach Versagen von ACTH und Vigabatrin; synthetisches CBD 20mg/kg/Tag über 14 Tage; primärer Endpunkt (Spasmusfreiheit + Hypsarrhythmie-Freiheit Tag 14): 1/9 (11%) angesprochen, 8/9 kein klinisches oder elektroenzephalographisches Ansprechen; CBD oral in hochrefraktären Fällen nicht wirksam.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Kaplan et al. ·2017 ·Pediatric Neurology
89 mal zitiert

Cannabidiol Treatment for Refractory Seizures in Sturge-Weber Syndrome.

Design
Offene Pilotstudie (Fallserie)
Stichprobe
n = 5 Pat.
Kernaussage

Mehrheit der Patienten erreichte >50% Anfallsreduktion mit CBD, jedoch kleine Fallzahl und ein Abbruch wegen fehlender Wirksamkeit.

Zusammenfassung

n=5 Sturge-Weber-Syndrom-Patienten mit therapierefraktärer Epilepsie, adjunktives CBD; 2/4 auswertbare Patienten bei Woche 14 und 3 Patienten beim letzten Besuch mit >50% Anfallsreduktion; 63–80 Wochen auf CBD verblieben; 3 Patienten mit milden Nebenwirkungen.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Hurley et al. ·2022 ·Epilepsia
34 mal zitiert

Efficacy and safety of cannabidivarin treatment of epilepsy in girls with Rett syndrome: A phase 1 clinical trial.

Design
Phase-1-Studie (unkontrolliert, offen)
Stichprobe
n = 5 Pat.
Kernaussage

CBDV reduzierte die monatliche Anfallsfrequenz bei allen fünf Mädchen mit einem medianen Rückgang von 79% und war gut verträglich.

Zusammenfassung

n=5 Mädchen mit Rett-Syndrom und therapieresistenter Epilepsie; CBDV (Cannabidivarin) 10 mg/kg/Tag; mediane Reduktion der monatlichen Anfallsfrequenz 79%; Gesamtanfälle 32 → 7.2/Monat; 3 von 5 Patientinnen mit >75% Reduktion; 91% der UAW mild/moderat, kein Studienabbruch wegen Nebenwirkungen.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Warren et al. ·2017

The use of cannabidiol for seizure management in patients with brain tumor-related epilepsy.

Design
Stichprobe
n = 3
Zusammenfassung

Kleine Pilot-Fallserie (n=3 Patienten mit therapierefraktärer Epilepsie bei primärem Hirntumor) unter pharmazeutischem Cannabidiol (CBD, Epidiolex). Zwei von drei Patienten zeigten eine verringerte Anfallshäufigkeit, alle drei eine geringere Anfallsschwere. Vorläufiges Signal, wegen sehr kleiner Fallzahl und fehlender Kontrollgruppe nicht belastbar; laut Autoren nur Anlass für weitere Studien.

Real-World-Evidenz und Beobachtungsstudien

Daten aus klinischer Versorgungspraxis, Registern und Pflichterhebungen.

30
B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Treat et al. ·2017 ·Epilepsia
54 mal zitiert

Duration of use of oral cannabis extract in a cohort of pediatric epilepsy patients.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Stichprobe
n = 119 Pat.
Kernaussage

Etwa ein Viertel der Patienten zeigte einen elternberichteten Anfallsrückgang >50%, jedoch brach die Mehrheit die Therapie ab; Nebenwirkungen und Dravet-Syndrom waren mit kürzerer Anwendungsdauer assoziiert.

Zusammenfassung

Retrospektive Kohorte (n=119) pädiatrischer Epilepsie-Patient:innen mit oralen Cannabis-Extrakten (OCE): 71% brachen die Therapie ab, mittlere Nutzungsdauer 11,7 Monate. 24% galten als Responder (>50% Anfallsreduktion laut Elternbericht). Wahrgenommener Anfallsnutzen war einziger Faktor für längere Therapiedauer (p<0,01); Nebenwirkungen (p=0,03) und Dravet-Syndrom-Diagnose (p=0,02) assoziierten mit früherem Abbruch.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Porcari et al. ·2018 ·Epilepsy & Behavior
53 mal zitiert

Efficacy of artisanal preparations of cannabidiol for the treatment of epilepsy: Practical experiences in a tertiary medical center.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Stichprobe
n = 108 Pat.
Kernaussage

Artisanales CBD-Öl reduzierte bei 39% der Kinder die Anfallshäufigkeit um mehr als 50%, mit einem günstigen Nebenwirkungsprofil.

Zusammenfassung

n=108 pädiatrische Patienten mit pharmakoresistenter Epilepsie, artisanale CBD-Präparate; 39% erreichten >50% Anfallsreduktion, 10% wurden anfallsfrei; AED-Weaning in 22% der Patienten möglich; häufigste Nebenwirkung Sedierung in <4% (ausschließlich unter gleichzeitiger Clobazam-Gabe).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lusawat et al. ·2025 ·Pediatric neurology
4 mal zitiert

National Multicenter Cohort Study: Adjunctive Cannabidiol-Enriched Cannabis Oil for Pediatric Drug-Resistant Epilepsy Treatment in Thailand.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 101 Pat.
Kernaussage

CBD-angereichertes Öl zeigte konsistente Verbesserungen mit ≥50% Anfallsreduktion bei den meisten Anfallstypen über 12 Monate, allerdings mit hoher Nebenwirkungsrate (92% der Patienten) und 33% Abbruchquote.

Zusammenfassung

Prospektive multizentrische Kohortenstudie (n=101, 19 thailändische Krankenhäuser) zu CBD-angereichertem Cannabis-Öl bei pädiatrischer arzneimittelresistenter Epilepsie. Medianes Alter 10 Jahre, median 75 Anfälle/Monat bei Baseline, Versagen von durchschnittlich 7 Antiepileptika. Mediane CBD-Dosis 6 mg/kg/Tag, medianer Follow-up 15 Monate. ≥50% Anfallsreduktion an 3-, 6-, 9-, 12-Monats- und letztem Follow-up-Zeitpunkt konsistent verbessert; mediane monatliche Gesamtanfallsreduktion durchgängig positiv. Effektive CBD-Dosis 1-15 mg/kg/Tag. Nebenwirkungen bei 92% der Patienten (überwiegend mild 95%): Somnolenz, erhöhte Leberenzyme, Anorexie, Reizbarkeit. 33 Patienten brachen ab (57% wegen intolerabler Nebenwirkungen, 30% Ineffektivität, 12% Non-Compliance).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Uliel-Sibony et al. ·2021 ·Brain and Development
29 mal zitiert

Cannabidiol-enriched oil in children and adults with treatment-resistant epilepsy-does tolerance exist?

Design
Prospektive Beobachtungsstudie
Stichprobe
n = 92 Pat.
Kernaussage

CBD-Öl reduzierte bei über der Hälfte der Patienten die Anfallsfrequenz, jedoch entwickelte ein Viertel eine Toleranz mit nachlassender Wirksamkeit.

Zusammenfassung

Prospektive Studie mit n=92 Patienten (1-37 Jahre, Mittel 11,8 Jahre) mit therapierefraktärer Epilepsie; CBD-angereichertes Öl (CBD:THC=20:1), mittlere Dosis 11,3 mg/kg/d. Responderrate (>50% Anfallsreduktion) 54%, 9% anfallsfrei. Follow-up 19,8±12,5 Monate (Range 3-45). Toleranzentwicklung bei 25% (21/84) nach durchschnittlich 7,3±5,4 Monaten; negative Korrelation zwischen Epilepsie-Dauer und Toleranzentwicklung (p=0,038). 31% Abbruch wegen fehlender Wirkung oder Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Press et al. ·2015 ·Epilepsy & Behavior
226 mal zitiert

Parental reporting of response to oral cannabis extracts for treatment of refractory epilepsy.

Design
Retrospektive Kohortenstudie (Chart Review)
Stichprobe
n = 75 Pat.
Kernaussage

Elternberichte zeigen bei einem Drittel der Kinder eine >50%ige Anfallsreduktion, jedoch erhebliche Variabilität nach Syndrom sowie unerwünschte Ereignisse bei 44%.

Zusammenfassung

n=75 pädiatrische Patienten mit Epilepsie unter oralen Cannabis-Extrakten (OCE), retrospektives Chart-Review; 57% berichteten irgendeine Anfallsverbesserung; 33% berichteten >50%-Anfallsreduktion (Responder); LGS-Responderrate 88,9% vs. Dravet 23% vs. Doose 0%; Adverse Events in 44% (erhöhte Anfälle 13%, Somnolenz 12%).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Tzadok et al. ·2016 ·Seizure
214 mal zitiert

CBD-enriched medical cannabis for intractable pediatric epilepsy

Design
Retrospektive Beobachtungsstudie
Stichprobe
n = 74 Pat.
Kernaussage

CBD-reiches Cannabis-Öl reduzierte die Anfallsfrequenz bei 89% der behandelten Kinder, bei über der Hälfte um mehr als 50%.

Zusammenfassung

Retrospektive Multizenterstudie mit n=74 Kindern/Jugendlichen (1-18 Jahre) mit therapierefraktärer Epilepsie (resistent gegen >7 Antiepileptika); CBD-angereichertes Cannabis-Öl (CBD:THC=20:1, 1-20 mg/kg/d). 89% (66/74) berichteten Anfallsreduktion: 18% >75% Reduktion, 34% 50-75% Reduktion, 12% 25-50% Reduktion. 5 (7%) Patienten Anfallsverschlechterung → Abbruch. Behandlungsdauer durchschnittlich 6 Monate.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Neubauer et al. ·2018 ·Epilepsy & Behavior
43 mal zitiert

Cannabidiol for treatment of refractory childhood epilepsies: Experience from a single tertiary epilepsy center in Slovenia.

Design
Retrospektive Kohortenstudie (Single-Center)
Stichprobe
n = 66 Pat.
Kernaussage

CBD als Add-on-Therapie reduzierte die Anfallslast bei knapp der Hälfte der Kinder um mehr als 50% und führte bei einem Fünftel zur Anfallsfreiheit.

Zusammenfassung

n=66 Kinder mit pharmakoresistenter Epilepsie, Add-on CBD (≥8 mg/kg/Tag) an Tertiärzentrum Ljubljana; 48,5% erreichten >50% Reduktion der Anfallslast, 21,2% wurden anfallsfrei; Nebenwirkungen in 5/66 Patienten.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hausman-Kedem et al. ·2018 ·Brain & development
102 mal zitiert

Efficacy of CBD-enriched medical cannabis for treatment of refractory epilepsy in children and adolescents - An observational, longitudinal study.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 46 Pat.
Kernaussage

56% der Patienten zeigten ≤50% Reduktion der monatlichen Anfallsfrequenz, aber 46% berichteten Nebenwirkungen, die Hauptgrund für Behandlungsabbruch waren.

Zusammenfassung

Longitudinale Beobachtungsstudie bei refraktärer Epilepsie im Kindes-/Jugendalter (n=46, Alter 1-20 Jahre), CBD/THC 20:1-Öl (median 18 Monate Follow-up, durchschnittliche CBD-Dosis 11,4 mg/kg/d). 56% der Patienten (n=26) erreichten ≥50% Reduktion der mittleren monatlichen Anfallsfrequenz (elternberichtet). Jüngeres Alter bei Behandlungsbeginn (<10 Jahre) und höhere CBD-Dosis (>11 mg/kg/d) mit besserem Ansprechen assoziiert. Nebenwirkungen bei 46% der Patienten (hauptsächlich Somnolenz, verminderter Appetit, Diarrhö).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Koo et al. ·2020 ·Journal of Korean Medical Science
33 mal zitiert

Cannabidiol for Treating Lennox-Gastaut Syndrome and Dravet Syndrome in Korea.

Design
Retrospektive Fallserie
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

Orales CBD erzielte bei einem Teil der pädiatrischen LGS- und DS-Patienten eine klinisch relevante Anfallsreduktion bei tolerablem Nebenwirkungsprofil.

Zusammenfassung

Retrospektive Fallserie, n=44 Kinder (LGS n=34, Dravet n=10); CBD (Start 5 mg/kg/Tag, Erhalt 10 mg/kg/Tag); LGS: Anfallsreduktion 52,9% nach 3 Monaten, 29,4% nach 6 Monaten; >50%-Reduktion bei 32,3% (3 Mon.) / 20,6% (6 Mon.); DS: >50%-Reduktion bei 30% (3 Mon.) / 20% (6 Mon.); keine lebensbedrohlichen unerwünschten Ereignisse.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Kochen et al. ·2023 ·Epilepsy & behavior
13 mal zitiert

Cannabidiol as an adjuvant treatment in adults with drug-resistant focal epilepsy.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

87% der Patienten reduzierten ihre monatlichen Anfälle um mindestens 50%, 32% um mehr als 80%, mit guter Verträglichkeit und verbesserter Lebensqualität.

Zusammenfassung

Prospektive Kohorte n=44 Erwachsene mit fokaler therapierefraktärer Epilepsie, CBD adjuvant (Ø 335 mg/d); 87% erreichten ≥50% Anfallsreduktion, 32% >80% Reduktion, 5% anfallsfrei. 34% milde Nebenwirkungen, keine schweren Adverse Events. Signifikante Lebensqualitätsverbesserung.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lamonarca et al. ·2024 ·Epilepsy & behavior
7 mal zitiert

Psychiatric comorbidities before and after cannabidiol treatment in adult patients with drug resistant focal epilepsy.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 44 Pat.
Kernaussage

CBD-Behandlung führte zu signifikanten Verbesserungen depressiver Symptome (95,4% zeigten Besserung, p=0,001), Angstsymptome (71% Verbesserung) und Lebensqualität (68% Verbesserung, p<0,001).

Zusammenfassung

Prospektive Kohortenstudie (before-after) zu psychiatrischen Komorbiditäten unter CBD bei n=44 Erwachsenen mit therapierefraktärer fokaler Epilepsie. Vor CBD: 50% mit Depressionssymptomen, 54,5% mit Angstsymptomen. Nach CBD: 95,4% zeigten Verbesserung der Depression (p=0,001), 71,5% mit minimalen/keinen depressiven Symptomen; 71% Verbesserung der Angstsymptome; 68% verbesserte Lebensqualität. Signifikante Korrelation BDI-II/QOLIE-10 (p<0,036 bzw. p<0,001). CBD effektiv, sicher, gut verträglich mit deutlicher Verbesserung psychiatrischer Komorbidität.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Vicino et al. ·2023 ·Seizure
9 mal zitiert

Real-world experience with cannabidiol as add-on treatment in drug-resistant epilepsy.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 42 Pat.
Kernaussage

Bei 52% der Patienten Anfallsreduktion >30% (23% Responder, 29% Super-Responder nach 3 Monaten), Wirksamkeit blieb über 12 Monate erhalten.

Zusammenfassung

Real-World-Studie zu CBD bei therapierefraktärer Epilepsie, n=42 (24 On-Label: Lennox-Gastaut n=18, Dravet n=5, Tuberöse Sklerose n=1; 18 Off-Label). Nach 3 Monaten 23% Responder (>30% Anfallsreduktion) und 29% Super-Responder (≥80% Reduktion); Effekt hielt über 6 und 12 Monate an. Nebenwirkungen bei 52,3% (häufigste: Somnolenz 36,5%, Diarrhö 9,8%). Retention-Rate: 85,7% (3 Monate), 78,6% (6 Monate), 71,4% (12 Monate).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Knupp et al. ·2019 ·Seizure
40 mal zitiert

Prospective evaluation of oral cannabis extracts in children with epilepsy.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 21 Pat.
Kernaussage

Ansprechquote von 24% ähnlich Placebo-Raten in randomisierten Studien; 14% Abbruch wegen wahrgenommener Anfallszunahme.

Zusammenfassung

Prospektive Beobachtungsstudie zu oralen Cannabis-Extrakten (OCE) bei Kindern mit refraktärer Epilepsie; n=21, median 10,3 Jahre, Baseline 2,7 Anfälle/Tag. Median CBD-Dosis 0,9 mg/kg/Tag (IQR 0,6-2,2). Responder-Rate (≥50% Anfallsreduktion über 8 Wochen) 24% (5/21), ähnlich Placebo-Raten in RCTs. Abbruchrate 14% (3/21) wegen wahrgenommener Anfallszunahme. Keine signifikante Assoziation zwischen CBD/THC-COOH-Blutspiegeln und Response (p=0,95 bzw. p=0,53).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Desnous et al. ·2024 ·Epilepsia open
16 mal zitiert

Efficacy and tolerance of cannabidiol in the treatment of epilepsy in patients with Rett syndrome.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 10 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte die Anfallshäufigkeit bei 7 von 10 Patienten (70%), mit 1 anfallsfreiem Patienten, 2 mit >75% Reduktion und 4 mit >50% Reduktion der Anfälle.

Zusammenfassung

Monozentrische Beobachtungsstudie zu CBD (Epidyolex) bei Rett-Syndrom mit Epilepsie (n=10/46 Patienten mit Epilepsie behandelt). Mediandosis 15 mg/kg/d, Behandlungsdauer median 13 Monate (Range 1–32). Anfallsreduktion bei 7/10 (70%): 1 Patient anfallsfrei, 2 mit >75% Reduktion, 4 mit >50% Reduktion. Kombination mit Clobazam in 50%. Keine Verschlechterung oder schwere Nebenwirkungen; nur 1 Patient transitorisch Speichelfluss und Somnolenz.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Sulak et al. ·2017 ·Epilepsy & behavior
66 mal zitiert

The current status of artisanal cannabis for the treatment of epilepsy in the United States.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 272 Pat.
Kernaussage

72% der Patienten (210 von 272) erlebten eine Reduktion der Anfälle um mindestens 26%, mit 28% in kompletter Remission oder nahezu vollständiger Anfallskontrolle (76-99% Reduktion).

Zusammenfassung

Retrospektive Daten zu artisanalen Cannabis-Präparaten bei n=272 Patienten mit therapierefraktärer Epilepsie (Washington, Kalifornien, Maine); 14% fanden Cannabis unwirksam, 15% hatten 1-25% Anfallsreduktion, 18% hatten 26-50% Reduktion, 17% hatten 51-75% Reduktion, 28% hatten 76-99% Reduktion, 10% erreichten komplette klinische Remission. Nebenwirkungen mild und selten; Mehrheit verwendete CBD-angereicherte Formulierungen, teilweise mit THC/THCA.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Suraev et al. ·2017 ·Epilepsy & Behavior
76 mal zitiert

An Australian nationwide survey on medicinal cannabis use for epilepsy: History of antiepileptic drug treatment predicts medicinal cannabis use

Design
Real-World-Umfrage (nationaler Online-Survey)
Stichprobe
n = 976 Pat.
Kernaussage

Die Mehrheit der Cannabis-Nutzenden berichtete Anfallsreduktion, jedoch basierend auf Selbstauskunft ohne Kontrollgruppe.

Zusammenfassung

Australischer nationaler Online-Survey (n=976 Epilepsie-Betroffene): 15% der Erwachsenen und 13% der Eltern/Erziehungsberechtigten berichteten aktuelle oder frühere Cannabisprodukt-Verwendung zur Epilepsiebehandlung. Von diesen berichteten 90% der Erwachsenen und 71% der Eltern eine Reduktion der Anfallshäufigkeit nach Beginn der Cannabisprodukte. Häufigster Anlass: therapieresistente Epilepsie und günstigeres Nebenwirkungsprofil gegenüber Standardantiepileptika.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Espinosa-Jovel et al. ·2024 ·Epilepsy & behavior
0 mal zitiert

Use of artisanal and non-regulated cannabis-based products for the treatment of epilepsy in a low-income population.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 380 Pat.
Kernaussage

Dies ist eine deskriptive Beobachtungsstudie zur Häufigkeit der Verwendung von nicht-regulierten Cannabis-Produkten; keine Wirksamkeit gemessen.

Zusammenfassung

Querschnittsstudie zu nicht-regulierten Cannabis-Produkten bei Epilepsie-Patienten in Kolumbien; n=380, 10,3% (39/380) nutzten artisanale Cannabis-Produkte. 84,6% (33/39) ohne ärztliche Empfehlung, nur 7,7% (3/39) in Krankenakte dokumentiert. Signifikante Assoziation mit Alter (p=0,002), Therapie-Ansprechen (p=0,01), Anzahl vorheriger Antiepileptika (p<0,01) und VNS (p<0,01). Höhere Prävalenz bei jüngeren Patienten mit unkontrollierter Epilepsie.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Massot-Tarrús et al. ·2016 ·Epilepsy & Behavior
21 mal zitiert

Cannabis use in adults admitted to a Canadian epilepsy monitoring unit.

Design
Querschnittsbefragung
Stichprobe
n = 292 Pat.
Kernaussage

Hohe Prävalenz von Cannabiskonsum mit überwiegend positiv wahrgenommenen Effekten auf Anfälle, Stress und Schlaf, jedoch mögliche Anfallsprovokation bei einzelnen Patienten.

Zusammenfassung

n=292 Erwachsene in einem Epilepsie-Monitoring-Unit (Querschnittsbefragung); 57% hatten Cannabis je probiert, 36,2% im letzten Jahr genutzt. 84% der Epilepsiepatienten berichteten subjektive Anfallsverbesserung, Stressreduktion bei 84,9%, Schlafverbesserung bei 77,3%, Gedächtnis-/Konzentrations­verbesserung bei 32%. Mögliche Anfallsprovokation bei 5 Patienten (Nebenwirkung). Ausschließlich subjektive Selbstberichte, kein Kontrollarm.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Cowley et al. ·2025 ·Brain and behavior
1 mal zitiert

UK Medical Cannabis Registry: A Clinical Outcomes Analysis for Epilepsy.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 134 Pat.
Kernaussage

Cannabis-basierte Arzneimittel waren mit Verbesserungen in allen gemessenen Lebensqualitäts- und Gesundheitsparametern assoziiert (QOILE-31, Schlafqualität, EQ-5D-5L, Angst, globaler Eindruck); 29,85% der Patienten erreichten klinisch bedeutsame Verbesserung.

Zusammenfassung

UK Medical Cannabis Registry: Fallserie (n=134) zu Cannabis-basierten Medizinprodukten (CBMPs) bei therapieresistenter Epilepsie. Verbesserungen in QOLIE-31 und allen HRQoL-PROMs (p<0,050) zu 1, 3 und 6 Monaten vs. Baseline; 40 Patienten (29,85%) erreichten klinisch relevante Differenz in QOLIE-31 nach 6 Monaten. 18 Adverse Events (13,43%) bei 5 Patienten (3,73%), überwiegend mild/moderat.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Jhanji et al. ·2024 ·Epileptic disorders
0 mal zitiert

Quality of life and cannabis use among patients with drug-resistant epilepsy-An observational study from a Canadian tertiary care referral center.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 46 Pat.
Kernaussage

Cannabis-Nutzer zeigten bessere Werte im Subscore 'Energie und Müdigkeit', aber keinen signifikanten Unterschied im Gesamt-QOLIE-31-Score; negative Korrelation zwischen Gesamtscore und Cannabis-Use-Disorder.

Zusammenfassung

Beobachtungsstudie zu Lebensqualität (QOLIE-31) bei Cannabis-Nutzern vs. Nicht-Nutzern mit therapierefraktärer Epilepsie; n=46 (25 Cannabis-Nutzer, 21 Kontrollen). Signifikant höherer T-Subscore 'Energie und Müdigkeit' in Cannabis-Gruppe (p=0,004), aber kein Unterschied im Gesamt-T-Score (p=0,11). Signifikante negative Korrelation zwischen Gesamt-T-Score und Cannabis Use Disorder (p=0,032).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Devinsky et al. ·2022 ·Annals of clinical and translational neurology
38 mal zitiert

Observational study of medical Cannabis as a treatment for treatment-resistant epilepsies.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 29 Pat.
Kernaussage

Keine signifikanten Unterschiede in Anfallshäufigkeit, Anfallsdauer oder Rettungsmedikamentengebrauch im Vergleich zur Baseline; keine Besserung von Verhaltens- oder Schlafstörungen.

Zusammenfassung

Prospektive Beobachtungsstudie (n=29, 12–46 Jahre) zu medizinischem Cannabis (1THC:20CBD und/oder 1THC:50CBD; max. 6 mg THC/Tag) bei therapieresistenter Epilepsie über ≥24 Wochen. Primäres Outcome: keine signifikanten Unterschiede in konvulsiver Anfallsfrequenz, Anfallsdauer, postiktaler Dauer oder Rescue-Medikation vs. Baseline. Keine Wirksamkeitsnachweise für Verhaltensstörungen oder Schlafdauer; Medikation gut verträglich.

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Shim et al. ·2026 ·Medicine
2 mal zitiert

Adjunctive cannabidiol in intractable pediatric epilepsy: A retrospective study on tolerability, efficacy, and safety across genetic and nongenetic etiologies.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 29 Pat.
Kernaussage

Bei 79,3% der Patienten wurde eine Reduktion der Anfallsfrequenz um ≥50% erreicht, 34,5% erreichten ≥75% Reduktion ohne generalisierten motorischen Anfällen; ein Patient erzielte Anfallsfreiheit; hohe Retentionsrate (>86% bei 12 und 24 Monaten) mit milden, lösbaren Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Retrospektive Kohorte n=29 pädiatrische therapierefraktäre Epilepsie (diverse genetische/nicht-genetische Ätiologien), adjuvantes CBD median 14,2 mg/kg/d über median 14,3 Monate Follow-up. Retention-Rate >86% bei 12/24 Monaten. Bei 12 Monaten: 79,3% erreichten ≥50% Anfallsreduktion, 34,5% erreichten ≥75% Reduktion ohne generalisierte motorische Anfälle, 1 Patient (GABRB3-Variante) anfallsfrei. Nebenwirkungen bei 37,9% (meist Somnolenz/Lethargie, mild, durch ASM-Anpassung beherrschbar); Abbruch bei n=3 (Pneumonie, Lethargie, Anfallsaggravation).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Brett et al. ·2024 ·BMC neurology
2 mal zitiert

An observational time-series study on the behavioral effects of adjunctive artisanal cannabidiol use by adults with treatment resistant epilepsies.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 10 Pat.
Kernaussage

Statistisch signifikante Verbesserung der Lebensqualität, signifikante Abnahme von Angststörungen und signifikante Abnahme unerwünschter Ereignisse über die Zeit (p < 0,05); Depression zeigte Verbesserungstrend ohne Signifikanz.

Zusammenfassung

Prospektive Beobachtungs-Zeitreihenstudie bei Erwachsenen mit therapierefraktärer Epilepsie, die artisanales CBD adjuvant zur bestehenden Therapie hinzufügten (n=10 complete cases, ~6 Monate Follow-up). Signifikante Verbesserungen: Lebensqualität (p<0.05), Angst-Symptome (p<0.05), Reduktion unerwünschter Ereignisse (p<0.05). Urinalyse bestätigte CBD-Metaboliten nach Therapiebeginn.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Hussain et al. ·2015 ·Epilepsy & Behavior
224 mal zitiert

Perceived efficacy of cannabidiol-enriched cannabis extracts for treatment of pediatric epilepsy: A potential role for infantile spasms and Lennox–Gastaut syndrome

Design
Eltern-Survey (Beobachtungsstudie)
Stichprobe
n = 117 Pat.
Kernaussage

Die Mehrzahl der Eltern berichtete über Anfallsreduktion, jedoch sind die Ergebnisse durch starken Partizipationsbias und methodische Limitationen stark eingeschränkt.

Zusammenfassung

Online-Survey n=117 Eltern (inkl. 53 mit Infantilen Spasmen/LGS), CBD-angereichertes Cannabis; 85% berichteten Anfallsreduktion, 14% berichteten vollständige Anfallsfreiheit; median Expositionsdauer 6,8 Monate, Dosis 4,3 mg/kg/Tag. Nebenwirkungen: erhöhter Appetit (30%), Schläfrigkeit; Schlafverbesserung (53%), Alertheit (71%), Stimmung (63%) verbessert. Methodisch: Participation-Bias, kein Kontrollarm.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Aguirre-Velázquez et al. ·2017 ·Neurology Research International
37 mal zitiert

Report from a Survey of Parents Regarding the Use of Cannabidiol (Medicinal cannabis) in Mexican Children with Refractory Epilepsy.

Design
Elterlichen-Survey (Querschnitt, online)
Stichprobe
n = 53 Pat.
Kernaussage

Eltern berichteten bei 81,3% der Kinder eine Anfallsreduktion unter Cannabidiol, in 16% vollständige Anfallsfreiheit.

Zusammenfassung

n=53 Kinder (9 Monate – 18 Jahre) mit refraktärer Epilepsie in Mexiko (47% Lennox-Gastaut, 30% unspezifiziert, 19% West-Syndrom); 47,1% hatten zuvor ≥9 Antikonvulsiva erhalten. Elternberichte: 81,3% berichteten Anfallsreduktion unter CBD; moderate bis deutliche Reduktion in 51%, 16% anfallsfrei. Keine schweren Nebenwirkungen; milde UAW (Appetitsteigerung, Schlafveränderungen) in 42%. Unkontrollierte Beobachtungsdaten mit starkem Selektions- und Reporting-Bias.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Reyes Valenzuela et al. ·2024 ·Seizure
12 mal zitiert

Purified cannabidiol as add-on therapy in children with treatment-resistant infantile epileptic spasms syndrome.

Design
Retrospektive Fallserie
Stichprobe
n = 28 Pat.
Kernaussage

CBD als Add-on-Therapie reduzierte epileptische Spasmen bei 67,8 % der Kinder um mehr als 50 % bei guter Verträglichkeit.

Zusammenfassung

Retrospektive Fallserie (n=28 Säuglinge, Alter 6–21 Monate) mit therapieresistentem infantilen epileptischen Spasmussyndrom (IESS); hochgereinigtes CBD als Add-on (Median 25 mg/kg/Tag); 19/28 (67,8%) erzielten >50% Reduktion epileptischer Spasmen; 7 Patienten komplett spasmusfrei; Nebenwirkungen mild.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Porter et al. ·2013 ·Epilepsy & Behavior
362 mal zitiert

Report of a parent survey of cannabidiol-enriched cannabis use in pediatric treatment-resistant epilepsy.

Design
Eltern-Survey (Beobachtungsstudie)
Stichprobe
n = 19 Pat.
Kernaussage

Die Mehrheit der befragten Eltern berichtete eine klinisch relevante Reduktion der Anfallsfrequenz unter CBD-angereichertem Cannabis, jedoch ohne standardisierte Messung oder Kontrollgruppe.

Zusammenfassung

Eltern-Survey n=19 Kinder mit behandlungsresistenter Epilepsie (13 Dravet, 4 Doose, 2 weitere); 84% berichteten Anfallsreduktion unter CBD-angereichertem Cannabis; 11% anfallsfrei, 42% >80% Reduktion, 32% 25–60% Reduktion. Durchschnittlich 12 vorherige AED-Versuche gescheitert. Methodisch: Participation-Bias, kein Kontrollarm.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Gofshteyn et al. ·2017 ·Journal of Child Neurology
150 mal zitiert

Cannabidiol as a Potential Treatment for Febrile Infection-Related Epilepsy Syndrome (FIRES) in the Acute and Chronic Phases.

Design
Fallserie (Open-Label, erweiterter Zugang, 5 Zentren)
Stichprobe
n = 7 Pat.
Kernaussage

Cannabidiol reduzierte bei 6 von 7 Kindern Anfallshäufigkeit und -dauer, jedoch verstarb ein Patient an therapieassoziiertem Multiorganversagen.

Zusammenfassung

n=7 Kinder mit FIRES (febrile infection-related epilepsy syndrome) aus 5 Zentren, CBD (Epidiolex) in akuter oder chronischer Phase. 6 von 7 Patienten (86%) zeigten Verbesserung in Anfallshäufigkeit und -dauer. Im Mittel 4 Antiepileptika abgesetzt. Aktuell: 5 Patienten gehfähig, 4 sprechen. 1 Patient verstarb an Multiorganversagen (Isofluran-assoziiert, nicht CBD-bedingt). Fallserie bei ultraseltener, sonst therapierefraktärer Epilepsie.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Kuchenbuch et al. ·2020 ·Epilepsia Open
37 mal zitiert

Add-on cannabidiol significantly decreases seizures in 3 patients with SYNGAP1 developmental and epileptic encephalopathy.

Design
Prospektive Fallserie
Stichprobe
n = 3 Pat.
Kernaussage

CBD als Add-on reduzierte die Anfallsfrequenz bei allen drei Patienten mit SYNGAP1-Epilepsie um 80–90 %.

Zusammenfassung

n=3 Kinder mit SYNGAP1-assoziierter pharmakoresistenter Epilepsie, Add-on CBD prospektiv; 2/3 Patienten zeigten ab Monat 2 eine Anfallsreduktion von 90% bzw. 80% bei Monat 9 mit Verschwinden von Sturzanfällen; 1/3 spätes Ansprechen bei Monat 7 mit 80% Frequenzreduktion; keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Saade et al. ·2015

Pure cannabidiol in the treatment of malignant migrating partial seizures in infancy: a case report.

Design
Stichprobe
n = 1
Zusammenfassung

Fallbericht (n=1): Bei einem 10 Monate alten Säugling mit maligner migrierender partieller Epilepsie im Säuglingsalter (pharmakoresistente epileptische Enzephalopathie) führte die Zugabe von reinem Cannabidiol zur bestehenden antiepileptischen Therapie zu anhaltender Anfallsreduktion und Entwicklungsfortschritten. Einschränkung: Einzelfall ohne Kontrolle, keine Kausalität ableitbar, nur hypothesengenerierend.

Übersichtsarbeiten

Nicht-systematische Übersichts- und Expertenarbeiten zur Einordnung der Evidenzlage.

7
B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke
Zitate / Jahr
Perucca et al. ·2017 ·Journal of Epilepsy Research
226 mal zitiert

Cannabinoids in the Treatment of Epilepsy: Hard Evidence at Last?

Design
Narrative Review
Stichprobe
k = 3 Quellen
Kernaussage

CBD zeigte in kontrollierten Studien Überlegenheit gegenüber Placebo bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom, aber unklar ob direkte CBD-Wirkung oder Medikamenteninteraktion mit Clobazam.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu cannabinoid-basierter Epilepsie-Therapie; berichtet über k=3 hochwertige placebo-kontrollierte Add-on-Therapie-Studien mit gereinigtem CBD bei Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom. CBD war Placebo überlegen in der Reduktion konvulsiver Anfälle (Dravet) und Drop-Seizures (Lennox-Gastaut). Erstmals Class-1-Evidenz für adjunktive CBD-Wirksamkeit bei spezifischen Epilepsie-Syndromen. Mechanismus unklar: direkte CBD-Wirkung vs. Interaktion mit Komedikation (insbesondere markanter Anstieg von N-Desmethylclobazam-Plasmaspiegeln).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Reddy et al. ·2016 ·The Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics
119 mal zitiert

The Pharmacological Basis of Cannabis Therapy for Epilepsy

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Cannabis/CBD zeigt antikonvulsive Eigenschaften, aber die genauen Mechanismen bleiben unklar und es existieren nur begrenzte klinische Evidenzen.

Zusammenfassung

Mechanistische Übersicht zu pharmakologischen Grundlagen der Cannabis-Therapie bei Epilepsie; diskutiert Antikonvulsiva-Mechanismen von CBD/THC (GABA-Modulation, Adenosin-Signaling, CB1/CB2-Rezeptoren), keine systematische Datenextraktion.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Sekar et al. ·2019 ·F1000Research
109 mal zitiert

Epidiolex as adjunct therapy for treatment of refractory epilepsy: a comprehensive review with a focus on adverse effects

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Review fasst Ergebnisse zusammen, dass CBD (Epidiolex) die Anfallshäufigkeit bei therapieresistenter Epilepsie reduzieren kann, legt aber Schwerpunkt auf Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Epidiolex (99% reines orales CBD-Extrakt) als Add-on-Therapie bei refraktärer Epilepsie; fasst Ergebnisse mehrerer randomisierter kontrollierter und offener Studien zusammen, die zu FDA-Zulassung und DEA-Einstufung in Schedule V (CSA) führten. Schwerpunkt auf Verträglichkeitsprofil und Nebenwirkungen von CBD bei therapierefraktärer Epilepsie.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Park et al. ·2019 ·Journal of Epilepsy Research
81 mal zitiert

Antiepileptic Drug Therapy in Patients with Drug-Resistant Epilepsy

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Narrative Review ohne eigene empirische Daten; diskutiert, dass Polytherapie in DRE möglicherweise bessere Anfallskontrolle als Monotherapie bietet, basierend auf einer zitierten Kohortenstudie.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zur Pharmakotherapie bei Drug-Resistant Epilepsy (DRE, definiert als unzureichende Anfallskontrolle nach zwei adäquaten Medikamentenversuchen). Große Kohortenstudie zeigt progressive Zunahme der Anfallsfreiheitsrate unter Kombinationstherapie vs. Monotherapie bei DRE über zwei Dekaden. Rationale Polytherapie mit neuen AEDs unterschiedlicher Wirkmechanismen verbessert Outcomes; RCTs zeigen Überlegenheit neuer AEDs vs. Placebo als Add-on.

B
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Pędracka et al. ·2015 ·Journal of Epileptology
1 mal zitiert

The role of cannabinoids and endocannabinoid system in the treatment of epilepsy

Design
Narrative Review
Stichprobe
Narrative Review
Kernaussage

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Cannabinoiden bei Epilepsie-Behandlung ist nicht ausreichend belegt; bisherige Daten ermutigen zu weiteren Studien, aber einige Tierstudien zeigen auch pro-konvulsive Effekte.

Zusammenfassung

Narrative Übersicht zu Cannabinoiden und Endocannabinoid-System bei Epilepsie (PubMed/Scopus bis 2015). Etwa 30% der Epilepsie-Patienten bleiben pharmakoresistent. Präklinische Tiermodelle und erste Patientenstudien zeigen antiepileptische Aktivität von Cannabidiol (CBD) durch Modulation von Glutamat/GABA-Neurotransmission. Jedoch auch prokonvulsive Effekte in manchen Tierstudien; nur wenige doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studien publiziert. Bestehende Humandaten unterstützen Wirksamkeit/Sicherheit nicht abschließend, rechtfertigen aber weitere Studien.

C
Lattanzi et al. ·2019

Cannabidiol as adjunctive treatment of seizures associated with Lennox-Gastaut syndrome and Dravet syndrome.

Design
Stichprobe
Zusammenfassung

Kritische Übersichtsarbeit zur Pharmakologie und klinischen Evidenz von Cannabidiol (CBD) als Zusatztherapie bei Anfällen im Rahmen von Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) und Dravet-Syndrom (DS), zwei schweren, therapierefraktären Epilepsie-Syndromen des frühen Kindesalters. Die Autoren fassen aktuelle klinische Studien zusammen, die eine anfallsreduzierende Wirksamkeit von CBD ohne psychoaktive Effekte belegen. Als narrative Übersicht ohne quantitative Metaanalyse; Sicherheitsaspekte werden mitbewertet.

C
O'Connell et al. ·2017

Cannabinoids in treatment-resistant epilepsy: A review.

Design
Stichprobe
Zusammenfassung

Narrativer Übersichtsartikel zu Cannabinoiden bei therapieresistenter Epilepsie (betrifft ca. 30% der Epilepsiepatienten). Zusammenfassung der ersten placebokontrollierten RCTs mit Cannabidiol (CBD, Epidiolex) bei Kindern mit Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom zeigt Hinweise auf potenzielle Wirksamkeit bei Anfallsreduktion. Zuvor lagen nur Fallberichte, kleine Serien und Umfragen vor. Autoren betonen die große Rolle des Placebo-Effekts angesichts starker medialer und sozialer Erwartungen sowie fehlende belastbare Daten zu Sicherheit, Wirksamkeit und Dosierung artisanaler Dispensary-Präparate.

Mechanistische und Präklinische Studien

Pharmakologische Grundlagen und tierexperimentelle Befunde zur Wirkmechanismus-Plausibilität.

2
C
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Jones et al. ·2010 ·Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics
342 mal zitiert

Cannabidiol displays antiepileptiform and antiseizure properties in vitro and in vivo.

Design
Präklinische Studie (in vitro + in vivo Tiermodell)
Stichprobe
Präklinisch
Kernaussage

CBD reduzierte epileptiforme Aktivität in vitro und Anfallsschwere sowie Mortalität in vivo signifikant gegenüber Vehikel.

Zusammenfassung

Präklinische Untersuchung von CBD (0,01–100 µM in vitro; 1/10/100 mg/kg in vivo) in hippokampalen Hirnschnitten und im Pentylentetrazol-Anfallsmodell der Maus. CBD 100 mg/kg reduzierte schwere Anfälle und Mortalität signifikant vs. Vehikel (p<0.05). In vitro: Reduktion der Amplituden und Dauer epileptiformer LFP-Bursts in CA1, CA3 und Gyrus dentatus. CB1-Rezeptor-unabhängiger Wirkmechanismus. Erster Beleg für CBD als antiepileptisches Wirkprinzip ohne psychoaktive CB1-Agonismus.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Wallace et al. ·2003 ·Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics
392 mal zitiert

The endogenous cannabinoid system regulates seizure frequency and duration in a model of temporal lobe epilepsy.

Design
Tiermodell (Ratte, Pilocarpin-Epilepsie-Modell)
Stichprobe
Präklinisch
Kernaussage

CB1-Aktivierung durch THC oder synthetische Cannabinoide eliminierte spontane Anfälle, während CB1-Blockade Anfallsaktivität verstärkte.

Zusammenfassung

Rattenmodell spontaner rekurrenter Anfälle (Pilocarpin): Δ9-THC (10 mg/kg) und CB1-Agonist WIN55,212 (5 mg/kg) supprimierten epileptische Anfälle vollständig; CB1-Antagonist SR141716A erhöhte Anfallsdauer und -frequenz signifikant (teilweise Status-epilepticus-äquivalent). Hippokampale 2-Arachidonylglycerol-Spiegel stiegen während akuter Anfälle signifikant an; CB1-Rezeptorprotein in CA-Regionen epileptischer Hippokampi signifikant erhöht.

Laufende & kommende Studien

Laufende Studien befinden sich in der Erprobungsphase und sind kein Beleg für Wirksamkeit oder Sicherheit. Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken.

6
  • NCT07403266 ClinicalTrials.gov Treatment With Full-spectrum Cannabis Extract of Refractory Epilepsy Associated With Tuberous Sclerosis Complex (TSC) Rekrutierung Phase 3 Start: 2024-06
  • NCT05863910 ClinicalTrials.gov Real World Evidence on the Use of Medical Cannabis in Pediatrics Rekrutierung Start: 2023-11
  • NCT05485831 ClinicalTrials.gov Epidyolex® in Lennox Gastaut, Dravet Syndrome and Tuberous Sclerosis Complex: an Observational Study in ITALY Aktiv Start: 2025-02
  • NCT04526093 ClinicalTrials.gov Real-World Evidence in Patient-Reported Outcomes for Medical Cannabis (MC-RWE) Rekrutierung Start: 2020-07
  • NCT05044819 ClinicalTrials.gov Assessment of Potential for Chronic Liver Injury in Participants Treated With Epidiolex (Cannabidiol) Oral Solution Aktiv Phase 4 Start: 2021-07
  • 2024-520171-27-00 EU CTIS Treatment with full-spectrum cannabis extract of refractory epilepsy associated with Tuberous Sclerosis Complex (TSC): SPECTRUM Laufend Therapeutic confirmatory (Phase III) Start: 2023-12