Studienlage / Neurologie / Parkinson

Parkinson

26 kuratierte Studien · 3 Schlüsselstudien · mechoulam.de

Für die motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit zeigen systematische Übersichten bislang keine gesicherte Wirksamkeit. Bei nichtmotorischen Beschwerden wie Schlaf und Schmerz deuteten einzelne kleine Studien auf einen möglichen Nutzen hin.

Bewertungsschema

Der Buchstabe bewertet die Qualität einer Studie, unabhängig vom Typ. Jeder Studientyp kann jede Note bekommen: auch ein Review kann B oder C sein, wenn er klein oder schwach ist, und ein RCT kann S sein. Die Note ist eine Synthese aus Studiendesign, Journal-Autorität und klinischer Verbindlichkeit:

S
Höchste Evidenz, große, methodisch erstklassige Studien oder S3-Leitlinien
A
Starke Evidenz, solide, aussagekräftige Studien mit klarem Ergebnis
B
Mittlere Evidenz, kleinere oder methodisch eingeschränkte Studien
C
Schwache Evidenz, vorläufige, indirekte oder widersprüchliche Befunde
D
Geringste Evidenz, explorative Hinweise, Einzelfälle oder Expertenmeinung

Qualitätsprofil je Studie

Links neben jeder Studie steht ein Profil aus vier Merkmalen, es zeigt die Unterschiede innerhalb einer Buchstaben-Klasse.

Größe
Teilnehmerzahl (RCT) bzw. eingeschlossene Studien (Review).
Verblindung
Doppelblind, einfachblind oder offen.
Effektstärke
Klarer Nutzen, gemischt, kein Nutzen oder Schaden.
Zitate / Jahr
Altersbereinigte Zitationshäufigkeit.

Kurz gefasst

Cannabis bei Parkinson ist vor allem bei motorischen sowie nicht-motorischen Symptomen untersucht, wobei die Studienlage zu den Ergebnissen uneinheitlich ist. Während einige systematische Reviews keine Wirksamkeit auf motorische Symptome belegen können, zeigen andere Daten potenzielle Vorteile bei Schmerz, Angst, Tremor, Schlafqualität und Lebensqualität. Untersucht wurden verschiedene Anwendungen, darunter orale Kombinationen aus CBD und THC, reines CBD sowie Nabilone. Eine wesentliche Einschränkung ist die dünne Datenlage in qualitativ hochwertigen, randomisierten kontrollierten Studien, die die beobachteten Effekte in unkontrollierten Studien oder Kohortenstudien bestätigen könnten.

Stand der Evidenz

Uneinheitliche Befunde in systematischen Reviews

Die Evidenzlage zu Cannabis bei der Parkinson-Krankheit ist widersprüchlich, was durch die unterschiedlichen methodischen Ansätze und Zielgrößen der einschlägigen Übersichtsarbeiten bedingt ist. Die systematische Review von Varshney 2023, die 13 klinische Studien einschloss und eine hohe GRADE-Sicherheit aufweist, berichtet über ein konsistentes Bild, wonach Cannabis, CBD und Nabilone motorische Symptome stärker als Placebo verbesserten. Im Gegensatz dazu schließt die systematische Review von Figura 2022, basierend auf 7 randomisierten Studien und ebenfalls mit hoher GRADE-Sicherheit, auf eine fehlende Wirksamkeit von Cannabinoiden bei motorischen Symptomen und bezeichnet die Datenlage als derzeit unzureichend. Die Meta-Analyse von Urbi 2022, die 23 Studien berücksichtigte und eine hohe GRADE-Sicherheit aufweist, findet keine überzeugende Evidenz für eine allgemeine Empfehlung, identifiziert jedoch potenzielle Vorteile in spezifischen Bereichen wie Tremor, Angst, Schmerz und Schlafqualität. Die systematische Review von Bougea 2020, die 14 Studien einschloss und eine hohe GRADE-Sicherheit aufweist, stellt fest, dass positive Effekte, die in unkontrollierten Studien beobachtet wurden, in den wenigen kleinen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) nicht bestätigt werden konnten. Damit verdeutlicht die Gesamtheit der Übersichtsarbeiten, dass belastbare Aussagen zur generellen Wirksamkeit nicht möglich sind, wenngleich einzelne Untergruppen oder Symptome Ansprechen zeigen können.

Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien

Die randomisierten kontrollierten Studien, die die höchste methodische Qualität aufweisen, zeichnen ein differenziertes Bild, das durch kleine Fallzahlen und spezifische Endpunkte geprägt ist. Liu 2024 untersuchte in einem RCT mit 61 Teilnehmern eine orale Kombination aus CBD und THC. Die mittlere Differenz im motorischen MDS-UPDRS-Score zwischen der Behandlungsgruppe und der Placebogruppe betrug -1,80 (95% KI -5,88 bis 2,27; p=0,379) und war nicht signifikant, was zu einer moderaten GRADE-Sicherheit für den Befund "kein Nutzen" führte. Peball 2020 prüfte in einer Phase-II-Studie mit 47 Patienten Nabilone als orale Anwendung und erzielte eine niedrige GRADE-Sicherheit. Der primäre Endpunkt MDS-UPDRS-I zeigte ein gemischtes Ergebnis, da die Placebogruppe sich stärker verschlechterte als die Nabilone-Gruppe. Domen 2023 führte eine doppelblinde Phase-IIb-Studie mit 58 Teilnehmern zu hochdosiertem CBD und niedrigdosiertem THC durch und erzielte eine moderate GRADE-Sicherheit. Hier wurde ein Schaden festgestellt: Die CBD/THC-Gruppe zeigte eine schlechtere Leistung im Animal Verbal Fluency Test im Vergleich zu Placebo, und kognitive Nebenwirkungen traten mindestens doppelt so häufig auf.

Untersuchung von Wirkstoffen und Anwendungsformen

Die untersuchten Präparate und Wirkstoffe variieren erheblich. Die Studien umfassen isolierte Cannabinoide wie CBD und THC, Kombinationen beider Stoffe sowie Nabilon. Die Wirkstoffkombination wurde in den RCTs von Liu 2024 und Domen 2023 sowie im oromukosalen RCT von Mitarnun 2025 untersucht. Reines CBD war Gegenstand der Arbeiten von de Almeida 2023, de Almeida 2021, Leehey 2020, de Faria 2020 und Chagas 2014. THC bzw. Nabilon wurden in Peball 2020, Sieradzan 2001 sowie den Kohortenstudien von Balash 2017 und Shohet 2017 untersucht, wobei dort oft Vollspektrum-Extrakte inhaliert wurden. Die Anwendungsformen reichen von oraler Gabe über oromukosale Sublingualgabe (Mitarnun 2025) bis zur Inhalation (Balash 2017, Shohet 2017, Lotan 2014). Die Patientenpopulationen in den randomisierten Studien waren klein, mit Fallzahlen zwischen 7 und 61 Teilnehmern. Die Kohortenstudien und Fragebogenuntersuchungen, wie Yenilmez 2021 mit 1.348 Patienten oder Venderová 2004 mit 339 Patienten, stützen die Evidenz nur mit sehr niedriger Qualität, da es an Kontrollarmen fehlt.

Divergenz bei nicht-motorischen Symptomen und Schmerz

Bei nicht-motorischen Symptomen und Schmerz zeigen sich deutlichere Ansätze, wenn auch mit begrenzter Sicherheit. Qureshi 2018, eine Meta-Analyse über 25 RCTs zur Schmerztherapie mit höherer GRADE-Sicherheit, identifizierte eine geringere Schmerzreduktion durch Cannabinoide im Vergleich zu Safinamid, wobei die Evidenzqualität als moderat bewertet wurde. Varshney 2023 berichtet über eine dosisabhängige Reduktion psychiatrischer Symptome durch CBD und eine Verbesserung der Schmerzintensität durch Cannabis. de Faria 2020 zeigte in einem Cross-over-Versuch mit 24 Patienten, dass akute CBD-Gabe (300 mg) experimentell induzierte Angst signifikant reduzierte. Bezüglich des Schlafes fand de Almeida 2021 in einem RCT mit 33 Patienten keine Unterschiede in der Häufigkeit der RBD-Nächte, jedoch eine signifikante Verbesserung der Schlafzufriedenheit bei 300 mg CBD in Woche 4 bis 8. Balash 2017, eine Kohortenstudie mit sehr niedriger GRADE-Sicherheit, dokumentierte in einer telefonischen Befragung Effekte für Stürze und Schmerzreduktion. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Nutzen vor allem in spezifischen, nicht-motorischen Domänen liegt, die in den motorisch fokussierten RCTs oft nicht primär erfasst wurden.

Offene Fragen und Sicherheitsprofil

Offene Fragen bleiben bei der Bestimmung eines allgemeinen Nutzens und bei der Langzeitverträglichkeit. Die kleinen Fallzahlen in den RCTs, die uneinheitlichen Ergebnisse zwischen den Übersichtsarbeiten und das Fehlen von Langzeitdaten lassen die Datenlage dünn erscheinen, wenn es um eine gesicherte Empfehlung geht. Koppel 2014, eine systematische Review der American Academy of Neurology, fasst zusammen, dass orales Cannabis-Extrakt wahrscheinlich unwirksam zur Behandlung Levodopa-induzierter Dyskinesien ist. Das Sicherheitsprofil zeigt unterschiedliche Befunde: In der Studie von Domen 2023 wurden kognitive Beeinträchtigungen beobachtet, während Leehey 2020 in einer offenen Studie mit 13 Patienten erhöhte Lebertransaminasen bei 38,5% der Teilnehmer und eine Abbruchrate von 23% wegen Unverträglichkeit berichtete. Varshney 2023 weist darauf hin, dass Nebenwirkungen meist mild waren, bei CBD jedoch bei sehr hohen Dosen seltener auftraten. Die Frage, ob die berichteten subjektiven Verbesserungen in Real-World-Datensätzen wie Yenilmez 2021 oder Venderová 2004 durch kontrollierte Interventionen bestätigt werden können, bleibt unbeantwortet, da es der Studienlage an hochwertigen randomisierten Daten in größeren Populationen fehlt.

Häufige Fragen

Hilft Cannabis gegen Parkinson?
Die Studienlage zu einer Wirksamkeit von Cannabis bei Parkinson ist uneinheitlich. Einige systematische Reviews zeigen keinen Nutzen für motorische Symptome, während andere potenzielle Vorteile bei Schmerz, Angst oder Tremor identifizieren.
Welche Auswirkungen hat Cannabis bei Parkinson auf die Kognition?
In einer Phase-IIb-Studie mit hochdosiertem CBD und niedrigdosiertem THC wurde eine schlechtere Leistung in einem verbalen Flüssigkeitstest gemessen. Eine andere Studie zu sublingualem CBD zeigte keine Unterschiede bei kognitiven Symptomen, stellte jedoch eine erhöhte alkalische Phosphatase fest.
Kann Cannabis bei Parkinson die Schmerzen lindern?
In einer Meta-Analyse über 25 randomisierte kontrollierte Studien wurde eine geringere Schmerzreduktion durch Cannabinoide als durch Safinamid und Opioide gemessen. Zudem berichten Patienten in einer Querschnittserhebung über eine Reduktion der Schmerzintensität.

Schlüsselstudien

3
  1. 01
    A
    Cannabis in Parkinson's Disease - the patient's perspective versus clinical trials: a systematic literature review.
    Figura et al. ·2022 ·Neurologia i neurochirurgia polska
    Lesen
  2. 02
    A
    Short-Term Cannabidiol with Delta-9-Tetrahydrocannabinol in Parkinson's Disease: A Randomized Trial.
    Liu et al. ·2024 ·Movement disorders
    Lesen
  3. 03
    A
    Non-Motor Symptoms in Parkinson's Disease are Reduced by Nabilone.
    Peball et al. ·2020 ·Annals of neurology
    Lesen

Systematische Reviews und Meta-Analysen

Synthesen der RCT-Evidenz nach Cochrane- und PRISMA-Standards.

7
A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Koppel et al. ·2014 ·Neurology
545 mal zitiert

Systematic review: Efficacy and safety of medical Cannabis in selected neurologic disorders [RETIRED]

Design
Systematische Review
Stichprobe
k = 34 Studien
Kernaussage

Medizinisches Cannabis zeigt Wirksamkeit bei MS-Spastizität (oral cannabis extract), wahrscheinliche Wirksamkeit bei Schmerzen, aber wahrscheinliche Unwirksamkeit bei Tremor und unklare Evidenz bei Epilepsie und anderen neurologischen Erkrankungen.

Zusammenfassung

Systematische Review der American Academy of Neurology zu medizinischem Cannabis bei neurologischen Erkrankungen; k=34 Studien (8 Class I). Für Parkinson: Orales Cannabis-Extrakt (OCE) wahrscheinlich ineffektiv zur Behandlung Levodopa-induzierter Dyskinesien. Orale Cannabinoide mit unklarer Wirksamkeit bei nicht-Chorea-bezogenen Huntington-Symptomen, Tourette-Syndrom, zervikaler Dystonie und Epilepsie. Risiko schwerer psychopathologischer Nebenwirkungen ~1%.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Urbi et al. ·2022 ·Journal of Parkinson's disease
77 mal zitiert

Effects of Cannabis in Parkinson's Disease: A Systematic Review and Meta-Analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 23 Studien
Kernaussage

Keine zwingenden Belege für Cannabis-Nutzen bei Parkinson, aber potenzielle Vorteile bei Tremor, Angst, Schmerz, Schlafqualität und Lebensqualität identifiziert.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse zu Cannabis bei Parkinson; k=23 Studien (5 RCTs + 18 nicht-randomisierte Studien). Keine überzeugende Evidenz für allgemeine Cannabis-Empfehlung bei PD, jedoch potenzielle Vorteile bei Tremor, Angst, Schmerz, Schlafqualität und Lebensqualität identifiziert. Forderung nach weiteren gut-designten RCTs in diesen spezifischen Bereichen.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Qureshi et al. ·2018 ·Neuroepidemiology
49 mal zitiert

Comprehensive Examination of Therapies for Pain in Parkinson's Disease: A Systematic Review and Meta-Analysis.

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 25 Studien
Kernaussage

Safinamide zeigte die größten Schmerzreduktionen (SMD = -4.83), gefolgt von Cannabinoiden, Opioid, multidisziplinärer Betreuung und anderen Therapien; Safinamide wird als wichtiges Adjuvans zur Standardmedikation empfohlen.

Zusammenfassung

Systematische Review und Meta-Analyse über k=25 RCTs zu Schmerztherapie bei Parkinson. Größte Schmerzreduktion durch Safinamid (SMD=-4.83, 95% CI [-5.07 bis -4.59], p<0.0001), gefolgt von Cannabinoiden und Opioiden. Moderate Evidenzqualität (GRADE).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Bougea et al. ·2020 ·Complementary therapies in clinical practice
39 mal zitiert

Medical cannabis as an alternative therapeutics for Parkinsons' disease: Systematic review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 14 Studien
Kernaussage

Positive Effekte auf motorische und nicht-motorische Symptome in unkontrollierten Studien wurden durch wenige kleine RCTs nicht bestätigt; nur einzelne RCTs zeigten Effekte auf Levodopa-induzierte Dyskinesien, Angst und Tremor.

Zusammenfassung

Systematische Review zu medizinischen Cannabinoiden bei Parkinson; k=14 Studien (5 RCTs + 9 unkontrollierte Studien). Positive Effekte auf motorische (5 Studien) und nicht-motorische Symptome (4 Studien) aus unkontrollierten Studien wurden in den wenigen, kleinen RCTs NICHT bestätigt. Nur 1 RCT zeigte Reduktion Levodopa-induzierter Dyskinesien, 1 RCT Reduktion von Angst und Tremor-Amplitude in anxiogener Situation; 3 RCTs ohne Effekt auf motorische/nicht-motorische Symptome. Schlussfolgerung: unzureichende Evidenz für Cannabis-Einsatz bei PD.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Varshney et al. ·2023 ·Cannabis and cannabinoid research
24 mal zitiert

Cannabinoids in Treating Parkinson's Disease Symptoms: A Systematic Review of Clinical Studies.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 13 Studien
Kernaussage

Cannabis, CBD und Nabilon verbesserten motorische Symptome konsistent stärker als Placebo; alle Behandlungen verbesserten verschiedene nicht-motorische Symptome mit meist geringen Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabinoiden bei Parkinson; k=13 klinische Studien eingeschlossen. Cannabis, CBD und Nabilone verbesserten motorische Symptome konsistent stärker als Placebo. Nicht-motorische Symptome: Cannabis verbesserte Schmerzintensität, CBD reduzierte psychiatrische Symptome dosisabhängig. Nebenwirkungen meist mild, bei CBD selten (außer bei sehr hohen Dosen).

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Figura et al. ·2022 ·Neurologia i neurochirurgia polska
19 mal zitiert

Cannabis in Parkinson's Disease - the patient's perspective versus clinical trials: a systematic literature review.

Design
Systematic Review
Stichprobe
k = 7 Studien
Kernaussage

Randomisierte Studien zeigen keine Wirksamkeit von Cannabinoiden bei motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit.

Zusammenfassung

Systematische Review zu Cannabis bei Parkinson; k=7 randomisierte Studien identifiziert. Ergebnisse unterstützen KEINE Wirksamkeit von Cannabinoiden bei motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit. Schlussfolgerung: derzeit unzureichende Datenlage für Cannabinoid-Einsatz bei PD-Patienten.

A
Größe
Verblindung
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Bravo-Soto et al. ·2017 ·Medwave
3 mal zitiert

Are cannabinoids effective for Parkinson’s disease?

Design
Meta-Analyse
Stichprobe
k = 6 Studien
Kernaussage

Cannabinoide verringern wahrscheinlich nicht die Symptome der Parkinson-Krankheit oder Dyskinesie und sind wahrscheinlich mit häufigen Nebenwirkungen verbunden.

Zusammenfassung

Umbrella Review über k=6 systematische Reviews (insgesamt 8 Studien, davon 4 RCTs) zu Cannabinoiden bei Parkinson. Meta-Analyse nach GRADE: Cannabinoide reduzieren wahrscheinlich NICHT die Parkinson-Symptome oder Dyskinesien und sind wahrscheinlich mit häufigen Nebenwirkungen assoziiert.

Randomisierte Kontrollierte Studien

Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege aus kontrollierten Interventionsstudien.

12
A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Liu et al. ·2024 ·Movement disorders
19 mal zitiert

Short-Term Cannabidiol with Delta-9-Tetrahydrocannabinol in Parkinson's Disease: A Randomized Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 61 Pat.
Kernaussage

CBD/THC zeigte keinen signifikanten Vorteil gegenüber Placebo bei Motor-MDS-UPDRS (Unterschied -1,80, p=0,379); Placebo war möglicherweise überlegen bei Schlaf und Kognition, mit mehr Nebenwirkungen in der CBD/THC-Gruppe.

Zusammenfassung

RCT n=61 (CBD/THC n=31, Placebo n=30), 2 Wochen Titration auf finale Dosis 191,8±48,9 mg CBD + 6,4±1,6 mg THC täglich. Primärer Endpunkt motor MDS-UPDRS: Reduktion -4,57 (95% CI -8,11 bis -1,03; p=0,013) in CBD/THC-Gruppe vs. -2,77 (-4,92 bis -0,61; p=0,014) in Placebo; Gruppen-Differenz nicht signifikant: -1,80 (-5,88 bis 2,27; p=0,379). Kein Benefit, möglicherweise verschlechterte Kognition und Schlaf; starker Placebo-Effekt. Nebenwirkungen mild, häufiger in CBD/THC-Gruppe.

A
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Schlüsselstudie
Peball et al. ·2020 ·Annals of neurology
118 mal zitiert

Non-Motor Symptoms in Parkinson's Disease are Reduced by Nabilone.

Design
RCT
Stichprobe
n = 47 Pat.
Kernaussage

Nabilone zeigte keine signifikante Verschlechterung der NMS-Symptome (MDS-UPDRS-I: 1.00 vs. Placebo: 2.63, p=0.030 für Unterschied), aber die Placebo-Gruppe verbesserte sich stärker; positive Trends bei Angst und Schlafproblemen berichtet.

Zusammenfassung

Phase-II-RCT, n=47 Parkinson-Patienten mit stabiler Motorik aber störenden Non-Motor-Symptoms (NMS, MDS-UPDRS-I ≥4). Open-label Nabilone-Titration (0,25–1 mg 2×/d), dann Randomisierung Responder zu Nabilone vs. Placebo (n=19). Primärer Endpunkt MDS-UPDRS-I nach 4 Wochen: Placebo-Gruppe verschlechterte sich um 2,63 Punkte (95% CI 1,53–3,74, p=0,002), Nabilone-Gruppe nur um 1,00 Punkte (95% CI −0,16–2,16, p=0,280); Differenz 1,63 Punkte (95% CI 0,09–3,18, p=0,030, Effektgröße 0,66). Positive Effekte v.a. auf Angst und nächtliche Schlafprobleme. 77% AEs in Titrationsphase (meist transient), keine schwerwiegenden AEs.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Schaden
Zitate / Jahr
Domen et al. ·2023 ·Movement disorders
33 mal zitiert

Cognitive Safety Data from a Randomized, Double-Blind, Parallel-Group, Placebo-Controlled Phase IIb Study of the Effects of a Cannabidiol and Delta9-Tetrahydrocannabinol Drug on Parkinson's Disease-Related Motor Symptoms.

Design
RCT
Stichprobe
n = 58 Pat.
Kernaussage

Die CBD/THC-Gruppe zeigte schlechtere Leistungen in der Animal Verbal Fluency und berichtete mindestens doppelt so häufig über kognitive Nebenereignisse als die Placebo-Gruppe.

Zusammenfassung

n=58 (CBD/THC n=29, Placebo n=29), randomisierte, doppelblinde Phase-IIb-Studie zu hochdosiertem CBD (100 mg) + niedrigdosiertem THC (3,3 mg) bei Parkinson über durchschnittlich 16,3 Tage. Primär-Outcome: kognitive Sicherheit. CBD/THC-Gruppe zeigte schlechtere Leistung im Animal Verbal Fluency Test vs. Placebo (adjustiert für Alter/Bildung, p<0,05); kognitive Nebenwirkungen mindestens doppelt so häufig wie unter Placebo.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Mitarnun et al. ·2025 ·Parkinsonism & related disorders
4 mal zitiert

Cannabidiol and cognitive functions/inflammatory markers in Parkinson's disease: A double-blind randomized controlled trial at Buriram Hospital (CBD-PD-BRH trial).

Design
RCT
Stichprobe
n = 51 Pat.
Kernaussage

CBD verbesserte die Benennungsscores in der MoCA, zeigte aber keine Unterschiede bei der primären Outcome (verzögerter Rückruf) und keinen Vorteil bei motorischen, kognitiven oder affektiven Symptomen.

Zusammenfassung

n=51 Parkinson-Patienten (CBD n=27 vs. Placebo n=24), sublinguales CBD 26 mg/Tag (+ 1,2 mg/Tag THC) über 12 Wochen. Primärer Endpunkt (MoCA delayed recall) keine Gruppenunterschiede. CBD-Gruppe verbesserte MoCA-Naming-Score (mittlere Differenz: 0,37, 95% CI: 0,01–0,73). Keine Unterschiede bei motorischen, kognitiven oder affektiven Symptomen; erhöhte alkalische Phosphatase in CBD-Gruppe, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
de Almeida et al. ·2021 ·Movement Disorders
66 mal zitiert

Cannabidiol for Rapid Eye Movement Sleep Behavior Disorder

Design
RCT
Stichprobe
n = 33 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte keinen Unterschied zu Placebo bei den primären Endpunkten (Häufigkeit von Nächten mit RBD, CGI-I, CGI-S); nur vorübergehende Verbesserung der Schlafzufriedenheit in Wochen 4-8 bei 300mg-Dosis.

Zusammenfassung

n=33 Parkinson-Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD), randomisiert 1:1 zu CBD (75–300 mg) vs. Placebo über 14 Wochen. Primär-Outcomes (Häufigkeit RBD-Nächte, CGI-I, CGI-S): kein Unterschied CBD vs. Placebo. Sekundär-Outcome: signifikante Verbesserung der Schlafzufriedenheit bei 300 mg CBD vs. Placebo in Woche 4–8 (p=0,049 bzw. p=0,038).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
de Faria et al. ·2020 ·Journal of Psychopharmacology
136 mal zitiert

Effects of acute cannabidiol administration on anxiety and tremors induced by a Simulated Public Speaking Test in patients with Parkinson’s disease

Design
RCT
Stichprobe
n = 24 Pat.
Kernaussage

Akute CBD-Gabe (300 mg) reduzierte angstinduzierte Symptome und Tremor-Amplitude bei Parkinson-Patienten in einer stressigen Situation.

Zusammenfassung

n=24 Parkinson-Patienten, randomisierte Cross-over-Studie zu akuter CBD-Gabe (300 mg) vs. Placebo im Simulated Public Speaking Test (SPST). CBD reduzierte experimentell induzierte Angst signifikant (VAMS-Angstfaktor, p<0,05) und verringerte Tremorfrequenz (Akzelerometer, p<0,05).

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
de Almeida et al. ·2023 ·Cannabis and cannabinoid research
12 mal zitiert

The Effect of Cannabidiol for Restless Legs Syndrome/Willis-Ekbom Disease in Parkinson's Disease Patients with REM Sleep Behavior Disorder: A Post Hoc Exploratory Analysis of Phase 2/3 Clinical Trial.

Design
RCT
Stichprobe
n = 18 Pat.
Kernaussage

CBD zeigte keinen Unterschied zu Placebo bei der Reduktion der RLS/WED-Schweregrad bei Patienten mit Parkinson und RBD.

Zusammenfassung

Post-hoc-Analyse eines Phase-II/III-RCT (n=18) zu CBD (75-300 mg) vs. Placebo bei Parkinson-Patienten mit RBD und Restless-Legs-Syndrom; CBD zeigte keinen Unterschied zu Placebo für IRLSSG-Schweregrad-Score nach 14 Wochen Follow-up.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Kein Nutzen
Zitate / Jahr
Carroll et al. ·2004 ·Neurology
284 mal zitiert

Cannabis for dyskinesia in Parkinson disease

Design
RCT (randomized, double-blind, placebo-controlled crossover)
Stichprobe
n = 17 Pat.
Kernaussage

Orales Cannabis-Extrakt verbesserte Dyskinesien oder Parkinsonismus gegenüber Placebo nicht.

Zusammenfassung

n=17 Parkinson-Patienten (abgeschlossen aus 19 randomisierten) mit Levodopa-induzierter Dyskinesie, oraler Cannabis-Extrakt vs. Placebo, 4 Wochen pro Phase; kein Behandlungseffekt auf UPDRS-Dyskinesie-Score (Items 32–34) oder sekundäre Endpunkte (Rush-Scale, Bain-Scale, PDQ-39). Kein pro- oder antiparkinsonscher Effekt; gut verträglich.

B
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Sieradzan et al. ·2001 ·Neurology
346 mal zitiert

Cannabinoids reduce levodopa-induced dyskinesia in Parkinson's disease: a pilot study.

Design
RCT (crossover)
Stichprobe
n = 7 Pat.
Kernaussage

Nabilon reduziert Levodopa-induzierte Dyskinesien bei Parkinson-Patienten signifikant gegenüber Placebo.

Zusammenfassung

n=7 Parkinson-Patienten mit Levodopa-induzierter Dyskinesie, Nabilon (Cannabinoidrezeptor-Agonist) vs. Placebo (randomisiert, doppelblind, crossover); Nabilon reduzierte Levodopa-induzierte Dyskinesien signifikant (p<0.05 impliziert).

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Leehey et al. ·2020 ·Cannabis and Cannabinoid Research
68 mal zitiert

Safety and Tolerability of Cannabidiol in Parkinson Disease: An Open Label, Dose-Escalation Study.

Design
Open-Label Dosiseskalationsstudie
Stichprobe
n = 13 Pat.
Kernaussage

CBD verbesserte motorische und nicht-motorische Parkinson-Symptome signifikant, verursachte jedoch häufige Nebenwirkungen und bei hoher Dosis relevante Leberenzymerhöhungen.

Zusammenfassung

Open-Label-Studie (n=13 PD-Patienten); CBD (Epidiolex, 5–25 mg/kg/Tag, 10–15 Tage); MDS-UPDRS Total um 17,8% (p=0,012) und Motor-Score um 24,7% (p=0,004) verbessert; Lebertransaminasen erhöht bei 38,5% der Teilnehmer (20–25 mg/kg/Tag); Abbruchrate 23% wegen Unverträglichkeit.

C
Größe
Verblindung Doppelblind
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Chagas et al. ·2014 ·Journal of Psychopharmacology
359 mal zitiert

Effects of cannabidiol in the treatment of patients with Parkinson’s disease: An exploratory double-blind trial

Design
RCT explorativ (doppelblind, 3 Gruppen)
Stichprobe
n = 21 Pat.
Kernaussage

CBD 300 mg/Tag verbesserte die Lebensqualität (PDQ-39) gegenüber Placebo, ohne Effekt auf Motorik oder Neuroprotektionsmarker.

Zusammenfassung

n=21 Parkinson-Patienten ohne Demenz, CBD 75 mg/d vs. CBD 300 mg/d vs. Placebo (7 pro Gruppe); kein statistisch signifikanter Unterschied in UPDRS-Motorik-Scores; Lebensqualität (PDQ-39 Gesamtscore) signifikant besser in CBD-300-mg-Gruppe vs. Placebo (p=0.05).

D
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Zuardi et al. ·2009 ·Journal of Psychopharmacology

Cannabidiol for the treatment of psychosis in Parkinson’s disease

Design
Stichprobe
n = 6
Zusammenfassung

Offene Pilotstudie (n=6 Parkinson-Patienten mit seit mindestens 3 Monaten bestehender Psychose): Cannabidiol (CBD, flexible orale Dosis ab 150 mg/Tag über 4 Wochen zusätzlich zur Standardtherapie) senkte die psychotischen Symptome signifikant (Brief Psychiatric Rating Scale, Parkinson Psychosis Questionnaire), verschlechterte die Motorik nicht und reduzierte die UPDRS-Gesamtwerte; keine Nebenwirkungen beobachtet. Sehr schwache Evidenz: winzige Stichprobe, unkontrolliert, offenes Design, nur vorläufige Daten.

Real-World-Evidenz und Beobachtungsstudien

Daten aus klinischer Versorgungspraxis, Registern und Pflichterhebungen.

7
B
Größe
Verblindung
Effektstärke Gemischt
Zitate / Jahr
Yenilmez et al. ·2021 ·Journal of Parkinson s Disease
54 mal zitiert

Cannabis in Parkinson's Disease: The Patients' View.

Design
Querschnittserhebung (Fragebogen, Real-World)
Stichprobe
n = 1.348 Pat.
Kernaussage

Subjektive Symptomverbesserungen wurden von einem relevanten Anteil der Cannabis-nutzenden Parkinson-Patient:innen berichtet, wobei inhalatives THC stärker auf motorische Symptome wirkte als orales CBD.

Zusammenfassung

n=1.348 Parkinson-Patienten (1.123 bundesweit + 225 lokal), 8,4% berichteten Cannabis-Nutzung. >40% der Cannabis-Nutzer berichteten Reduktion von Schmerz und Muskelkrämpfen; >20% Verbesserung von Rigor/Akinesie, Freezing, Tremor, Depression und Angst. Inhaliertes THC reduzierte Akinesie/Rigor häufiger als orales CBD (50,0% vs. 35,4%, p<0.05).

B
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Balash et al. ·2017 ·Clinical neuropharmacology
82 mal zitiert

Medical Cannabis in Parkinson Disease: Real-Life Patients' Experience.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 47 Pat.
Kernaussage

Medizinisches Cannabis zeigte Verbesserungen bei verschiedenen Parkinson-Symptomen, insbesondere bei Stürzen (r=0,89), Schmerzlinderung (r=0,73), Depression (r=0,64), Tremor (r=0,64), Muskelsteifheit (r=0,62) und Schlaf (r=0,60), verursachte jedoch bei 10,6% der Patienten erhebliche Nebenwirkungen (Verwirrtheit und Halluzinationen), die zum Abbruch führten.

Zusammenfassung

n=47 nicht-demente Parkinson-Patienten (mittlere Krankheitsdauer 10,8±8,3 Jahre, median H&Y Stadium III), retrospektive telefonische Befragung nach ≥3 Monaten Cannabis-Behandlung (mittlere Dauer 19,1±17,0 Monate). Effektstärke (r) für Verbesserungen: Stürze r=0,89, Schmerzreduktion r=0,73, Depression r=0,64, Tremor r=0,64, Muskelsteifigkeit r=0,62, Schlaf r=0,60. Häufigste Nebenwirkungen: Husten (34,9% bei Rauchern), Verwirrtheit und Halluzinationen (jeweils 17%), 10,6% Therapieabbruch wegen Nebenwirkungen.

B
Größe
Verblindung Offen
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Lotan et al. ·2014 ·Clinical neuropharmacology
213 mal zitiert

Cannabis (medical Cannabis) treatment for motor and non-motor symptoms of Parkinson disease: an open-label observational study.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 22 Pat.
Kernaussage

Signifikante Verbesserung der motorischen Symptome (Tremor, Rigidität, Bradykinese) sowie Schlaf- und Schmerzscores nach Cannabiskonsum, keine wesentlichen Nebenwirkungen beobachtet.

Zusammenfassung

n=22 Parkinson-Patienten, open-label Beobachtungsstudie. UPDRS-Motor-Score verbesserte sich signifikant von 33,1±13,8 auf 23,2±10,5 nach Cannabis-Konsum (t=5,9; p<0,001). Signifikante Verbesserungen bei Tremor (p<0,001), Rigidität (p=0,004) und Bradykinesie (p<0,001). Zusätzlich signifikante Verbesserung von Schlaf und Schmerz-Scores. Keine signifikanten Nebenwirkungen beobachtet.

B
Größe
Verblindung Einfachblind
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Shohet et al. ·2017 ·European journal of pain (London, England)
64 mal zitiert

Effect of medical cannabis on thermal quantitative measurements of pain in patients with Parkinson's disease.

Design
Kohortenstudie
Stichprobe
n = 20 Pat.
Kernaussage

Cannabis führte zu signifikanten Verbesserungen der motorischen Symptome (UPDRS), Schmerzindizes (PRI, VAS) und Veränderungen der Schmerzschwellen nach 30 Minuten und nach Langzeitanwendung.

Zusammenfassung

n=20 Parkinson-Patienten mit Cannabis-Lizenz, Evaluierung vor, 30 min nach und nach Langzeit-Cannabis-Konsum. Signifikante Abnahme des motorischen UPDRS-Scores (38,1±18 auf 30,4±15,6, p<0,0001), Pain Rating Index (27±13,5 auf 9,7±11, p=0,001) und VAS (6,4±2,8 auf 3,6±3,1, p=0,0005). Kälteschmerzschwelle sank signifikant in stärker betroffener Extremität (19,5±5,2 auf 15,6±8,7°C, p=0,02). Nach Langzeit-Exposition (median 14 Wochen) signifikante Abnahme der Hitzeschmerzschwelle (43,6±3,5 auf 40,9±3,3°C, p=0,05).

C
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Issa et al. ·2025 ·Brazilian journal of biology = Revista brasleira de biologia

Cannabis oil in treating Parkinson's disease: improvement of motor and non-motor symptoms: a case report.

Design
Fallserie
Stichprobe
n = 1 Pat.
Zusammenfassung

Fallbericht n=1, 77-jähriger Mann mit fortgeschrittenem Parkinson (22 Jahre Diagnose) und Gastrostomie. Nach Cannabis sativa Öl-Behandlung: Verbesserung der Gehfähigkeit, pasty food oral möglich ohne Aspiration, signifikante Verbesserung nicht-motorischer Symptome (aktiver, kommunikativer, weniger depressiv).

D
Größe
Verblindung
Effektstärke
Zitate / Jahr
Venderová et al. ·2004 ·Movement Disorders
175 mal zitiert

Survey on cannabis use in Parkinson's disease: subjective improvement of motor symptoms.

Design
Patientenumfrage (anonymer Fragebogen)
Stichprobe
n = 339 Pat.
Zusammenfassung

Anonyme Fragebogenumfrage an n=339 Parkinson-Patienten: 25% berichteten Cannabiskonsum; von diesen schilderten 45,9% eine subjektive Verbesserung motorischer Symptome. Kein Kontrollarm; rein berichtete Patientenperspektive.

D
Größe
Verblindung
Effektstärke Klarer Nutzen
Zitate / Jahr
Chagas et al. ·2014 ·Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics
248 mal zitiert

Cannabidiol can improve complex sleep-related behaviours associated with rapid eye movement sleep behaviour disorder in Parkinson's disease patients: a case series

Design
Fallserie
Stichprobe
n = 4 Pat.
Kernaussage

CBD reduzierte RBD-Ereignisfrequenz bei allen 4 Parkinson-Patienten prompt und substanziell.

Zusammenfassung

Fallserie (n=4) mit Parkinson-Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD): CBD-Behandlung führte zu prompter und substanzieller Reduktion der Häufigkeit RBD-bezogener Ereignisse ohne Nebenwirkungen bei allen 4 Patienten.

Laufende & kommende Studien

Laufende Studien befinden sich in der Erprobungsphase und sind kein Beleg für Wirksamkeit oder Sicherheit. Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken.

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  • NCT06629389 ClinicalTrials.gov Clinical Trial with Cannabidiol (Kanbis®) for Parkinson Disease Symptoms Rekrutierung Phase 2 Start: 2024-11
  • 2023-507715-35-02 EU CTIS MEDICAL CANNABIS FOR NEURODEGENERATIVE DISEASES: A RANDOMIZED, DOUBLE-BLIND, PLACEBO-CONTROLLED PHASE II CLINICAL TRIAL (NEUROBIS) Laufend Therapeutic exploratory (Phase II) Start: 2024-09
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